nähen mit der neuen (achtung: tech talk).

seit ein paar tagen befinde ich mich nach fleißiger stoffe- und vlieszuschneiderei in der tatsächlichen nähphase für die stricknadelrollen. und ich muss sagen: mein neues maschinchen macht sich wirklich gut. leider muss ich dabei zugeben, dass ich den ganzen schnickschnack, den diese maschine drauf hat, zum allergrößten teil dann doch sehr toll finde. eigentlich habe ich nach den ersten genähten metern mit der neuen pfaff schon fast nicht mehr verstanden, wie ich all die jahre zuvor mit victoria so präzise arbeiten hinbekommen habe. klingt jetzt sicher sehr pathetisch, aber es fühlt sich tatsächlich ein bisschen so an, als hätte ich während der letzten jahre die evolution vom rad zum porsche verpennt. tse. und trotzdem ist mir all die knöpfchentechnik gleichzeitig noch ein kleinwenig unheimlich. bei victoria konnte man, wenn’s klemmte, einfach aufschrauben und in ihren eingeweiden nach der ursache suchen. bei der neuen maschine bekomme ich eine fehlermeldung auf dem display und muss das ganze ding dann wahrscheinlich gleich einschicken. aber das ändert nichts an meiner verknalltheit in die neue pfaff. das fängt schon mit der einfädelhilfe an. working with my new sewing machine. die ist bestimmt nicht notwendig, aber halt doch recht komfortabel. oder die schicken patchwork- und quilt- nähfüßchen. working with my new sewing machine. schon sehr praktisch, sich beim nähen einfach an einem kleinen roten strich orientieren zu können, um zu wissen, wann man anhalten und den stoff drehen muss, um an der nächsten kante gleich die exakte nahtzugabe zu haben. auch der quiltfuß mit kantenführung in der naht macht vieles einfacher. beides geht jetzt viel zuverlässiger und entpannter, als wenn man das per augenmaß abschätzen muss. richtig gut gefällt mir auch das automatische vernähen. mal zum vergleich: so sah eine nahtsicherung per händisch betätigtem rückwärtsgang mit victoria aus: working with my new sewing machine. …und so macht die neue pfaff das automatisch:

working with my new sewing machine. wie sie sehen, sehen sie fast nichts. mein präzisionsverliebtes herzchen hüpft ein bisschen ob dieses deutlich sichtbaren unterschieds – was sich fortsetzt bei so nettem zubehör wie zu beispiel der quiltführung.

working with my new sewing machine.

wenn ich parallel verlaufende nähte steppen will – wie etwa beim nähen der einzelnen fächer in den stricknadelrollen – stelle ich einfach den gewünschten abstand mit der quiltführung ein. „früher“ musste ich dazu immer linien abmessen und vorzeichnen. jetzt geht das ohne diesen arbeitsschritt und noch dazu präziser. und überhaupt. sagte ich schon, dass ich verknallt bin?. und ich glaube, das wird was festes mit der neuen maschine und mir.

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