Die Evolution des Garns.

Das hier sind meine ersten, niedlich kleinen Garnstränge, von links nach rechts in der Reihenfolge ihrer Entstehung. Man sieht, ich habe mich bemüht, zuerst die Farben zu verwenden, die ich nicht umwerfend schön finde, um nichts von der Farbenpracht zu verschwenden.

yarns.

the evolution of yarn.

Das erste Garn ganz links enthält deutlich erkennbar noch viele der anfängertypischen „schwangeren Regenwürmer“, wobei ich schwöre, dass die erst beim aufwickeln des fertigen Garns so schwanger geworden sind. Davor sahen sie deutlich schlanker aus, nämlich so. Bei den anderen Garnen sieht man deutlich den Fortschritt, finde ich.

the evolution of yarn.

the evolution of yarn.

the evolution of yarn.

Aktuell spinne ich an diesem hübschen förstergrünen Garn, das schon gar keine nennenswerten Regenwürmer mehr enthält und sich durchgehend recht gleicmäßig zwischen Lacegarn- und Sockenwollstärke bewegt. Damit bin ich schon mal ganz zufrieden, auch wenn’s insgesamt noch ausbaufähig ist – wenn ich mir so überlege, dass geübte Spinnerinnen ihre Lacegarnstärke durch verzwirnen erreichen; die gesponnenen Singles also nicht viel dicker als Nähfadenstärke sein können.

diy spindles.

Am Wochenende habe ich mir nach der von Distel im Podcast erklärten und hier verlinkten Anleitung fünf Kopfspindeln in verschiedenen Größen gebaut. Hat viel Spaß gemacht und mit denen fällt mir das Spinnen sogar leichter als mit meiner Fußspindel. Der Holzstab da links ist übrigens ein 1a- Wickeldorn, den der Mann mir aus Totholz gemacht hat. Wundehübsches Ding mit sehr schöner Maserung, mag ich sehr und funktioniert auch ganz gut.
Gelernt habe ich das Spinnen mit y*ut*be- videos; hauptsächlich mit denen von chantimanou und Abby Franquemont. Wobei ich in keinem der Videos das beschrieben fand, was letztendlich den Groschen fallen ließ: Was nämlich genau die beiden Hände mit dem Fasermaterial bzw. dem sich bildenden Wollfaden anstellen und wie man das Fasermaterial ausziehen muss, um eben keine Regenwürmer zu produzieren. Habe ich mir dann wortwörtlich abgeguckt und ausprobiert. Vielleicht wird das auch deswegen nirgendwo dezidiert erklärt, weil es, wie Abby so schön in einem ihrer Videos sagt, nichts ist, was der Kopf kapieren kann: „it’s something your hands have to learn“.

Jetzt warte ich sehnsüchtig auf mein neues altes Spinnrad, das diese Woche bei mir eintreffen soll, und bin gespannt ob ich alles dann nochmal von vorne üben und lernen muss. Aber bis es soweit ist: Ab an die Nähmaschine!

3 Kommentare

  1. Manuela
    Am 07.02.2012 um 08:09:22 Uhr [Link]

    Ich finde die Ergebnisse alle sehr schön, auch die Regenwürmer, die geben bestimmt schöne Effekte beim Stricken. Ich habe schon öfters gelesen, dass Handspinnerinnen nie wieder so schöne Garne gesponnen haben, wie zu ihrer Anfangszeit, weil die Regenwürmer nicht mehr klappen wollten, als es gewollt war ;)

    Ich drücke Dir die Daumen, dass das Spinnrad gut funktioniert. Ich habe ein altes, geerbtes von meiner Oma. Leider klappt es mit dem Rad und mir nicht so, wie ich mir das gewünscht hatte. Ich weiss nicht ob ich mich zu dusselig anstelle, oder ob es daran liegt, dass es mal lackiert wurde, weil es nur noch als Deko in der Ecke stand.

    LG Manuela

  2. jette
    Am 07.02.2012 um 10:08:18 Uhr [Link]

    oooh wie hübsch! ja,da kann man einen sehr deutlichen und schnellen fortschritt erkennen. ich mag die farben des grün-braunen stranges sehr! bin schon gespannt auf deine ersten strickobjekte mit selbstgesponnener wolle :-)

  3. Faserpiratin
    Am 07.02.2012 um 10:27:09 Uhr [Link]

    Immer nur dünn und dünner ist bei manchen Spinnerinnen schon ne Krankheit. Aus schwangeren Regenwürmern macht man tolle Mützen!
    Ja, das Ausziehen der Fasern hab ich, glaub ich, als erstes geübt, schade, dass man das nirgendwo sehen kann.

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