Umbau.

Am vergangenen Wochenende haben wir mit dem Umbau der Wohnung begonnen. Da wir bald drei Kinder haben werden, wollen wir hier alles so einrichten, dass jeder seinen Platz findet. Die Kinder haben jetzt ein Spielzimmer und eines zum Schlafen. Der Mann und ich haben zum ersten mal ein gemeinsames Zimmer. Drei Räume haben wir dafür am Wochenende komplett aus- und eingeräumt. Sperrmüll auf die Straße geschleppt, alte Möbel auseinander gebaut, meterhohe Kistentürme gestapelt – es sieht aus, als würden wir ausziehen.

moving rooms.

moving rooms.Ordnung wird nach und nach wieder einkehren, nachdem am Donnerstag der neue 3 Meter Breite Familienkleiderschrank geliefert und aufgebaut wurde. Und wenn dann alles erstmal wieder einigermaßen zivilisiert aussieht, folgt noch so viel Feinarbeit, auf die ich mich richtig freue: Poster fürs Kinderzimmer aussuchen, Spielzeug aussortieren und neu einräumen, den Kindern kleine Ruheinseln und Kraftplätze herrichten. Vorhäng nähen, Wickel- und Schlafplatz fürs Baby vorbereiten, …

Der Mann und ich haben unsere Arbeitszimmer aufgegeben, unsere jeweiligen Stashs ausgemistet und verkleinert und sind damit beide ins Wohnzimmer gezogen, dass wir bisher eigentlich kaum nutzten. Etwas wehmütig wurde ich, als ich an meinem alten Nähplatz das Katzenbild übermalte. Ich habe es in der ersten Schwangerschaft mit viel Akribie und sehr feinem Pinsel mühsam an die Wand gebracht, ihr kennt es von meinem Blogheader und meinem Rechnungsformular. Für mich hat sich dabei noch am wenigsten verändert; ich habe jetzt etwas weniger Platz und muss auf den Luxus eines extra Zuschneidetischs verzichten. Das wird der Geschäftigkeit in Sachen ringelmiez, so sie denn hoffentlich in nicht allzuferner Zukunft wieder einsetzen möge, aber keinen Abbruch tun.

mutti will streichen.Fürs erste aber habe ich – nicht ganz freiwillig – beschlossen, etwas früher in den Mutterschutz zu gehen. Trotz des Versuchs aller Zurückhaltung bei körperlich anstrengenden Sachen wurd mir in letzter Zeit immer deutlicher, dass ich mich noch mehr zurücknehmen muss. All diese Umbauten machen mir sehr viel Spaß, aber sie sind eben auch ein bisschen anstrengend. Mein Rücken will nicht besser werden, und seit einigen Tagen habe ich übermäßig viele und auch zu kräftige Vorwehen, die ich teilweise richtig veratmen muss. Bisher haben sie nichts besorgniseregendes angerichtet, aber ich muss zusehen, dass es dabei auch bleibt. Die 26. Woche ist noch nicht der richtige Zeitpunkt für solcherlei Spirenzchen. Der Alltag mit zwei sehr lebendigen Jungs und all die Feinarbeiten des Nestbaus, die in den nächsten Monaten noch auf mich warten, werden mich genug auf Trab halten. Auf das übliche ringelmiez- Weihnachtsgeschäft mit all den vielen großen und kleinen Wunschanfertigungen und dem Packen vieler, vieler Päckchen werde ich daher dieses Jahr weitestgehend verzichten. Ich habe bisher einige wenige Aufträge angenommen und auch noch ein bisschen Platz für eine handvoll weitere. Falls ich darüber hinaus noch zu etwas komme, etwa dem lang ersehnten Stricknadelrollennachschub, freue ich mich, aber ich möchte nichts versprechen.

bye bye kittikatze.Langweilig wird es mir und hier also dennoch nicht werden…die nächsten Monate sind trotz allem prall gefüllt mit jeder Menge Wohnungsaufhübschungskram, Weihnachtswichtelei und – oh! – die Lüftung des lange geheimnisumkrämerten Geheimprojekts steht dann auch bald an…

2 Kommentare

  1. Frische Brise
    Am 06.11.2012 um 08:55:20 Uhr [Link]

    Hihi, Langeweile, was ist das?!

    Viel Erfolg noch beim Nestbau!

  2. bloepper
    Am 06.11.2012 um 14:24:40 Uhr [Link]

    wir betreiben auch gerade nest(um)bau – mein arbeits-/bastelzimmer habe ich nun etwas wehmütig aufgegeben. ich freue mich auf die ordnung die allerdings allmählich auf dem speicher entsteht (ähnlich wie in deinem wohnzimmer). von einer in der 26. woche zur anderen – viele guten wünsche für deine gesundheit.

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