Neues von Balkonien.

Etwas, das ich diesen Sommer gerne wieder haben möchte, ist ein schöner Balkon. Wir haben zwei Balkone, wovon aber eigentlich nur einer zum drauf rumsitzen und es schön haben genutzt wird. Der andere Balkon dient mehr so zum werkeln, und das ganze Balkon- Equipment (Pötte, Blumenerde, etc) und unser gelber Sack steht da. Traditionell stehen da auch immer die Tomatenpflanzen; es gab Sommer hier, da hatten wir täglich die schönste und üppigste Auswahl an Tomaten, ohne ein einziges Mal welche kaufen zu müssen.

[365-229] snacky.

Die Zierpflanzen und Kräuter stehen dann eher drüben auf dem schönen Balkon.
In den letzten Jahren hatte ich immer einen recht hübschen Balkon, den ich sehr gerne mochte. Weil unsere Balkone fast den ganzen Tag ungeschützt der prallen Sonne ausgesetzt sind, muss ich sehr genau gucken, was da gut wachsen kann. Viele Gemüsesorten gehen super, meine geliebten tränenden Herzen leider nicht. In den letzten Jahren hatte ich neben Tomaten immer viele Kräuter, ein paar ausgewählte Zierpflanzen (am liebsten mehrjährige), und zwischendrin hier und da ein paar Sonnenblumen und bunte Blümchen für die Bienen. Andere Sachen, beispielsweise Salate und Erdbeeren, haben sich nicht so bewährt. Der Salat zieht superschnell Blattläuse an, die dann schneller alles weggefressen haben, als ich es retten oder selbst essen kann. Erdbeeren schmecken zwar super vom Balkon, es bilden sich aber insgesamt zu wenige aus, als dass sich der Pflegeaufwand lohnen würde. Ein paar Fotos von unserem Balkon gibt es hier zu sehen; sehr unvollständig, die schönste Blütenpracht ist da gar nicht dabei. Dann kam ein Winter mit sehr hartem Frost, in dem fast 2 Wochen lang beständig 2stellige Minusgrade hatten. Das haben meine Balkonpflanzen trotz Frostschutz nicht vertragen, und mir ist restlos alles eingegangen. Letzten Sommer habe ich aus lauter Frust dann gar nichts auf dem Balkon gemacht, aber dieses Jahr soll es da wieder grünen und blühen.
Bereits vor einigen Wochen habe ich aus Bio- Saatgut Tomatenpflänzchen angezogen. Auf facebook habe ich eine Gruppe zum tauschen von Saatgut und Pflänzchen gegründet, sie heißt seedhub. Die Idee dahinter war, dass man als urbane_r Balkongärtner_in gerne eine Vielfalt an Pflanzen auf dem Balkon haben möchte. In den Samentütchen sind dann aber immer mehr Samen drin, als man selbst verwenden kann. Warum also nicht übrige Samen gegen andere Samen, oder Setzlinge gegen andere Setzlinge tauschen, so sie Vielfalt auf dem Balkon erweitern und gleichzeitig Geld sparen? In der Gruppe ist mal mehr und mal weniger los; ich habe darüber schon Tomatensamen gegen Lavendelsamen getauscht; manche Leute machen da Sammelbestellungen bei Gärtnereien. Auch meine überzähligen Tomtanpflänzchen habe ich auf dem Wege an Freiburger Locals verschenkt und vertauscht. Auf fünf verschiedenen Freiburger Balkonen wachsen jetzt ringelmiezsche Tomaten :)

Aber zurück zu meinem Balkon. Das ist ein größeres Projekt. Bevor wir das gestartet haben, sah der Balkon so aus:

project balcony.

Am vergangenen Wochenende haben wir den Balkon von den Säcken mit alter Erde befreit – und, wie jedes Mal, auch diesmal wieder riesige, fette, Engerlinge darin gefunden. Faszinierende Viecher, aber das nur am Rande. Ich habe die ersten neu gekauften Pflanzen eingetopft, und dafür aus einem Einkaufs- Sack vom Möbelhaus zwei kleine Pflanzsäcke für Kräuter genäht.

project balcony.

project balcony.Der Mann hat Holzlatten gekauft, um daraus zusammen mit alten Regalbrettern ein treppenförmiges Pflanzenregal zu bauen. Das muss jetzt erst fertig werden, bevor es weitergehen kann.

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