Links zum Wochenende.

In unregelmäßigen Abständen zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt. 

 

– Beeindruckendes IKEA- Hacking für Fortgeschrittene: Ein Ultralight- Rucksack aus der berühmten blauen Tüte.

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– Weil das große Thema „Handarbeit und Geld“ meine Leserschaft und meine Twitter- Timeline im Nachhall diesen Artikels doch sehr beschäftigt hat: The cost of handmade.

– Was mich gerade sehr beschäftigt, ist der Konflikt zwischen Gaza und Israel. Richard C. Schneider schreibt darüber, wie schwierig es ist, aus Gaza zu berichten: „Gegen die Bilder ist unser Text machtlos“.

– Wie instagram Menschen mit nicht- normkonformen Körpern diskriminiert, macht mich wütend. Da ist zum einen die Geschichte von Samm, die Fotos von sich im Bikini online stellte um #bodypositivity zu zeigen, und deren instagram- account gesperrt wurde, weil ihre Fotos als anstößig bewertet wurden. Wenn schlanke Frauen genau das selbe tun, sieht instagram da offenbar kein Problem.
Durch meine amerikanische instagram- Timeline konnte ich mitverfolgen, wie der Account von 4thtrimesterbodies immer und immer wieder aus ähnlichen Gründen gesperrt wurde. Wie der Name schon sagt, zeigt der Account unretuschierte Fotos von Frauen* im 4 Trimester der Schwangerschaft – nach der Schwangerschaft also, mit Dehnungsstreifen, Dellen, großen Bäuchen, trinkenden Babys an der Brust. Hier ein Artikel, der die ganze Geschichte zusammenfasst.

– Durch unsere Tochter bin ich gerade damit konfrontiert, wie ätzend es ist, als behinderter Mensch abhängig zu sein von oft ökonomisch orientierten Entscheidungen anderer. Auf die Spitze getrieben wird das bei behinderten Menschen, die im Alltag auf Assistenz angewiesen sind.
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Raul Krauthausen protestiert gegen die unfassbare Ungerechtigkeit, als behinderter Mensch der Altersarmut nicht entgehen zu können – auch, wenn man
als solcher arbeitet und sogar Arbeitsplätze schafft. Und es schränkt behinderte Menschen indirekt noch viel weiträumiger ein. Es vermiest ihnen beispielsweise den Wunsch, ihre_n Lebenspartner_in zu heiraten, denn auch diese_r würde dann mit seinem Einkommen zur Finanzierung der Assistenz herangezogen und unterläge strengen Auflagen, was das Ansparen von Geld betrifft.

– meine liebsten deutschsprachigen Blogs zum Thema Behinderung sind übrigens neben dem oben schon erwähnten Raul:

Laura Gelhaar: Ich liebe ihren Humor, ihre Schlagfertigkeit und ihre fröhlich- zynische Art mit ihrer Behinderung umzugehen. Ein Blogartikel, den ich besonders mag: „Soll ich schieben? Hab ich mal als Zivi gemacht.“
– auf Gedankenträger schreibt Monika schon seit vielen Jahren über das Leben mit ihrem autistischen Sohn John. Was Monika schreibt, bringt mich immer sehr zum Nachdenken. Ein Blogeintrag aus dieser Reihe: the magic wheelchair (deutschsprachig, trotz englischem Titel).
Das Kaiserinnenreich: Mareice schreibt über ihren Alltag mit zwei kleinen Töchtern: Die ältere mehrfach schwerbehindert, die jüngere pupsgesund. Mareice lese ich besonders gern, weil sie, auch wenn ihre Situation mit meiner nicht wirklich vergleichbar ist, mir als junge Mutter mit einem behinderten Kind doch relativ nah ist. Ich mag ihren klaren, vernünftigen Blick auf die Dinge, und dass sie selbst dann noch die Ruhe zu behalten scheint, wenn sie sich tierisch aufregt. Ein Blogeintrag, der mich sehr gerührt hat: „Meine Schöne // Eine Liebeserklärung“.

– Wir Fahrradfahrer hier in Freiburg scheinen echt verwöhnt zu sein: Unsere Radwege sind relativ gut ausgebaut, werden von der Stadt gut in Stand gehalten, und selten versperrt uns etwas darauf den Weg. Das ist in anderen Städten anderes. Zum Beispiel in Hamburg. Oder in New York.

-Immer wieder aktuell in meiner Timeline: Frauen*bilder und Genderqueerness. Ein Link, der mir beim mitlesen einer Diskussion begegnete: „Why I’m still a butch lesbian“.

 

 

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