„Und was kostet sowas?“ – Ein Einblick in die Preisgestaltung meiner Quilts.

3726927234_8a42bae6d2_bIn den letzten Wochen und Monaten bekomme ich ständig Anfragen für weitere Quilts. Und das ist natürlich gut so, denn noch immer habe ich in meinem Auftragsbuch für 2015 einige Plätze frei, die noch vergeben werden wollen. Nicht aus jeder dieser Anfragen wird ein Auftrag – oft deshalb nicht, weil die Anfragenden von dem vermeindlich relativ hohen Preis für einen solchen Quilt überrascht sind. Hier rmöchte ich gerne mal ein bisschen Transparenz schaffen und euch erzählen, was alles so drinsteckt in einer Lieblingskuscheldecke, einen Babyquilt oder einem Erinnerungsquilt aus alten Kleidungsstücken. Mir ist wichtig zu betonen, dass ich mich hiermit nicht für die Preise meiner handgemachten Stücke rechtfertigen möchte. Ich möchte nur verständlich machen, warum die meisten meiner Quilts preislich zwischen 400 und 800 Euro kosten, und nicht etwa 150 oder 200, wie viele so nach Bauchgefühl annehmen.

Nehmen wir mal einen etwaigen Durchschnittspreis von 600 Euro. Wie kommt also dieser Preis zustande?

Seit ich auftragsmäßig Quilts nähe, habe ich immer wieder mit der Stoppuhr dokumentiert, wie lange ich für einzelne Arbeitsschritte brauche, und wie viel Zeit ich insgesamt investiere, bis ein Quilt fertig ist. Mittlerweise brauche ich für einen Quilt längst nicht mehr so lang, wie noch vor 4 oder 5 Jahren. Und ich habe nun so viel Übung und Routine, dass ich trotz meiner sehr begrenzten Arbeitszeit gut einen bis anderthalb Quilts pro Woche schaffen könnte. Diese regelmäßige Überprüfung meiner Arbeitsroutine ist fester Bestandteil meiner Preiskalkulation, und sie ist für mich und meine Kund_innen gleichermaßen wichtig, da ja beide Seiten an einer fairen Preisgestaltung interessiert sind.

15606132615_abb7af1a00_oIn einem Quilt  stecken etwa 25 bis 30 Stunden Arbeit. Das beginnt bei der Konzeption – hier arbeite ich seit einiger Zeit mit einer professionellen Quilt Design Software, die mir viele Möglichkeiten bietet und viel Zeitersparnis schafft. Von der ersten Idee bis zum fertigen Entwurf brauche ich, je nach Komplexität des Designs, ein bis zwei Stunden. Das Programm spuckt mir aus, wie viel ich von welchem Stoff brauche, und damit mache ich mich dann auf die Suche nach den richtigen Farben und Mustern. Auch das ist natürlich Arbeitszeit; hierfür brauche ich selten länger als eine Stunde. Ich verwende hochwertige Baumwoll- und Baumwoll-/Leinenstoffe, die ich teils zu normalen Einzehandelspreisen, teils zu Gewerbekonditionen, und teils mit Gewerberabatt im Einzelhandel beziehe. Alle Vergünstigungen gebe ich 1:1 an meine Kund_innen weiter; trotzdem belaufen sich sie Materialkosten für einen Quilt inklusive Vlies auf 60 bis 100 Euro.

Es folgt der Zuschnitt. Die Arbeitszeit hierfür kann sehr unterschiedlich ausfallen – so ein Quilt Top besteht fast P1140972immer aus deutlich über 100 Einzelteilen. Für eines, das aus gleichgroßen Quadraten besteht, brauche ich im Zuschnitt natürlich weniger Zeit, als für eins, der aus vier oder fünf oder noch mehr unterschiedlichen Formen besteht. Aber in jedem Fall muss ich hier sehr Präzise arbeiten, um alle Zuschnitte einer Sorte wirklich in exakt gleicher Größe zu erhalten. Es gibt natürlich Techniken, um nicht jedes einzelne Stoffstückchen einzeln schneiden zu müssen – man arbeitet so, dass man mit einem Schnitt immer mehrere Stofflagen schneidet. Trotzem brauche ich eine bis 2,5 Stunden, bis alle Teile zugeschnitten sind, denn Präzision braucht eben auch mit viel Übung immer noch ihre Zeit.

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Hier ein kurzer Einschub: Memory- Quilts, die aus erinnerungsträchtigen Kleidungsstücken genäht werden, fallen die Materialkosten natürlich geringer aus, weil ich die „Stoffe“ ja von den Kund_innen geschickt bekomme. Dafür ist der Zuschnitt oft ungleich aufwändiger, weil ich bei jedem Kleidungsstück neu überlegen muss, wie ich es am besten einsetze. Bei so einem Bäumchen muss ich beispielsweise jedes einzelne Blatt von Hand ausschneiden und später auch einzeln mit der Maschine umrunden; während ich den Baum freihand zeichne und dann sehr viel Sorgfalt anwenden muss, um ihn gerade und faltenfrei auf dem Untergrund zu fixieren. Hier werden geringere Materialkosten also ganz schnell von einem ungleich höheren Arbeitsaufwand eingeholt.15447621365_7ffc045382_k

Dann beginnt die Näharbeit. Und Näharbeit kommt gerade im Patchworkbereich immer mit jeder Menge Bügelarbeit daher. Jede Naht, die ich genäht habe, muss gebügelt werden. Nähen, bügeln, nähen, bügeln – erst kleine Stoffstücke zu Blocks, dann Blocks (und eventuell das Sashing) zu Bahnen, diese Bahnen dann zum fertigen Quilt Top. Auch hier braucht es viel Präzision und ein paar Kniffe, damit sich die Nähte an den richtigen Stellen exakt treffen und das ganze Große Stück nicht krumm und schief wird. Ähnlich wie beim Zuschnitt hängt der Arbeitsaufwand für diesen Schritt auch mit der Komplexität des Designs zusammen – bei sehr simplen Designs komme ich hier schon mit 6 Stunden hin, bei aufwändigeren gehen auch gerne mal 8 Stunden  und mehr ins Land.

15420541390_16178cc05a_oAnschließend wird der Quilt Sandwich – also die drei Lagen aus Backing (Rückseite), Batting (Vlies) und Quilt Top zusammengesteckt. Dazu muss das Backing absolut faltenfrei und ohne Dehnungen und Straffungen auf den Boden geklebt werden. Darauf wird das Batting gelegt, und obendrauf das Quilt Top, und das ganze muss passend ausgerichtet werden und wird dann mit einigen Dutzend Sicherheitsnadeln zusammengesteckt. Das ist der Teil der Arbeit, den ich am wenigsten gerne mag, denn er ist nicht nur schweißtreibend, sondern auch schmerzhaft (Knie, Rücken). Es kann zwei Stunden dauern, bis ich das fertig zusammengesteckte Stück in den Händen halte.

Jetzt wird gequiltet. Oft wünschen sich meine Kund_innen ein Free Motion Quilting, also eines, bei dem ich den großen, sperrigen Quilt frei unter dem Nähfuß bewege und dabei ein Muster auf den Quilt „male“. Das erfodert viel Übung und Ausdauer, und auch das macht sich oft körperlich bemerkbar (Schultern, Nacken). Man kann ein FMQ ganz frei machen, in mäandernden Schlagenlinien, oder man macht es bildhaft; beispielsweise Blumen- oder Blätterranken. In letzterem Fall fällt zusätzlich eine Vorbereitungszeit von bis zu 2 Stunden an, da das Muster für ein gutes Ergebnis vorgezeichnet werden muss. Ein ganz freies FMQ braucht diese Vorbereitung nicht. Das Quilting selbst dauert in beiden Fällen etwa 3 bis 6 Stunden, bei besonders detaillierten, kleinteiligen Mustern auch mal 8 Stunden. Ein Linienquilting, also eines, das aus geraden Nähten besteht, hingegen dauert selten länger als 4 Stunden.

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Jetzt geht es schon in den Endspurt! Nicht mehr lange, bis der Quilt fertig ist! Die Seiten des Quilts müssen eingekürzt und begradigt werden, und dann werden sie mit Binding eingefasst. Dieses bis zu 8m lange Band habe ich vorher aus einzelnen Stoffstreifen zugeschnitten, diese aneinandergenäht und auf eine bestimmte Weise gebügelt. Jetzt wird es mit Klammern rund um den Quilt herum befestigt, und auf der Vorderseite mit der Maschine festgenäht. Auf der Rückseite nähe ich das Binding per Hand fest – 800 bis 1000 winzig kleine Stiche! Aber so sieht es einfach am schönsten und harmonischsten aus. Etwa 4 bis 6 Stunden dauert das Binding vom Zuschnitt bis zur Vollendung insgesamt. Dann ist der Quilt fertig, und ganz zum Schluss fertige ich noch ein individuelles Quilt Label an, dass ich, ebenfalls von Hand, auf der Rückseite des Quilts anbringe – nochmal ca. 30 Minuten.

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Ich bemühe mich bei jedem/ jeder einzelnen meiner Kund_innen, den Preis des Quilts möglichst präzise festzulegen, und in eigentlich allen Fällen versuche ich Herstellungskosten und -aufwand an das Budget des/ der Kund_In anzupassen. Ich möchte die Wünsche, mit denen die Leute zu mir kommen, gerne erfüllen, und bei den oben beschriebenen Arbeitsschritten gibt es einige Schräubchen, an denen man ein wenig drehen kann, um den ein oder anderen Euro einzuspraren. Nichts desto trotz nähe ich selten Quilts, die deutlich unter 400 Euro liegen (ein kleiner Babyquilt kann aber durchaus für 200 Euro realisierbar sein), und tatsächlich sind 600 Euro ein recht realistischer Durchschnittspreis. Die Mathematik überlasse ich euch nun selbst. Dass der Endpreis des Quilts nicht mein Lohn ist, sondern davon auch noch Umsatz- und Einkommenssteuer, sowie Anteile für allgemeinen Materialverbrauch (Nähnadeln, Rollschneiderklingen, Garn etc), wichtige Anschaffungen (Software, Fachliteratur, Weiterbildungsmaßnahmen, Werbemittel etc.), meine Krankenversicherung und Altersvorsorge abgehen, versteht sich natürlich von selbst.

Das, was von diesen 600 Euro übrig bleibt, ist am Ende nicht eben viel, und es ergibt vor allem einen echt niedgrigen Stundenlohn. Wer vergleichen möchte, kann sich ja spaßeshalber mal den Stundenlohn ausrechnen, den er oder sie als Festangestellte/ r verdient. Was bei meinen Quilts herumkommt reicht gerade, um so weit zu unserem Familieneinkommen beitragen zu können, dass wir uns einen recht bescheidenen, aber für unsere Begriffe guten Lebensstil leisten können. Und so lange dies gegeben ist, akzeptiere ich gerne, keine Reichtümer zu verdienen – dafür aber einer Arbeit nachgehen zu können, die mir so viel Freude bereitet, dass ich diese Möglichkeit als Geschenk begreife. Weil es aber auch schade ist, dass der Preis für meine Quilts trotz wirklich fairer Kalkulation für manchen Geldbeutel zu hoch ist, plane ich für 2015 etwas, dass dieses Problem vielleicht wenigstens zum Teil löst. Seid gespannt, ich bin es auch :)

15 Kommentare

  1. Susi
    Am 23.10.2014 um 11:47:02 Uhr [Link]

    Ich habe eine Freundin, die Quilts näht. Auch ihr Preisniveau liegt Deinem sehr nahe. Nachdem ich einen Nachmittag zuschauen durfte, wurde die Preisgestaltung transparenter. Und deswegen kann ich sagen: Du liegst nicht über dem Durchschnitt. Manche verkaufen sogar noch teurer.

    Viel Spass beim quilten und liebe Grüsse
    Susi

  2. NATURMAMA
    Am 23.10.2014 um 11:54:14 Uhr [Link]

    Das ist sehr interessant. Toll, dass Du so detailliert und ehrlich darüber schreibst. Immer wieder wird ja über die Wertschätzung und Bezahlung von handwerklicher Arbeit diskutiert und an vielen Stellen geklagt. Manchmal hat auch man das Gefühl, es wird wieder besser. Ich bin da optimistisch :-) Schön ist auf jeden Fall, dass Du das machst, was Dir Freude machst und dass Du damit, wie Du sagst, ausreichend zum Familieneinkommen beitragen kannst. Das ist ein gutes Gefühl. Liebe Grüße,

    Caro

  3. sandra
    Am 23.10.2014 um 12:20:03 Uhr [Link]

    ich habe mal spaßeshalber meinen meinen stundenlohn runtergerechnet…wenn ich es vergleiche verdienst du doppelt soviel wie ich…es wird immer leute geben, die mehr oder weniger verdienen…und letztendlich muss jeder kunde selber wissen wieviel geld er bezahlen will oder nicht…grüße sandra…

    • Claudia
      Am 23.10.2014 um 13:03:42 Uhr [Link]

      Sandra, wenn ich vom Durchschnittspreis die Material- und sonstigen Nebenkosten sowie Krankenversicherung und Einkommenssteuer abziehe und den Rest durch 30 Arbeitsstunden teile, dann komme ich auf einen Betrag, der knapp über dem Mindestlohn liegt. D.h. ja dann, dass Du weit unter dem Mindestlohn verdienst. Bist Du sicher, dass Deine Rechnung stimmt?

      Gruß, Claudia
      … deren Quilts wesentlich mehr Zeit brauchen (weil von Hand gequiltet) und damit noch teurer wäre …

  4. Paula
    Am 23.10.2014 um 12:41:56 Uhr [Link]

    Ich finde Du arbeitest sehr professionell und handwerklich perfekt. Deine Quilts sind nach meinem Dafürhalten zu preisgünstig, der handwerkliche Stundenlohn sollte eher einem Meisterstundenlohn entsprechen, nicht dem eines Arbeiters oder Angestellten. Wer sich Deine Quilts nicht leisten kann, könnte ja auch selbst versuchen das zu erlernen.

  5. lotti katzkowski
    Am 23.10.2014 um 13:04:09 Uhr [Link]

    Sehr interessant. Danke für die ausführliche Erklärung. Für mich klingt das alles sehr sinnig. Grob überschlagen komme ich auf einen Nettolohn von 10 bis 11€, was natürlich mehr ist als ich bekomme (kein Wunder ;-)) Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass du keine MwSt veranschlagen und abführen musst und keine Raummiete zahlst. Strom ist auch nicht in der Berechnung enthalten. Das würde sich beides noch ordentlich beim Verdienst bemerkbar machen.
    Ich persönlich finde nicht, dass das, was du nimmst, zu wenig oder zuviel ist, sondern es hört sich ziemlich gut kalkuliert an.
    Ich finde es manchmal schade, wie wenig das den Leuten bewusst ist, wie viel Arbeit so im Handwerk steckt und wie wenig das wertgeschätzt wird. Vielleicht schreibe ich da auch mal as drüber.
    LG

  6. Susi
    Am 23.10.2014 um 16:10:31 Uhr [Link]

    600 Euro bei 30 Arbeitsstunden – mit Stoff, der nicht billig ist. Nähmaterial, Vlies, Binding, dazu die Abnutzung der teuren Nähmaschine, die ja erst mal gekauft werden muss. Schneidwerkzeuge, ein ordentlicher Tisch,Software, Fachliteratur, Weiterbildungsmaßnahmen, Werbemittel, Umsatz-und Einkommenssteuer….

    Also ich komme da nicht auf 10-11€ – 5€ maximal kommt wohl eher hin. Aber dafür geht ja keiner von uns arbeiten…. Und die Mietz macht das ja nur aus Spass an der Freud ;)

    Liebe Grüsse :D

    • Claudia
      Am 23.10.2014 um 21:46:20 Uhr [Link]

      Das ist hier für mich die erste realistische Rechnung. Netto 5 bis 6 Euro war auch mein Ergebnis.

      *freut sich auf ihren Quilt der in 5 Wochen ca. hier sein sollte

      *summsummsumm*

  7. mom
    Am 23.10.2014 um 17:37:46 Uhr [Link]

    Vielen Dank, ich werde nächstes Jahr ein Seminar mit handwerklichem Schwerpunkt halten und hoffe sehr, dass danach nie, nie, nie wieder einer erwartet, dass ein Quilt 150 Euro kostet! Die Quilterin soll ja von etwas leben können!
    Mal eine handwerkliche Frage – auf dem Bild der kleinen Blocks von hinten sieht es aus, als wären die Nähte auseinandergebügelt. Ich habe mittlerweile eine Menge Quiltbücher intus, aber da steht immer, man solle die Nähte NICHT auseinanderbügeln, sondern auf eine Seite – hat sich die Technik für Dich nicht so bewährt?

    • ella
      Am 23.10.2014 um 17:43:16 Uhr [Link]

      Danke für deine Worte! Ja richtig, ich bügle die meisten Nahtzugaben auseinander, weil ich finde, dass das auf der Vorderseite perfekter aussieht. Außerdem knubbelt sich der Stoff dann an den Stellen, wo mehrere Nähte (und damit Nahtzugaben) aufeinandertreffen nicht so, sondern liegt schön flach. Das mache ich vor allem bei den Blocks so. Beim Zusammennähen der Bahnen zum Quilttop ist es dann meist einfacher, die Nahtzugaben auf eine (nämlich auf die farblich dunklere)zu bügeln. Aber da knubbelt dann auch nicht mehr so viel ;)

      • mom
        Am 24.10.2014 um 18:13:07 Uhr [Link]

        Vielen Dank für die Info, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, mich aber nicht getraut, die NZG auseinanderzubügeln!
        Deine Quilts sind übrigens für mich eine Augenweide, SO schön!

  8. Sandra
    Am 24.10.2014 um 19:08:28 Uhr [Link]

    Ich finde du solltest mehr Geld nehmen, was ist mit einer Rentenversicherung oder Rücklage, wenn du mal krank wirst? Du lieferst eine hochwertige Arbeit, da kannst du auch einen angemessenen Preis verlangen.

  9. Frau Lotterfix
    Am 24.10.2014 um 19:52:10 Uhr [Link]

    Interessanter Beitrag. Ich nähe gerade meinen zweiten Quilt (Babygröße), aber schon beim ersten habe ich Material und Stunden zusammengezählt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das gekauft eigentlich unbezahlbar wäre. Umso schöner finde ich es, dass es Menschen gibt, die die handwerkliche Arbeit schätzen und auch bereit sind, dafür zu zahlen. Ja, natürlich ist es viel Geld, aber in so einem Quilt steckt nun auch mal verdammt viel Arbeit drin!

    Ich finde übrigens schön, dass Du das Binding per Hand annähst – bin auch der Meinung, dass das so besser aussieht.

    Liebe Grüße, Frau Lotterfix

  10. Feengewitter
    Am 25.10.2014 um 12:47:33 Uhr [Link]

    Ich bin auf Deinen Blog aufmerksam geworden…..als ich einen Beitrag bei FB gelesen habe. Ich muß ganz ehrlich sagen…… wer meint….150 – 200 Euro für einen Quilt wäre hoch…… da kann man sich nur wundern.
    600 Euro finde ich schon gering angesetzt.
    Daher würde ich solch eine Arbeit auch nicht professionell betreiben.
    Beim Quilten…..da würde sich bei Dir ja schon fast eine „Quiltmaschine“ (so ein großes Ding – wo man den Quilt im Ganzen einspannen kann) lohnen. Aber ist halt auch wieder eine gewaltige Investition!!
    Deine Transparenz finde ich toll!!!
    Aber wenn Du schreibst…..2-3 Quilts evtl. in der Woche. Oh je…..dann kannst aber auch nichts anderes mehr machen.

    Bei mir nimmt alleine schon das Aussuchen von Stoffen eine ganze Menge Zeit in Anspruch. Ganz zu schweigen…..vom Zuschneiden.
    Aber liegt vielleicht auch an zu wenig Übung.
    Das mit dem Herumkriechen auf dem Boden…..das ginge bei mir überhaupt nicht (Behinderung – Rolli).

    Ein Fazit möchte ich mal ziehen:
    Man vergleiche mal Deine handwerkliche Arbeit mit einem Maler.
    Da stellt sich keiner an……wenn ein Bild mal eben 1000 – 2000 Euro kostet.
    Letztlich leistest Du sogar noch mehr kreative Arbeit……besonders wenn Du „Erinnerungsstoffe“ von den Kundinnen verarbeitest.

    Laß Dich nicht kirre machen. Du hast mehr verdient…..als 5 Euro/Stunde!!!
    Bei den „Nebenkosten“ bist Du sehr sparsam gewesen.
    Als Gewerbe angemeldet……kommt ja noch der ganze Bürokram hinzu.
    Strom bekommst auch nicht umsonst…..Arztbesuche kriegst auch nicht geschenkt (nur evtl. falls Dein Mann oder ein Bekannter ein Arzt wäre – *grins*).
    Diese Liste könnte man noch weiter fort führen.

    Handarbeit ist nun mal sehr wertvoll……und man traut sich schon nicht….seine Leistung mit einzubeziehen.
    Habe letztens gehört….daß Leute den Preis für handgestrickte Socken von 16 Euro ….. sehr teuer fanden. Hallo……die Wolle kostet schon 10 Euro!! Und für ein Paar Socken benötigt man mindestens 2 lange Abende. 6 Euro…..für 10 Stunden Arbeit?!?!?

    Laß Dich nicht ins Boxhorn jagen.
    Lieben Gruß
    Sabine (alias Feengewitter)

  11. antje
    Am 30.10.2014 um 00:05:57 Uhr [Link]

    ein Freund von mir, ebenso Handwerker-in wie ich, hat bei der Bemerkung „das ist aber teuer“ immer zurück gefragt: würden Sie selbst für 5 Euro die Stunde arbeiten?!
    Wirkt oft (nicht immer).
    lG
    antje

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