Früchte eines Näh- Wochenendes.

Ende letzter Woche habe ich einen kleinen Karton mit Job-Näherei zur Post gebracht und beschloss, das folgende Wochenende mal wieder nur zur privaten Näherei zu nutzen. Ich habe weniger geschafft, als ich gehofft hatte – das Wetter war einfach zu schön, um nur drinnen zu hocken. Aber ein paar Sachen kann ich nun doch von meiner Liste mit Nähplänen streichen.

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Das Mädchen hat eine winterlich warm gefütterte Strampelhose bekommen. Außen dünnes Stretch- Jeans, innen khakigrüner Jersey. Vorne drauf eine selbstgemachte Apfel- Applikation und wunderschöne Holzknöpfe vom Waldorf- Adventsmarkt. Zum ersten Mal habe ich mich damit auch an Knopflöcher herangetraut; ist ja wirklich lächerlich einfach mit so ner Knopfloch- Automatik an der Nähmaschine. Im Nachhinein echt albern, dass ich vor Knopflöchern lange irgendwie Schiss hatte. Der Schnitt ist von klimperklein und popeleinfach zu nähen. Und er ist wirklich sehr toll – die Hosen sitzen und passen perfekt; ich habe ja nach dem gleichen Schnitt schon eine Drüber- Hose aus Walk genäht. Genäht habe ich dieses Ecemplar in 86, was dem Mädchen gerade ganz genau passt. Sollte es im Laufe des Winters nötig werden, kann ich die Gümmibünde an den beinabschlüssen durch Strickbündchen ersetzen und die Hose so noch etwas länger tragbar machen.

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Eher zufällig bin ich vor einiger Zeit in einem Online- Shop über die letzten 35 cm von diesem wunderschönen Elefantenstoff gestolpert. Üblicherweise hab ichs ja nicht so mit all diesen überladenen, kreischbunt gemusterten Kinderstoffen – aber in diesen hier habe ich mich sofort verliebt. So schöne Elefanten! Weil der Stoff für das Raglan- Shirt fürs Mädchen ganz knapp nicht reichte, habe ich ein Bauchbündchen aus rotem Jersey angesetzt – und sehr breit nach innen umgeschlagen. So kann ich das Shirt mindestens für eine weitere Größe verlängern.

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Der kleine Sohn brauchte eine warme Schlafhose. Die hat er bekommen – Stoff von kleewald, Hosenschnitt Moira. Bei diesem Exemplar ist mir wieder aufgefallen, wie extrem weit die Beine dieser Hose geschnitten sind. Hat schonmal jemals ein Mensch auf diesem Planeten es geschafft, Moira mit Knöchelbündchen in der im Schnittmuster angegebenen Länge zu versehen, ohne den Hosenstoff dabei mehrmals in Falten legen zu müssen? Ich habe keine Ahnung, wie man normale Bündchenware derart gedehnt kriegen soll. Verratet ihr mir den Trick?

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Außerdem hat der Mann ein Shirt bekommen. Nach dem Schnitt „Max“ von pattydoo – ganz schlicht. Dunkelblau, keine Schulterpasse, keine Applikationen, normaler Rundkragen. Ein ganz normales Alltagsshirt halt, aber das aus ganz weichem Interlock. Der Schnitt ist super, nur den Halsausschnitt will der Mann beim nächstem Mal enger haben.
Für weitere Näherei in den nächsten Tagen habe ich bereits 3 Leggins für mich und eine Jeans für den großen Sohn zugeschnitten. Aber heute startet die Woche erstmal wieder mit beruflicher Näherei, denn hier stapeln sich schon Kartons mit Material für weitere Quilts. Wenn ihr für 2015 auch einen Quiltwunsch habt, könnt ihr mir den gerne über das Kontaktformular mitteilen. Habt einen schönen Start in die Woche!

Ein Kommentar

  1. Kerstin
    Am 03.11.2014 um 16:53:41 Uhr [Link]

    Mir gefällt die Idee, wie du mit geringem Aufwand die Sachen auf die nächste Größe anpassen kannst! Hose und Elefantenshirt werden nämlich bestimmt Lieblingssachen sein! GLG Kerstin

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