Linktipp zum Mittwoch: Wenn Modeblogger_innen nach Kambodscha geschickt werden.

Doku

Heute ist eigentlich wip wednesday, aber da gibts nicht viel Neues: Schbin im Schtress! Viel zu tun, wenig Zeit, Interessanteres könnte ich da auch heute nicht drüber schreiben. Stattdessen lege ich euch ans Herz, diese norwergische Doku (mit englischen Untertiteln) anzugucken. Drei Modeblogger_innen machen eine Reise nach Kambodscha, um sich anzusehen, wo die Kleidung, die sie so gern tragen herkommt, und wie die Menschen leben, die sie herstellen. Ich mag den süffisanten Ton nicht, in dem dort drüber geschrieben wird, aber die Doku trifft schon irgendwie einen wunden Punkt: Die Arbeitsbedingungen und das Elend der Arbeiter_innen, die unsere Kleidung nähen – und, wir wir wissen, nicht nur die billige Discounterkleidung, sondern auch hochpreisige Markenware – ist weit weg. Geht uns nichts an. Ändert ja doch nichts, wenn ein paar einzelne Konsument_innen dem Klamottenkonsumwahn abschwören und mehr auf Second Hand, Reparieren statt Wegschmeißen und Selbernähen setzen. Ich denke doch, dass letzteres irgendwann etwas bringen wird, wenn in den Köpfen von immer mehr Leuten ankommt, was für einen Wahnsinn wir mit unserem Konsumverhalten betreiben. Menschlich und ökologisch.

Ein Kommentar

  1. Me3ko
    Am 21.01.2015 um 15:09:15 Uhr [Link]

    Prima, dass die 3 jungen Leute erfahren woher ihre Kleidung kommt, dass es noch ein Leben gibt wo Mode, Make up und gutes Aussehnen einen ganz anderen Stellenwert(oder fast keinen) hat. Hoffentlich realisieren sie sich, dass dies der Alltag für die Näherinnen ist und ein Leben, so als die Norweger es führen, unerreichbar ist.
    Ob sie nach ihrer Reise noch immer 600 Euro monatlich für Klamotten ausgeben werden und Kleider kaufen die sie gar nicht anziehen?

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