Links zum Wochenende: Alternative Lernmethoden, Hartz IV, #werdarfleben, keine Pommes für Veganer_innen.

Dort, wo das Mädchen 3x wöchentlich zur Physiotherapie und zur Logopädie geht, gibt es viele Kinder mit dem sogenannten Downsyndrom. Ausnahmslos alles quietschfidele, lustige, zuckersüße Kinder; die meistens sehr kontaktfreudig sind und zu den liebsten Spielgefährt_innen des Mädchens während der Wartezeit gehören. Unvorstellbar, dass laut Statistik von 10 Kindern mit Downsyndrom nur eines auf die Welt kommen darf. Viel diskutiert wird gerade das Multimediadossier der ZEITonline, das sich mit dem Thema Pränataldiagnostik und der Frage „Wer darf Leben?“  am Beispiel von Trisomie 21 beschäftigt. Die Meinungen zu diesem Dossier gehen teilweise auseinander. Manche finden es bedingungslos gut, anderen kräuseln sich die Nackenhaare. Unter dem Hashtag #werdarfleben kann man die Diskussion auf twitter nachlesen. Ich finde es jedenfalls sehr begrüßenswert, dass so ein wichtiges Thema überhaupt ausführlich diskutiert wird, und vor allem: dass die Informationen auch in leichte Sprache übersetzt wurden, damit auch Menschen mit Lernschwierigkeiten verstehen, was da über sie geschrieben wird. Neben der konsequenten Untertitelung ausnahmslos jeder Fernsehsendung und dem Vorhandensein eines/ einer Gebärdendolmetscher_in zum Beispiel bei politischen Veranstaltungen oder Bundestagsdebatten, gehört das zur Verfügung stellen von Nachrichten auch in leichter Sprache für mich zur Inklusion von Menschen mit Behinderung unbedingt dazu.
Hier gibt es das Dossier in schwerer Sprache und in leichter Sprache zu lesen.

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Überleben im System – Tugendfurie schreibt auf der keine Unterschied darüber, wie es war, mit HartzIV aufzuwachsen und wie es jetzt ist, auch nach einem sehr guten Uni-Abschluss immer noch zusätzlich auf HartzIV angewiesen zu sein.

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In meiner Twitter-Bubble werden dieses Jahr unglaublich viele Kinder eingeschult. Viele Gespräche drehen sich um die Schulwahl, ob alternative Schulsysteme nun besser sind als das staatliche, oder vielleicht viel schlechter, weil die Kinder da ja angeblich gar nichts lernen. Eine Diskussion, die ich seit Jahren umschiffe (wie viele andere solcher Grundsatzdiskussionen auch), weil wir unsere Entscheidung schon lange getroffen haben, und ich niemanden von irgendwas überzeugen muss. Zufällig bin ich vor ein paar Tagen über den Film „Alphabet – Angst oder Liebe“ gestolpert, der ganz gut zum Thema passt.

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Alphabet – Angst oder Liebe von Wissensmanufaktur

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Ich habe kein Problem damit, mir Teile meiner Lebensmittel hin und wieder aus einem Supermarktcontainer zu ziehen, hingegen würde ich aber niemals bei einer der großen Fast Food Ketten essen. Warum? Darum. Was dort so „Essen“ genannt wird, hat für mich eine vielfach schlechtere Qualität, als eine Gurke aus dem Container.

Habt einen schnellen letzten Arbeitstag und einen schönen Start ins Wochenende!

2 Kommentare

  1. Kristina
    Am 23.01.2015 um 11:36:41 Uhr [Link]

    Hey! Super Links mal wieder, besten Dank dafür!!! Schulwahl hat mich auch sehr umgetrieben, wir haben uns auch jetzt für einen Gastantrag entschieden und hoffen dass es klappt (eine normale Mini-Dorfschule aber sie ist Modellschule Demokratie + Partizipation etc ala Gerald Hüther etc) Magst Du was zu Euren Überlegungen und Entscheidungen schreiben? Oder kannst Du Links aufschreiben wo Eltern sich dazu Gedanken machen? Wir standen hier ganz alleine überhaupt über Alternativen nachzudenken…das verunsichert mich und ich würde so gerne von anderen lesen, die auch über andere Möglichkeiten nachdenken…Grüße vom Rhein, Kristina

  2. Jela
    Am 25.01.2015 um 11:20:16 Uhr [Link]

    Hallo, auch ich danke für die Links und bin wie immer sehr froh über deine Zeilen. Aus reinem Interesse, ohne daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen oder sonstiges, würde auch mich eure Wahl sehr interessieren. Was haben wir da alles schon durch. Die Große (inzwischen 20) hat gute staatliche Schulen erleben dürfen, aber auch schlechte. Und eine schlechte freie Schule. Die kleinere Tochter (9) geht auf eine große Montessorischule. Damit sind wir in diesem Fall sehr zufrieden. Für den Kleinen (4) haben wir noch keinen Plan. Leider sind in unserer großen Stadt Plätze auf freien Schulen sehr rar, sonst wären wir entspannter. Bei ihm zählt dann auch die Geschwisterkindregel nicht mehr, sie sind leider vom Alter zu weit auseinander. So dass für uns wieder alles ganz offen ist. Ich würde mich jedenfalls freuen von euch zu lesen. Alles Liebe. Jela

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