Filmempfehlung für Waldorfinteressierte: Die erste Langzeitdoku über Waldorfschüler_innen.

 

15806679013_913897b1b0_kVor einigen Jahren stoplerte ich zufällig über den ersten Teil einer insgesamt dreiteiligen Langzeitdokumentation über Waldorfschüler_innen. Den ersten Teil habe ich damals online schauen können und mir gleich vorgenommen, dass ich auch die anderen Teile dieser Doku auf jeden Fall sehen will. Mittlerweile ist der zweite Teil erschienen. Der Teil über die ersten vier Jahre heißt „Guten Morgen liebe Kinder“; der über die Jahre 5 und 6 „Eine Brücke in die Welt“. Beide Teile kann man einzeln oder zusammen über die Webseite der Filmemacherin Maria Knilli bestellen.

In der Waldorfschule werden die Kinder die ersten acht Jahre lang durchgehend von einer Klassenlehrerin begleitet. Diese ersten acht Jahre lang ist Maria Knilli mit der Kamera immer dabei.  Im Unterricht, in den Pausen, bei Klassenfahrten, bei Schulfesten hält sie fest, wie die Kinder lernen und sich entwickeln, wie die Klasse zu einer Gemeinschaft zusammenwächst; welche Erfolge und welche Schwierigkeiten die 38 Schüler dieser Klasse durchmachen. Vermutlich kann man als Außenstehende_r derzeit keinen tieferen Einblick in Waldorf-Unterricht bekommen, als diese Dokumentation. Für Neulinge ist diese Filmreihe ein schöner Einstieg; wer sich schon ein bisschen intensiver mit Waldorfpädagogik auseinandergesetzt hat, der bekommt hier mal die Gelegenheit, zu sehen, wie das theoretische Konzept in der Praxis aufgeht.

Besonders beeindruckend finde ich, mit welcher Zuwendung und Aufmerksamkeit die Lehrerin mit den Schüler_innen umgeht, den Unterricht vorbereitet und wie die einzelnen Elemente des Unterrichts immer wieder ganz logisch ineinander zu fließen scheinen. Zwischen den Szenen aus dem Schulalltag wird immer wieder die Klassenlehrerin zu unterschiedlichsten Themen befragt; ihre Erläuterungen werden manchmal auch als erklärende Stimme aus dem Off eingespielt. Eine weitere Erzähler_innenstimme gibt es nicht, so dass sich allein durch die Bilder und die Ausführeungen der Lehrerin alles ineinanderfügt.

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Auch die Entwicklung der Kinder, wie sie sich das Lernen erschließen, ist sehr spannend anzusehen. Meine Lieblingsszenen haben – wen wundert’s – mit dem Handarbeitsunterricht zu tun. An Waldorfschulen lernen die Kinder gleich in der ersten Klasse die Grundlagen des Strickens, und ich musste echt kichern, als die Kinder bei Ihren ersten Strickversuchen gezeigt wurden. Das schien alles nicht so einfach zu sein mit den zwei langen Holznadeln und der dicken Wolle; einige haben damit fast eher gekämpft als gestrickt. Später dann, in der dritten Klasse, wird das Stricken vertieft. Die Kinder lernen, worüber mir immer wieder der Mund offen stehen bleibt, schon in diesem frühen Alter fair-isle-Stricken. Das kommt in der Doku nicht vor, das sehe ich aber regelmäßig, wenn an der Waldorfschule bei uns um die Ecke die Arbeiten der Schüler_innen ausgestellt sind. Mützen mit fair-isle, gestrickt von ca. 8jährigen Kindern! Wahnsinn! In der Dokumentation stricken sich die Kinder in der dritten Klasse ebenfalls Mützen und es gibt einen Jungen, der auf seine fertige Mütze dann so stolz ist, dass er sie permanent aufhat und gar nicht mehr abnehmen möchte :)

Während es im ersten Teil über die ersten vier Jahre noch sehr beschaulich zugeht, merkt man im zweiten Teil schon, dass die Kinder langsam auf die Pubertät zugehen. Sie hinterfragen alles und jeden; werden wilder und frecher. Auch im Unterricht geht es dann mehr zur Sache; man versucht das Bedürfnis nach Konfrontation mit der Welt aufzufangen: Auf all das sanfte Malen, Formenzeichnen, stricken, den spielerischen Unterricht folgen nun wissenschaftliche Fächer und schwierigere, aber auch verantwortungsvollere handwerkliche Tätigkeiten, wie beispielsweise das Schmieden.
Zum ersten Mal werden dann auch die Eltern der Schüler_innen befragt, was ich sehr aufschlussreich fand. Der zweite Film endet mit der Verabschiedung der Kinder in die Sommerferien, aus denen sie als Siebtklässler zurück an die Schule kommen werden. Der dritte Teil wird aktuell noch gedreht, und ich freue mich schon sehr drauf, auch den bald anschauen zu können.

***

Disclaimer: Ich habe hier in der Vergangenheit schon öfter angedeutet, dass ich die Waldorfpädagogik mag und für unsere Kinder den Besuch einer Waldorfschule erwäge. Und fast jedes Mal gab es danach natürlich auch Kommentare von Waldorf-Kritiker_innen, die dachten, sie erzählen mir etwas Neues, wenn sie mir mitteilen, dass Waldorfkinder ihren Namen tanzen, viel malen und leistungsmäßig mit Regelschüler_innen angeblich ja überhaupt nicht mithalten können. Es ist so: Wenn ich das deutsche Regelschulsystem für einen guten Maßstab hielte, würde ich meine Kinder vermutlich nicht auf eine Schule schicken, die andere pädagogische und didaktische Grundsätze vertritt. Ich werde weder heute, noch in Zukunft, auf diesem Blog ausführlich über Waldorfpädagogik referieren. Ich will nur mal klar gesagt haben, dass ich jegliche Kritik an Waldorfschulen und an der Weltanschauung Rudolf Steiners kenne. Und zwar sehr genau; vermutlich detaillierter als jede_r, der über „hihi, die tanzen da ihren Namen“ nicht hinauskommt. Ich beschäftige mich seit Jahren mit Waldorfpädagogik und habe auch die Schriften Steiners selbst gelesen. Ich weiß, was es an Steiner wirklich zu kritisieren gäbe, und trotzdem finde ich die Waldorfschule die beste Schulform für unsere Kinder. Und ich bin weder irgendwie verklärt, noch reite ich auf einem Einhorn zum Einkaufen (schade eigentlich). Ihr dürft mir ruhig glauben, wenn ich sage, ich bin umfassend informiert, und ich brauche keine weiteren Belehrungen. Danke!

 

14 Kommentare

  1. yggdrasil
    Am 02.02.2015 um 14:49:47 Uhr [Link]

    Liebe Ella,

    sowohl ich, als auch mein Verlobter durften schon etliche Waldorfschüler und -absolventen kennenlernen. Wie es „fachlich“ aussieht, also wie der Wissensstand mit dem der Regelschüler vergleichbar ist, dass weiß ich nicht, aber dafür weiß ich eins: Charakterlich sind Waldorfschüler weiter, sie sind „reifer“ und einfach… fertiger. Sie gehen i.d.R. offener auf andere (fremde) Menschen zu und auch selbstbewusster.

    Allein deswegen wäre das Waldorfkonzept für uns im Gespräch. Da wir (leider) keine Kinder bekommen werden, fällt das jedoch für uns flach.

    Mit diversen Aussagen (politischer Natur…) von Steiner komme ich nicht so recht klar, aber ich glaube nicht, dass das in der Praxis eine Rolle spielt. Wer weiß, vielleicht war er auch nur ein Kind seiner Zeit. Wie auch immer: Lass dir die „Waldis“ nicht mies machen. :-)

    LG

  2. MiKiMami
    Am 02.02.2015 um 15:41:07 Uhr [Link]

    Hallo!
    Ich als Lehrerin (und Mutter) im „ganz normalen“, also staatlichen Schulsystem, kann die Suche nach Alternativen gut verstehen.
    Leider habe ich in unserer Nähe nichts wirklich Überzeugendes gefunden, so dass meine Tochter da zur Schule geht, wo auch ich das tue. Bis jetzt ein für uns gutes und praktikables Modell. Beim Jungen müssen wir mal abwarten, wie er sich so entwickelt.
    Das aus meiner Sicht größte Problem in unseren staatlichen Schulen liegt in der mangelnden Zuwendung zum Kind und darin, dass naturgemäß verschiedene Beteiligte verschiedene Dinge verschieden wahrnehmen. Und leider haben wir viel zu oft die Situation, dass Eltern nicht wahrhaben wollen, dass ihr Kind überfordert ist und einer Förderung bedarf, die im Regelschulbetrieb von „ganz normalen“ Lehrkräften, ohne Unterstützung durch beispielsweise Förderkräfte oder Integrationshelfer, einfach nicht zu leisten ist.
    Ich bin nicht faul, aber ich fühle mich überfordert, wenn ich zusätzlich zu den „üblichen“ 22 Kindern mit 22 Päckchen noch zwei Kinder mit enormem Förderbedarf im Bereich der emotionalen Kompetenzen und drei mit extremer Lese-Rechtschreib-Problematik, gerne einhergehend mit einer verzögerten körperlichen Entwicklung und einer weit überdurchschnittlichen Intelligenz, optimal fördern soll und noch nicht einmal ein Fortbildungsangebot durch meinen Arbeitgeber erhalte.
    Ich bin um Himmels Willen nicht gegen Inklusion, aber das, was uns gerne als großartiger Fortschritt verkauft wird, ist nur eine andere Form der Diskriminierung. Ich als Lehrkraft kann mich um niemanden mehr wirklich kümmern, und am Ende bleiben viel zu viele auf der Strecke.
    Vernünftige Inklusionsarbeit in der Schule kann nicht zum Nulltarif geleistet werden. Sie verlangt großen Einsatz und Idealismus von allen Beteiligten – und sie kann nur gelingen, wenn Schulen auch in die Lage versetzt werden, sinnvoll inklusive zu arbeiten.
    MiKiMami

  3. Gabriela, Berlin
    Am 02.02.2015 um 16:20:10 Uhr [Link]

    Hallo MikiMami, aber ist denn die Waldorfschule mit deutlich mehr als 22 Kindern in einer Klasse denn eine gute Alternative? Und wenn ja, warum? Weil es dort keine Kinder mit solchen wie von Dir genannten Problemen gibt?
    Und ist es wirklich immer automatisch besser, wenn es nur einen Lehrer gibt? Und was, wenn der das Kind anders wahrnimmt, als den Eltern das gefällt?
    Ich finde es schwierig, diese von Waldorfs gern praktizierte Aufteilung in „Staatsschulen“ und „Waldorfschulen“ zu übernehmen, denn so wie nicht alle Waldorfschulen gleich sind, sind es doch auch nicht alle staatlichen Schulen, nur weil sie staatlich sind.
    Und das Problem mit der mangelnden Umsetzungsmöglichkeit von „Inklusion“ ist doch keines, was es an privaten Schulen nicht gibt, oder?

  4. M.
    Am 02.02.2015 um 17:06:54 Uhr [Link]

    Liebe Ella,
    danke sehr! Ich war, als Du den ersten Teil der Doku vorgestellt hast, selbst noch Schülerin (10. Klasse? Kommt mir ewig her vor ;-)) und habe den Film nach Deiner Empfehlung online gesehen – ich weiß noch sehr genau, dass ich oft schmunzeln musste und zwischendrin auch mal ein Tränchen verdrückt habe. Mittlerweile studiere ich Kunst und Deutsch auf Lehramt / Gymnasium und hadere immer mehr mit unserem Schulsystem… aber darüber zu schreiben, sprengt hier den Rahmen.

    Vielleicht habe ich ja irgendwann mal die Gelegenheit, die weiteren Teile zu sehen (habe immer mal wieder in online Mediatheken nachgesehen), im Moment sind meine finanziellen Prioritäten leider anders gelagert. Danke jedenfalls fürs Thema-wieder-aufgreifen. Da hab ich quasi seit dem Erscheinen des 1. Teil drauf gewartet.
    Liebe Grüße,
    M.

    • ella
      Am 02.02.2015 um 20:34:08 Uhr [Link]

      Hey M.,

      danke für deinen Kommentar! Ich habe ja auch mal bis zum 1. Staatsexamen Gymnasial-Lehramt studiert, und nach dem Praxisssemester gemerkt, dass ich vielleicht eine gute Lehrerin werden kann, aber (zumindest an einer staatlichen Schule) keine glückliche. Mich würde interessieren, mit welchem Schulsystem du haderst – mit dem staatlichen oder mit dem Waldorf-System?

      Liebe Grüße,

      ella

  5. Lena
    Am 02.02.2015 um 17:24:59 Uhr [Link]

    Liebe Frau Ringelmiez,
    vielen, vielen Dank für diesen Beitrag und den großartigen „Disclaimer“- Abschnitt!!!
    Als ehemalige Waldorfschülerin kann ich natürlich meinen Namen tanzen.
    Während meiner Schulzeit habe ich u.a. stricken, spinnen und schmieden gelernt. Ich habe immer wieder auf dem Feld und auf der Bühne gestanden und viele tolle Erfahrungen sammeln dürfen die mein Leben bis heute bereichern. Natürlich habe ich auch lesen und schreiben gelernt und es hat leistungsmäßig gereicht für ein Studium und meinen Wunschberuf, der meine fünfköpfige Familie gut ernährt.
    Liebe Grüße!!
    Lena
    :-)

  6. Helga
    Am 02.02.2015 um 18:54:30 Uhr [Link]

    Hallo,
    dieser Post hat mich gefreut.
    Wie ich aus dem Impressum Deiner Seite (und somit Deiner Adresse) erkennen konnte, meinst Du die Schule meiner Kinder, wenn Du über die Fair-Isle-Mützen schreibst.
    Ich kann Dich nur bestärken in Deiner Meinung, wir sind auf jeden Fall froh über unsere Entscheidung (und wir haben 3 Kinder an der Schule). Natürlich hängt es auch hier (wie aber überall sonst auch) von der Lehrerpersönlichkeit ab, welchen Unterricht das Kind erlebt. Aber das Waldorfkonzept hat einfach viele Vorteile, vor allem, dass weniger Druck auf die Kinder ausgeübt wird. Und für kreative Mütter wirklich seelennährend… ;-)

    Viele Grüße von Helga

  7. Katti
    Am 02.02.2015 um 19:14:14 Uhr [Link]

    Liebe Ella,

    ich lese schon länger „still“ hier mit und bin sehr inspiriert und dankbar für die Ideen und Gedanken die ich durch diese Seite und dich erhalten. Danke dafür!
    Ich war selbst Waldorfschülerin und obwohl ich gerade in der Pubertät auch mit dieser Schulform gehadert habe, muss ich rückblickend sagen, ist es mit das Beste was mir als Grundstein für mein Leben passieren konnte und ich glaube ich habe dort so viel Wichtiges für mein Leben gelernt, was ich jetzt erst mit Ende 20 so nach und nach begreife, z.B. das ich jetzt für meine Kinder Nähen und Stricken kann. Was mich persönlich immer aufregt, dass die Vergleichbarkeit mit Regelschulen und dem Lernstoff vom Gymnasium angezweifelt wird. Mein Jahrgang war an der Waldorfschule Göttingen der erste der ganz normal wie alle Gymnasien auch Zentralabitur machen musste. Wir hatten also gleichen Lernstoff und Prüfungen wie die Gymnasien auch und die Waldorfschule hat dann im Schulvergleich als beste Schule abgeschnitten. :-)
    Nach einem Lehramtstudium und Referendariat am staatlichen Gymnasium bin ich übrigens nur noch mehr von der Waldorfschule überzeugt. Wobei auch ganz klar gesagt werden muss, jede Waldorfschule ist anders und was sie ihren Schülern geben kann, hängt von den Lehrern und ELtern ab und kann daher stark variieren.
    Liebe Grüße und ich freue mich schon auf meine Stricknadelrolle. ;-)
    Katti

  8. Inka
    Am 02.02.2015 um 21:09:54 Uhr [Link]

    Bester Disclaimer ever :)

    Und aus Waldorfschülern können problemlos Familienernährer werden (wie auch Lena weiter oben schon schrieb) – von daher lass die Kritiker kritisieren. ;)

  9. Martina
    Am 03.02.2015 um 08:39:16 Uhr [Link]

    Mein Mann bevorzugt bei der Einstellung von neuen Lehrlingen immer die Waldorfschüler. Die haben eine ganz andere Arbeitseinstellung und Motivation sowie ein besseres technisches Verständnis. Wir haben selber drei Kinder und ärgern uns immer wieder über das staatliche Schulsystem hier in Niedersachsen. Leider hatten wir auch schon ganz oft Pech mit den Klassenlehrern unserer Kinder. Aber leider ist die Waldorfschule hier erstens sehr gefragt und mit langen Wartelisten und außerdem leider auch sehr teuer. Das konnten wir uns lange nicht leisten. Jetzt finde ich es zu schwierig für die Kinder, als Quereinsteiger dazuzustoßen. Leider! Gerade unsere mittlere hätte die bildliche Darstellung und das eigene Lerntempo sehr nötig gehabt. Sie hat eine lese-Rechtschreib-Schwäche…
    Liebe Grüße
    Martina

  10. Eva-Maria
    Am 03.02.2015 um 09:06:05 Uhr [Link]

    Huhu,
    Jede Schulform steht und fällt mit ihren Lehrern. Ob Waldorf oder Regelschule….ich habe auf jeder Seite tolle wie auch katastrophale Erfahrungen gemacht und mitbekommen.
    Das, was ich heute als Mutter furchtbar finde, ist G8. Mein Sohn ist auf einem Gymnasium (zum Glück Sportgymnasium NRW!) …und die Kinder leiden wirklich unter dem Druck.
    Ich frage mich: was wollen 17-18 Jährige an einer Uni, ich finde das viel zu früh. …keine Zeit für Pubertät gehabt sollen sie sich nahtlos in die Wirtschaft einfügen. ..wo bleibt die Zeit für das Leben, was es zu erfahren und zu entdecken gilt. …
    LG Eva

  11. MiKiMami
    Am 03.02.2015 um 19:50:54 Uhr [Link]

    Ich möchte nicht bewerten, welche Schule die bessere ist. Und ich bin durchaus nicht der Meinung, dass in eine Klasse nur eine Lehrkraft „gehört“. I ch wünsche mir lediglich, dass ALLE Beteiligten versuchen, vom Kond aus zu denken.
    lg

  12. rage
    Am 04.02.2015 um 18:09:45 Uhr [Link]

    Liebe Ella,
    den Film werd ich mir noch näher anschauen. Den Artikel nochmal richtig lesen, nicht nur quer… und den Disclaimer finde ich großartig. Manch einer mag denken, „Ja, ja, ja. Nur das Ende richtig lesen, schon klar…“
    Aber seitdem ich eigene Kinder habe und jedes Mal wenn ich mir Gedanken über unser Bildungssystem mache, aus beruflicher Sicht, dann komme ich nicht umhin festzustellen, schrecklich unzufrieden mit diesem SchulSystem zu sein.
    Jedes Mal wenn ich von Walddofschulen, MontessoriSchulen oder fehlender HomeschoolingOption in Deutschland spreche, ernte ich schräge, verständnislose Blicke. Nicht selten beginnt eine RechtfertigungsLitanei sondergleichen – meinerseits. Weil, wie kann ich das ernstnehmen und und und.
    (Darf ich mir deinen Disclaimer kopieren und in entsprechenden Situationen vorlegen? Steiners Schriften müsste ich zuvor noch lesen – aber das mache ich gerne!) Ich freu mich auf den Film. Und irgendwie schön, dass es mir nicht alleine so geht. (Sry.)

  13. Nina
    Am 05.02.2015 um 13:06:31 Uhr [Link]

    Liebe Ella,

    wie viele schon vor mir schrieben: Es steht und fällt mit dem Lehrer.
    Meine Tochter war auf der Waldorfschule, ich musste sie nach 5 Jahren runter nehmen und in die staatliche Schule schicken. (Die mir nach wie vor ein Graus ist!).
    Und wir waren nicht die einzigen, jedes Schuljahr gingen 4-5 Schüler aus der Klasse ab, meist wurde als Grund die Lehrerin genannt. Es gab Konferenzen, Anklagen, alles mögliche. Die Lehrerin ist immer noch da.

    Ich hätte mir sooooo sehr gewünscht dass die Waldorfschule für uns funktioniert hätte….

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