Bastelschrank reloaded.

Die letzten Tage seit der Veröffentlichung von Jasnas und meinem Indianerkostümartikel waren denkbar aufreibend. Glücklicherweise überwiegen nach wie vor die erfreulichen Rückmeldungen, aber es sind ja doch die negativen, die einem leider nachhaltiger im Gedächtnis bleiben. Und die waren teilweise (wie zu erwarten war) ziemlich heftig. Vermutlich wären sie nur halb so wild ausgefallen, wenn ich öffentlich 3 Katzenbabys ersäuft hätte. Ein freundlicher, sachlicher Text mit der Bitte, sich bezüglich Alltagsrassismus einfach mal selbst zu hinterfragen, scheint ein wirklich
großer Skandal zu sein. Jedenfalls brauchte ich zwischen all den Diskussionen, Derailings, und Beleidigungen immer mal wieder Ablenkung, und was eignet sich da besser, als aufräumen.

Vor einigen Jahren haben wir uns gebraucht einen wunderschönen, alten Schrank gekauft, in dem wir seither unsere Bastel-und Malmaterialien aufbewahren. In einem Haushalt, wie unserem kommt natürlich ständig was dazu, und in Kombination damit, dass die Kinder über einen Teil des Schranks freie Verfügung haben, führte das dann dazu, dass der Schrank irgendwann so aussah:


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So ein Chaos sieht nicht nur schlimm aus, sondern regt auch nicht gerade zum kreativen Arbeiten an. Da musste sich was ändern; und das vergangenen Wochenende schien sich perfekt dafür zu eignen. Ich habe den Schrank komplett ausgeräumt, die verschiedenen Materialien möglichst sinnvoll in Really Useful Boxes* zusammengefasst – mittlerweile wird gefühlt unser halber Hausstand von diesen Boxen zusammengehalten – und im Schrank nach Häufigkeit der Benutzung sortiert.

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Das klingt jetzt, als wäre es total einfach und schnell gemacht gewesen, aber Pustekuchen. Drei Tage chaotische Haufen auf Esstisch, Boden und Bügelbrett. Die Kinder haben weiterhin über einen kleinen  Teilbereich (Stifte, Papier, Scheren) freie Verfügung; dadurch, dass der Rest jetzt nicht mehr offen zugänglich und außerdem alles klar beschriftet ist, hoffe ich, dass die Ordnung besser zu erhalten ist, als vorher. Neu ist eine Kiste mit Platz für „work in progress“, damit noch nicht Fertiges nicht lose irgendwo reingeschmissen wird. Sieht jetzt halt eher wie der Materialschrank einer Grundschulklasse aus, und nicht mehr so beschaulich wie vorher, aber immer noch deutlich besser, als so ein wildes Durcheinander. Jetzt sieht es wieder hübsch aus, das gute Stück.

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Habt ihr auch so viel Bastel-und Künstler*innenmaterial? Wie bewahrt ihr das auf? Und wie sortiert und archiviert ihr die Bilder eurer Kinder?

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9 Kommentare

  1. irka
    Am 17.02.2015 um 11:56:13 Uhr [Link]

    Ich müsste ja auch mal… Sieht echt gut aus bei dir jetzt, ich schiebe diese Arbeit immer wieder auf, weils auch noch keine wirkliche Struktur gibt (derzeit auf drei Schränke und Regal im Büro verteilt). Das mit den Boxen ist echt ne feine Sache, Ich hab fast alles in Schuhkartons.

    LG
    Irka

  2. Carina
    Am 17.02.2015 um 12:22:40 Uhr [Link]

    Die Boxen sind der Knaller – da drin sammeln wir Karten (Spielkarten, Baskettballkarten, Visitenkarten …), große haben wir leider nicht. Deshalb ist Bastelkram (ebenso wie Wolle) in Schuhkartons, die außen beschriftet sind. Der Rest ist Chaos.
    Kinderkunst ist in DIN-A3 Mappen, die alle zwei Jahre rigoros ausgemistet werden. Einige wenige „überleben“ weil das Kind sie immer noch toll findet oder weil ich sentimental bin, der Rest geht weg.
    Der Schrank ist super!

  3. Kate
    Am 17.02.2015 um 12:35:18 Uhr [Link]

    Bei uns war bis zum Umzug auch alles auf Kinderhöhe und alles frei zugänglich. Kleine neugierige Nasen haben dann oft Papier, Stifte und Sticker geräubert. Nachdem ich kapiert habe, dass sie für Rücksicht und maßvoller Umgang (zum Beispiel mit Kleber) noch zu klein sind, habe ich im neuen zu Hause Schätze und für mich wertvolle Bastelutensilien in Schränke mit Türen auf Höhe über Kinderaugen in Kisten verpackt. Dafür gibt es aber auch Schubkästen und Schränke in denen die jederzeit zugänglichen Bastelsachen liegen. Ich sortiere dort regelmäßig und ordne wieder an, glaube aber, dass genau das der Ort für Vorbild ist, den Ordnung gibt es dort immer nur in der Zeit zwischen meinem Aufräumen und dem ersten Handgriff der Kinder in diese Fächer ;)

  4. Jen
    Am 17.02.2015 um 14:32:40 Uhr [Link]

    Hahahaha, kreatives Chaos, das kenne ich nur zu gut. Ich habe ein großes Ikea-Regal (den Klassiker natürlich XD) und da fliegen massenweise Scrap-Papiere, Tapes, Klebchen und anderer Kleinkram drin herum. Vor dem Einzug meiner schnurrenden Vierbeiner muss ich das noch etwas katzensicher gestalten. Solche Utility Boxen eignen sich dafür natürlich hervorragend.
    Bisher habe ich lauter kleine offenen Kistchen, die mehr oder weniger thematisch sortiert sind. Also, kleine Papierschnippsel und Tags in einer Kiste, Bänder und Schnüre in einem Körbchen, Klebchen wieder in einer Kiste. So ist es zumindest halbwegs sortiert, wenn auch nicht unbedingt ordentlich.
    Aber dein Schrank sieht nun wirklich wieder ordentlich aus. Ich drücke die Daumen, dass es so bleibt. :)

    LG
    Jen

  5. Martina
    Am 17.02.2015 um 20:15:29 Uhr [Link]

    Ich habe zwar einiges an Bastelmaterial, allerdings leider überall verteilt… Irgendwann sollte ich es auch einmal zentralisieren. Die Bilder meiner Kinder hängen erst einmal an der Küchentür. Bei drei Kindern ist sie meist recht voll. Irgendwann tauschen Sie sie selber aus. Besonders schöne Bilder werden abfotografiert. So gehen sie nicht kaputt oder verloren.

  6. Helena
    Am 17.02.2015 um 21:54:05 Uhr [Link]

    …und plötzlich hat man wieder Platz … wer kennts nicht :D

    Liebe Grüße,
    Helena

  7. Irene
    Am 18.02.2015 um 08:54:12 Uhr [Link]

    Ich fürchte, ich brauche drei Jahre zum Aufräumen. Allerdings steht das Frühjahr vor der Tür und dann… Da ich hauptsächlich filze, weiß ich schon gar nicht mehr wohin mit den ganzen Wollbergen. Da ich gerade mitten in einer zweijährigen Filzausbildung bin, wird es sich die nächste Zeit auch nicht entspannen. Aber das Chaos und ständige suchen nervt. Das mit den Boxen für kleinere Wollreste etc. überlege ich mir.

  8. ClaudiaN
    Am 18.02.2015 um 11:14:51 Uhr [Link]

    Ich kenne auch dieses Kreative Chaos. Und immer wenn man denkt jetzt hat man „die“Ordnung geschaffen reicht der Platz schon wieder nicht mehr. Die Malarbeiten meiner Kinder habe ich immer in großen Mappen aufbewahrt. Die Habe ich aus Pappe auch schon mal selbst gemacht.
    Dein Schrank gefällt mir. Ich mag solche alten Teile. Würde gut in mein 200 Jahre altes Fachwerkhaus passen.
    Liebe Grüße
    Claudia
    PS: Ich fand deinen Artikel zum Thema Indianer sehr mutig. Lass dich von den negativen Meinungen nicht beirren.

  9. Irkabeate
    Am 02.03.2015 um 19:29:19 Uhr [Link]

    Klasse. Solche Boxen sind genial. Und nachdem ich deinen Artikel gelesen und kommentiert hatte, hab ich mich auf die Suche nach Boxen gemacht und jetzt gefunden (Sunware Multibox ausm Baumarkt – im Netz sind die fast doppelt so teuer) – das sind welche mit Einsatz. Für „einfach so“ verstauen nutze ich weiter die Schuhkartons.

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