Rezept der Woche: Unser Bärlauchpesto.

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Die Bärlauchzeit hat angefangen! Für mich das leckerste Zeichen, dass es jetzt wirklich losgeht mit dem Frühling. Ich liebe Bärlauch! Jedes Jahr mache ich mehrere große Gläser Bärlauchpesto daraus, das wir vielseitig verwenden: Natürlich ganz klassisch mit Pasta, aber zum Beispiel auch mit veganem Frischkäse vermischt als Brotauftrich oder Sandwichcreme. Ein Klecks Bärlauchpesto in einer Gemüsesuppe ist auch sehr lecker; überhaupt kann man Pesto wunderbar als Würzmittel verwenden – im Risotto, in der Salatsoße, für einen Dipp…es gibt viele Möglichkeiten. Unser Bärlauchpesto mache ich vegan; der nicht-vegane Teil der Familie kann sich den Käse dann zusätzlich auf die Nudeln reiben.

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Ihr braucht (für ca. 3 Gläser Pesto):

ca. 280 g Bärlauch (bei mit waren das 5 Bünde)
ca. 200 g Nüsse (ich nehme am liebsten eine Mischung aus Walnuss- und Cashewnüssen)
1 große Zehe Knoblauch
Salz
Saft einer halben Zitrone
eine nicht näher bestimmbare Menge gutes Olivenöl
einen Zauberstab/ Stabmixer

Und so geht’s:

16688299128_8294d417e0_kDen Bärlauch in Streifen schneiden, die Nüsse grob hacken, den Knoblauch reiben. Alles in eine Schüssel geben, mit 1 TL Salz bestreuen, ZItronensaft und eine erste ordentliche Ladung Olivenöl dazugeben. Mit dem Zauberstab nach und nach zermixen; dabei immer wieder zwischendurch ein oder zwei Schlucke Olivenöl dazugeben. Die Menge kann ich nicht genau angeben, weil ich einfach immer so viel Olivenöl nehme, bis die Konsistenz stimmt. Die sollte dick-pastös sein, also keinesfalls dickflüssig. Eher ein bisschen so wie…grob gestampfter Kartoffelbrei vielleicht. Wenn die gewünschte Konsistenz erreich ist, schmecke ich ab. Das Pesto sollte so pur eine Spur zu salzig schmecken, dann ist es auf den Nudeln meistens perfekt. Das fertige Pesto fülle ich in Schraubgläser, bis ca. 1-2 cm unterhalb des Randes, und Decke die Oberfläche mit Olivenöl zu. So hält es sich im Kührschrank gut mehrere Wochen.

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Um damit Nudeln zu machen, mische ich (für unsere Familienportion von ca, 750g Nudeln, die wir mittlerweile brauchen) etwa 4-5 großzügige EL Pesto mit einer Suppenkelle des kochenden Nudelwassers. Die abgegossenen Nudeln vermenge ich im Topf mit dieser Pestosuppe – und zwar so lange, bis sich das Pesto vollständig um alle Nudeln herum gelegt hat, und die noch heißen Nudeln fast das gesamte Wasser aufgenommen haben. Das bedeutet so ca. 2 Minuten intensives Durchmischen der Nudeln mit Gabel und Löffel. Auf jede Portion kommt dann noch ein kleiner Klecks Pesto zusätzlich. So einfach, so lecker. Das meiste von den 750g Nudeln verputzen unsere Jungs mittlerweile…und haben dann hinterher grasgrüne Pestomäuler ;-)

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10 Kommentare

  1. Helena
    Am 21.03.2015 um 12:39:37 Uhr [Link]

    Hier auch, das erste Pesto und die erste Butter hab ich schon letzte Woche gemacht, aus ganz jungen Blättchen. Die schmecken am intensivsten :).
    Bärlauch darf hier allerdings nur in kalter Form auf den Tisch, als Pesto, super in der Salatsoße, als Butter, mit Frischkäse … oder pur. Pesto ist eh so ein Tausendsassa.
    Aber Nudeln sind hier auch noch sehr beliebt und gerade bei unserem derzeitigen Eiersegen ein willkommenes Festmahl. Bärlauchnudel mit Feta und Öl und ein paar gehackten Nüsse oder Sonnenblumenkerne – lecker.

    Wie lange lagerst du euer Pesto im Kühlschrank? Hab noch vom letzten Jahr und trau mich nicht es zu probieren. Kein Schimmel.

    Später zieh ich nochmal los. Unser Pestoglas ist nämlich gerade leer geworden.

    Liebe Grüße und guten Hunger,
    Helena

    • Gaby
      Am 21.03.2015 um 23:25:09 Uhr [Link]

      Hallo Helena,
      wenn Dein Pesto nicht schimmelt, Du also richtig saubere Gläser hattest, die grüne Masse ein bisschen mit Öl bedeckt ist bzw. der Deckel noch gar nicht geöffnet war, und Du es im Kühlschrank hattest, kannst Du es noch essen. Unseres schmeckt jedenfalls noch genau so gut wie im letzten April, als ich es gemacht habe. Zum Teil mit Nüssen übrigens, ist kein bisschen ranzig, vielleicht weil konserviert im Öl.
      Ihr habts gut. Hier im Norden ist noch fast Winter – der Bärlauch kommt hier eigentlich immer erst im April zum Vorschein.

      • Helena
        Am 22.03.2015 um 09:51:40 Uhr [Link]

        Dann will ich mal mutig sein, danke :). Sieht nämlich noch super aus.

        Liebe Grüße,
        Helena

  2. Helena
    Am 21.03.2015 um 12:44:32 Uhr [Link]

    Ach ja, ich gebe in mein Pesto das ich lagern möchte auch keine Nüsse oder Käse, dann kann schon nix ranzig werden. Ist dann nur das Kraut, Salz und Olivenöl. Beim Verwenden verfeinere ich dann erst. Also lagert in meinem Kühlschrank eigentlich eingesalzener und geölter Bärlauch. Und wahrscheinlich sogar noch gut. Aber jetzt gibts ja Frischen :D.

    Auch sonst mag ich Käse im Pesto ehr nicht, lieber später frisch drüber.

  3. Marta
    Am 21.03.2015 um 15:02:26 Uhr [Link]

    Wenn du Pesto länger genießen möchtest, kannst die Gläser einfach einfrieren. Ich mache es jedes Jahr, so das wir bis zum nächsten Saison Vorrat haben. Und Platz im Kühlschrank ist mir auch Goldwert!

  4. Martina
    Am 21.03.2015 um 15:13:56 Uhr [Link]

    Das klingt ganz toll, werde ich nachmachen! Danke für das Rezept!
    Lg Martina

  5. antje
    Am 22.03.2015 um 12:27:43 Uhr [Link]

    Liebe Ella, als ich gestern Abend dein blog las musste ich lachen, die frühsonntägliche Ernte war nämlich schon geplant.

    Bärlauch on the blog – auch jetzt bei mir: http://www.myblog.de/antje168.

    Bei mir langt das Bärlaichpesto eh‘ nie länger als bis es das erste Basilikumpesto gibt.

    lG aus dem Süden
    antje

  6. Irene
    Am 23.03.2015 um 10:54:48 Uhr [Link]

    Liebe Ella, ich kann ihn riechen. Den Bärlauch. Nur leider noch nicht hier im Allgäu, also freue ich mich über deine Bilder und auf die Vorfreude, wenn auch hier endlich die Vegetation erwachst. Liebe Grüße

  7. Dani
    Am 23.03.2015 um 21:17:10 Uhr [Link]

    Es gibt schon Bärlauch????? Oh Gott, jetzt aber schnell….im Umzugswahn gerade gar nicht mitbekommen.

    Meine Familie und ich gehören zu den Großproduzenten, etliche Pürierstäbe sind schon in die Knie gegangen. Jetzt kommt das ganze in den Mixer (der von KitchenAid, man gönnt sich ja sonst nichts!). Man muss ja schließlich hinkommen bis zum nächsten Jahr.

    Geht auch gut im Dressing, einfach bisschen Pesto in Joghurt einrühren.

    Häufig „verdünnen“ wir das ganze noch mit Spinat, weil der frische Bärlauch aus dem Wald doch schon mächtig Bumms hat und, obwohl ich ihn liebe, mir dann zu scharf ist ^^ Aber es wird eh gerade so gemacht was gerade greif- und verfügbar ist.

    Übrigens hat Bärlauch desinfizierende Wirkung und ist gut für den Magen. Sehr hübsch als kleine Frühjahrskur für den Körper und die schmeckt auch noch.

    Liebe Grüße
    Dani

  8. Homestory: Bärlauchpesto meets Bücherregal | Bohemia1973's Blog
    Am 24.03.2015 um 21:57:18 Uhr [Link]

    […] gibt es was zu Essen! Die gute Frau Ringelmiez brachte mich auf die Idee, heute gibt es mal […]

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