Links zum Wochenende

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Eine Sache, die ich überhaupt nicht leiden kann, sind Zoos mit Tieren vom anderen Ende der Welt und Zirkusse mit Tieren. Beides mag ich so wenig, dass ich auch sämtliche Spielzeuge, Bücher und Motivstoffe mit diesem Thema boykottiere. Warum? Darum.

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Die Zimmer unserer Jungs quellen über vor Legosteinen. Kein Geburtstag, ohne nicht mindestens ein heiß ersehntes Legoset. Darüber, dass Lego bald möglicherweise ohne Mineralöl gefertigt werden könnte, habe ich mich einfach gefreut.

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Clemantine Wamariya floh im Alter von 6 Jahren gemeinsam mit ihrer Schwester vor dem Massaker in Ruanda. Hier erzählt sie ihre Geschichte.

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Heiß diskutiert in den letzten Tagen: Das Hotpants-Verbot an einer deutschen Schule. Mann ey. Können wir Mädchen und Frauen nicht einfach mal in Ruhe lassen?  Auch die tolle Margarete Stokowski hat was dazu geschrieben.

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Zwischendurch mal kurz mit offenem Mund staunen über die Kunstfertigkeit anderer: gestickte Tiere von Chloe Giordano.

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Der Mann und ich hatten jahrelang kein gemeinsames Schlafzimmer, sondern jede*r ein Zimmer für sich. Erst mit dem dritten Kind war der Platz dafür nicht mehr da und wir zogen mit unseren Betten widerwillig in ein gemeinsames Zimmer. Es ist zwar noch eine ganze Weile hin, aber ich Wette: Sobald das erste Kind auszieht, werden wir unsere Betten wieder trennen. Weil getrennte Betten einfach praktischer sind. Und mehr Sex Appeal haben.

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Dieses Wochenende werden nach langen Wochen der Vorfreude endlich Murmel und Minze bei uns einziehen: Unsere beiden neuen Kätzchen. Der große Sohn ist gerade ganz besonders im Katzenfieber und will daher im Internet dauernd nach Sachen über und mit Katzen suchen. Daher wissen wir jetzt zum Beispiel, dass freilebende Katzen ohne menschliche Zuwendung im Schnitt nur 1,4 Jahre alt werden. Wir haben Fotos angeguckt von Tierheimkatzen, die im hohen Alter endlich doch noch ein neues Zuhause gefunden haben. Ich habe diesen Artikel gelesen darüber, dass die moderne Tiermedizin es schwer macht, den Zeitpunkt zu erkennen, an dem man sich von seinem Haustier verabschieden sollte. Und dann ist da noch die Geschichte der 53 Katzen, allesamt schwer verstört, voller Parasiten und Bisswunden, viele schwer krank oder trächtig, die vor ein paar Tagen aus einer völlig verdreckten Freiburger 1-Zimmer-Wohnung befreit wurden. Ihre Besitzerin ist damit schon zum vierten Mal wegen Animal Hoarding auffällig geworden. Bevor die Nachricht kam, dass wir Kätzchen von meiner Hebamme bekommen können, habe ich schon monatelang immer wieder auf den Seiten des Freiburger Tierheims nach einer passenden Pelzkröte für uns geschaut. Wären wir nun nicht schon „versorgt“, würden wir wohl spätestens jetzt dorthin gehen, und einer oder zwei der 53 Katzen ein neues Zuhause geben.

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Habt ein schönes Wochenende!

 

 

3 Kommentare

  1. Clarissa
    Am 10.07.2015 um 11:29:34 Uhr [Link]

    Danke für die wie immer spannenden Links! Die Geschichte von Clemantine Wamariya ist wirklich unglaublich.

    Die geringe Lebenserwartung von wild lebenden Katzen hat mich ganz schön erschrocken, im Artikel liest es sich dann aber ja nicht ganz so krass: „Die durchschnittliche Lebenserwartung der Katzen lag bei den männlichen Tieren zwischen 1,4 und 3,2 Jahren und bei den weiblichen Tieren bei 3,3 bzw. 4,2 Jahren.“ Damit liegt der Durchschnitt dann ja doch um einiges über 1,4 Jahren. Etwas seltsam finde ich aber die Schlussfolgerung, Katzen lieber in der Wohnung zu halten, als ihnen Freilauf zu ermöglichen – ich denke die Katzen in der Studie sind bestimmt nicht so jung gestorben, weil sie draußen waren, sondern vor allem weil es an guter Ernährung und medizinischer Versorgung mangelte. Als Adoptiv-Schwester eines glücklichen Freigängers kann ich mir nicht vorstellen, dass unser Kater als reine Wohnungskatze glücklich wäre – der braucht seinen Lieblingsplatz auf dem Kompost (nicht immer schön, was er von dort so mitbringt, aber nun ja…) und die Abenteuer mit den anderen Katzen. Damit will ich Wohnungshaltung gar nicht verurteilen: wenn eine Katze von klein auf daran gewöhnt ist und genug Beschäftigung (und am besten auch noch kätzische Gesellschaft hat) ist das sicher prima. Finde es nur immer ein bisschen schade, wenn Katzenbesitzer als verantwortungslos hingestellt werden, weil sie, siehe Artikel „das Risiko eines Unfalls oder einer sonstigen tödlichen Verletzung“ eingehen. Ich bleib ja selbst auch nicht den ganzen Tag im Haus.

    Abgesehen davon freue ich mich natürlich schon riesig auf gaaaanz viel tollen Cat-Content!! :D

  2. creawolle
    Am 11.07.2015 um 19:08:33 Uhr [Link]

    Ooooh, was für süße Kätzchen. Wir haben am vergangenen Samstag auch ganz spontan ein junges Katerchen bei uns aufgenommen. Wir hatten die Woche über Zeit miteinander und unser neues Familienmitglied fühlt sich schon sehr wohl bei uns. Wünsche Dir und Deiner Familie viel Freund mit den jungen Kätzchen.

    Wollte nochmal nachfragen, ob das Mädchen die Tastbretter mochte. Würde mich sehr darüber freuen.

    Liebe Grüße,

    Martina

    • ella
      Am 13.07.2015 um 10:25:12 Uhr [Link]

      Oh ja, für die tollen Materialien wollte ich mich eh nochmal bedanken! Vielen, vielen Dank! Sind ja echt supertolle Sachen! Das Mädchen mag vor allem die Fühlsäckchen. Die Tastbretter findet sie noch etwas komisch, aber das kommt bestimmt auch noch. Die Jungs lieben die Rasselintrumente und den Balanciermond. 1000 Dank!

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