Links zum Wochenende: Kuchen gegen fatshaming, Hass auf Arme, bittere Satire.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Ich hab ja einen gewissen Hang zur Utopie. Leider wird es mit dem Leben von Utopien etwas schwieriger, sobald man außer für sich selbst noch für andere Menschen und deren Auskommen zu sorgen hat. Aber eine schöne Erinnerung an das, worauf es wirklich ankommt, sind Utopien dennoch. Gerade auch bei der Berufswahl: Was würdest du mit deinem Leben anfangen, wenn Geld nicht der aussschlaggebende Punkt wäre?

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Cashmerette, eine meiner allerliebsten amerikanischen Plus Size- Nähbloggerinnen schlägt vor, dem Hass auf Dicke mit Kuchen zu antworten:

„Bigger women deserve to eat whatever they’re hungry for just as much as smaller women. No food is inherently unhealthy (except poisonous things!), as my nutritionist pointed out to me many, many times as I was learning how to do Intuitive Eating. Food isn’t moral, and neither is fat. Beyond that, you can tell virtually nothing about what someone eats based on what they look like. “It’s just calories in/calories out” was debunked very many years ago, and my personal experience with tons of skinny friends who eat junk food every day and tons of bigger friends who eat mostly vegetables and work out regularly is proof enough for me.“

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Hartz-IV-Empfänger gelten als Schmarotzer*innen, Griech*innen als faul, Arbeitslose als Versager*innen. Ein ziemlich gutes Radio-Feature darüber, warum unsere Gesellschaft Arme verachtet.

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Zwischendurch mal ein bisschen Gänsehaut: Der italienische Ort Cesena wünscht sich nichts mehr, als dass die Foo Fighters für ein Konzert vorbeikommen. Um die Band dazu zu bewegen, haben sie ein Video aufgenommen, in dem 1000 Musiker*innen und Sänger*innen einen Song der Foo Fighters performen.

 

 

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In letzter Zeit finde ich es oft bitter, dass es gerade ein Satiremagazin ist, das Missstände am treffendsten auf den Punkt bringt – während es vielen journalistischen Medien auch bei Themen, bei denen sich das eigentlich verbieten sollte, vor allem um den Clickbait geht.

„Gehasst zu werden, nur weil man zur falschen ethnischen oder religiösen Gruppe gehört, ist zum Glück nicht neu für mich“, erklärt Azmeh. „Genau davor bin ich ja geflohen – und natürlich aus Angst, dass meine Wohnung irgendwann plötzlich in Flammen steht.“Dass er eines Tages froh über seine Kriegserlebnisse sein würde, hätte Azmeh nie gedacht. „Diese hasserfüllten Blicke, die einfache Ideologie, Selbstjustiz… Wenn ich dem IS für etwas dankbar bin, dann dafür, dass er mich hervorragend auf die Neonazis vorbereitet hat.“

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Das war’s für heute. Für mich beginnt nun ein rappelvolles Wochenende mit der Verabschiedung des großen Sohns aus dem Kindergarten. Ich werde bestimmt fast nicht heulen!

2 Kommentare

  1. Karin
    Am 31.07.2015 um 12:47:01 Uhr [Link]

    Wenn Desena es tatsächlich mit diesem Aufruf schafft die Foo Fighters vor Ort zu bringen will ich dabei sein – hoffentlich bleibt das nicht Utopie.
    Dafür wird das fast nicht heulen ganz sicher Realität. Freue dich darauf!
    Viele Grüße,
    Karin

  2. die Smileykiste
    Am 31.07.2015 um 12:55:30 Uhr [Link]

    Hallo,

    bei dem Link zum Radiointerview sind am Anfang drei Buchstaben zu viel drin. =)

    Liebe Grüße

    die Smileykiste

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