Stricknadelrollen-News #9: Licht am Ende des Tunnels

Uff.

 

Das fasst mein Grundgefühl der letzten Wochen ganz gut zusammen. Nicht nur stricknadelrollentechnisch, sondern generell beruflich waren die letzten Wochen so vollgepackt mit Arbeit, das ich zwischendurch echt das Gefühl hatte, den Boden unter den Füßen nicht mehr zu spüren. Und es reißt nicht ab: Während ich aktuelle Projekte bearbeite und danach weitere in der Warteschleife stehen, bin ich parallel schon wieder mit der Planung und Organisation weiterer Projekte beschäftigt. Zwischenzeitlich musste ich sogar eigentlich echt ganz schöne Aufträge ablehnen, weil ich einfach keine Kapazitäten mehr frei habe. Sagen wir es so: ich habe in den vergangenen Wochen viel Gelegenheit gehabt zu realisieren, dass meine Arbeitsorganisation, von der ich eigentlich dachte, sie sei einigermaßen gut organisiert und routiniert, doch noch einige Ecken und Kanten hat, die ich bald ausbügeln muss. Aber das ist ein eigenes Thema für sich, über das ich beizeiten auch nochmal bloggen werde. Ihr wollt ja nun wissen, wie es mit den Stricknadelrollen aussieht.

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Ja, ich muss zugeben: ich bin etwas in Verzug geraten und werde meinen eigentlichen Plan (nachdem ich die Rollen bereits jetzt gerade verpacken und verschicken wollte) nicht ganz erfüllen können. Zusätzlich zu dem nach wie vor nervigen Zustand, dass ich nicht ausreichend Zeit habe für all die Arbeit, die ich gerne machen würde und machen könnte, weil die entsprechenden Anfragen tatsächlich vorhanden sind – zusätzlich musste ich bei den Stricknadelrollen mehrmals einige Tage pausieren, weil mein Rücken das stundenlange Sitzen an der Nähmaschine leider nicht mehr mitmacht. Wenn ich nicht rechtzeitig aufhöre, kann es sein, dass ich mich mehrere Tage kaum und nur unter Schmerzen bewegen kann und zu Konzeptionsarbeit und Buchhaltung im Liegen auf dem Sofa verflucht bin. Die 4 Hitzeperioden mit bis zu 7 Tagen hintereinander mit 35 bis 40 Grad taten ihr Übriges.

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Aber guckt mal: Seit es wieder etwas kühler ist, war ich fleißig und habe versucht, so viel wie möglich aufzuholen. Es ist ein Ende absehbar. Mein aktueller Plan lautet, die Rollen diese Woche noch komplett fertigzustellen, und nächste Woche zu versenden. Das Verpacken wird dabei auch nochmal einige Zeit in Anspruch nehmen, immerhin sind rund 125 Rollen hübsch einzupacken, mit Rechnung, Briefchen und Gimmick zu versehen, und in um die 90 Kartons zu packen, die dafür erst noch gefaltet und frankiert werden wollen. Was die Versandart an sich angeht, habe ich mich übrigens nochmal umentschieden: Nachdem es nun nachweislich wiederholt vorgekommen ist, dass Päckchen und Maxibriefe, die ich in meiner Stamm-Postfiliale abgegeben habe, dort mehrere Tage liegengeblieben sind, bis sie dem DHL-Fahrer endlich mitgegeben wurden, werde ich den Großteil der Sendungen als versichertes Paket auf den Weg bringen- auf jeden Fall alle, die mehr als eine Stricknadelrolle enthalten. Vielleicht entschließe ich mich sogar noch, alle Pakete versichert zu verschicken, um das Risiko absolut zu minimieren – auch wenn das am Ende eherblich mehr Porto kosten wird, als ich ursprünglich veranschlagt habe.

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Früher habe ich mich ja auch immer über vermeintlich zu hohe Portokosten geärgert, die scheinbar nicht im richtigen Verhältnis zum Wert der bestellten Ware standen, und dementsprechend wollte ich die Dinge, die ich verschicke, zugunsten des Geldbeutels meiner Kund*innen immer möglichst günstig verschicken. Mittlerweile kann ich den konsequent versicherten, und damit teureren Versand für konsequent alle Artikel sehr gut nachvollziehen, denn als gewerbliche Versenderin haftet man für die Ware, bis diese sicher bei dem*der Kund*in angekommen ist. Und der Ärger, den man – sowohl als Versender*in, als auch als Kund*in hat, wenn irgendwas mal nicht ankommt, ist oft echt nervig und die Ersparnis von 2 Euro im Gegensatz zum nicht versicherten Versand echt nicht wert.  Um den Weg über die oft unzuverlässige Filiale zu umgehen, werde ich die Kartons dann vermutlich auch abholen lassen.

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Dank der Stricknadelrollen lohnt sich die Verpackungslizenz, die man als gewerbliche*r (und auch als kleingewerbliche*r) Versender*in jedes Jahr erwerben muss, wenigstens endlich mal. Wann immer ich dieses Wort erwähne, schaue ich übrigens oft in überraschte und ahnungslose Gesichter, daher hier ein kurzer Hinweis: Ja, jede*r, die*der gewerblich versendet, muss eine Verpackungslizenz erwerben. Die kostet nicht viel (ich empfehle MÜÄ), aber wenn man keine besitzt, kann das teuer enden. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen.

Das war’s für heute; ich hoffe, ihr habt Verständnis für die Verzögerung. Aber jetzt dauert es wirklich nicht mehr lange, bis ihr eure Stricknadelrollen endlich in die Arme schließen könnt.

3 Kommentare

  1. Gabriela, Berlin
    Am 18.08.2015 um 14:33:57 Uhr [Link]

    Liebe Ella,
    ich bin ja sehr gespannt auf „meine“ Rolle und bewundere all die Bilder, die Du von den Rollen hier immer einstellst. Die sind alle so schön!
    Worüber ich bei diesem Blogpost aber nicht so einfach hinweglesen konnte, ist der Satzteil:
    „weil mein Rücken das stundenlange Sitzen an der Nähmaschine leider nicht mehr mitmacht“. Du schreibst ja öfter darüber, wie schlimm das mit Deinen Rückenschmerzen ist.
    Und natürlich weißt Du selber am besten, wie ätzend das ist. Ja.
    Du hast noch so viele Jahre an Nähmaschine und/oder Schreibtisch vor Dir. Mach was für Deinen Rücken. Und wenn es nur jeden Tag zehn Minuten zu Hause sind.
    (ja, vermutlich ist so ein Kommentar gegen jede Blog-Etikette und gute Ratschläge an Menschen, die man nicht persönlich kennt, gehen gar nicht. Aber es immerhin auch meine Bestellung, die zu Deinen Rückenschmerzen führt… Das soll keine Besserwisserei sein, sondern ist ehrlich empfundene Anteilnahme. )

  2. Judith
    Am 18.08.2015 um 22:13:38 Uhr [Link]

    Du meldest dich bei mir, wenn ich meine Rolle abholen kann, oder?! ;-)

  3. Bettina Cottin
    Am 20.08.2015 um 10:30:54 Uhr [Link]

    Kennst Du diesen Stuhl ? http://www.aeris.de/swopper/
    Mir hilft er für meine Beine (Venen) und Knie (Arthrose), wird aber vor allem für Rücken empfohlen.
    Alles Gute !

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