#12von12 im September: Samstag halt.

Der heutige 12te des Monats hat bei uns einen eher unspektakulären Tag getroffen.

Gegen halb sieben machte mich das Mädchen wach, und wie jeden Morgen musste ich mich erstmal orientieren, wer so alles bei mir im Bett liegt, und wer nicht. Der große Sohn lag bei mir, der Mann dafür im Bett des großen Sohns.

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Ja, so ist das bei uns: Dadurch, dass das Mädchen ausnahmslos jede Nacht gefüttert werden muss und danach manchmal mehrere Stunden einfach wach (und laut) ist, gerät nicht nur unser Schlafrhythmus ganz schön durcheinander. Manch einer sucht sich dann halt einen Platz, wo er etwas mehr Ruhe finden kann. Ich stand jedenfalls auf, machte das Mädchen tagfertig; die beiden Söhne wachten ebenfalls auf, der Mann verzog sich ins Schlafzimmer. Ich machte den Jungs Frühstück und setzte mich in der allerschönsten Morgensonne aus Sofa, um – naja, zu arbeiten. Alle drei Kinder spielten erstaunlich lange friedlich und schön zusammen im Kinderzimmer.

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Gegen neun Uhr wurde der Mann wach. Ich ging duschen und verzog mich zum Arbeiten in die Nähwerkstatt. Die Jungs gingen draußen spielen und brachten mir zwischendurch ein kleines Blumenstäußchen vorbei. Mit Ohrenstöpseln in den Gehörgängen ging ich meiner Arbeit nach, während der Mann durch die Wohnung wuselte, aufräumte, Wäsche machte, und schließlich mit dem Mädchen einkaufen fuhr. Tippen und ab und zu die Katze kraulen, die es sich hinter meinem Laptop gemütlich gemacht hatte – mehr passierte ein paar Stunden lang nicht.

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Mann und Tochter kamen zurück, und bevor ich das Mädchen zum Mittagsschlaf hinlegte, half ich ihr noch, den Kater ein bisschen zu streicheln. Dann Mittagspause. Erstmal das Frühstück nachholen. Die Freiburger Spätsommersonne brezelte ganz schön heute mittag. Auf mein Brot und mir auf den Pelz. Guckguck!

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Die Postbotin bringt einen Brief, dem ich entgegenhibble, wie einem Prüfungsergebnis: Der Pflegegeldbescheid für das Mädchen. Große, freudige Erleichterung, als ich ihn öffne. Der Mann macht sich an die Vollendung der Katzenleiter, die wir wenig später gemeinsam am Balkon installieren.

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Zur Sonne, zur Freiheit, liebe Pelzkröten! Macht euch auf in die Wildnis, entdeckt das Leben draußen! Lasst euch die Sonne auf die Tigerstreifen scheinen, spürt das Gras unter euren Pfoten! Hinaus, hinaus ins pralle Leben! –

Die Katzen, die sonst die waghalsigsten Kletter-und Tobemanöver am Balkongeländer performen und beide schon mehrere Male von selbigem gefallen oder gesprungen sind (nichts passiert, keine Sorge), eher so: Äh, miauuuu??! Das ist aber ganz schön hoch! Nö, da geh ich nicht drauf!  – Sie brauchen wohl noch ein Weilchen, bis sie sich in die Freiheit trauen.

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Düstere Regenwolken ziehen auf, aber der Mann und die Jungs halten eisern an ihrem Plan fest: Noch einmal grillen! Als sie den Grill aufbauen, windet es bereits, im Regen werden die Würstchen gewendet. Die Grillzange wackelt im Sturm, aber die Jungs bleiben hart: Einmal grillen noch, dann erst darf der Sommer zu Ende sein. Gegessen wird dann doch im Trockenen. Und ich währendessen? Ernte die vermutlich vorletzte, große Schale spätsommersonnenwarmer Balkontomaten. Arbeite noch eine weitere Runde und kraule dabei den Kater.

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Ich bringe die Jungs ins Bett und danach habe ich Hunger. Wenn die Jungs Fleisch essen, heißt das für mich immer: Ich kann ungestört eins meiner Lieblingsgerichte essen und keiner mäkelt dran rum. Das läuft fast immer auf Gemüse mit Gemüse und Gemüse hinaus.

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Bonusfoto: Heute kamen noch ein paar Nudeln und eine „Soße“ aus veganem Frischkäse, Zitronensaft und ein bisschen Nudelwasser dazu. Salzen, pfeffern, lecker. Mein Jieper auf Rosenkohl war so groß, dass ich, mangels frischem, auf TK-Ware zurückgegriffen habe. Egal, Hauptsache Rosenkohl. Auch wenn meine Samstage heute ganz anders aussehen, als damals, vor dem Mann und vor allem vor den Kindern, hatte ich heute dauernd dieses Lied im Ohr. Das habe ich, wie alles von den Scherben, immer sehr geliebt. Hach ja.


Mehr langweilige und weniger langweilige Samstage gibt es, wie immer, bei Draußen nur Kännchen.

Habt einen schönen Sonntag!

 

Ein Kommentar

  1. 12 von 12 im September 2015. | traumzweiplus
    Am 12.09.2015 um 22:33:22 Uhr [Link]

    […] Post aufgemacht – aussortierte Etiketten von Ringelmiez. Danke […]

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