Links zum Wochenende: koloniale Klischees, gestrickte Herzteile, dänische Single Moms, Hürden für Helfer*innen.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Bestimmt erinnert ihr euch noch an Jasnas und meinen Artikel darüber, warum Indianerkostüme eine rassistische Verkleidung sind. Dass das tatsächlich so ist, haben damals und auch jetzt leider noch längst nicht immer alle verstanden (wie so vieles nicht, was Rassismus betrifft) – umso mehr freut es mich, wenn sowas wie die aktuelle Werbung eines Supermarktes dann öffentlich als rassistisch kritisiert wird. Auch, wenn das Thema ruhig ein paar mehr Worte verdient hätte, als es hier abbekommt.

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Was ich mir abgewöhnt habe: Suggestive Fragen zur Familienplanung zu stellen.

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Sehr cool: Eine bolivianische Klinik beschäftigt Strickerinnen, um medizinische „Ersatzteile“ für Herzen herzustellen.

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Ich könnte heulen vor Wut und Nichtverstehen: Deutschlandweit bemühen sich etliche tausend Bürger*innen aus vollkommen freiwilligen Stücken, das abzufangen, was von öffentlicher Seite schlicht nicht geleistet wird. Sie opfern Freizeit, Kraft, Geld, Urlaubstage, um die vielen, vielen Flüchtlinge irgendwie halbwegs gut mit dem Notwendigsten zu versorgen. Ohne all diese Helfer*innen stünde man wahrscheinlich einer humanitären Katastrophe gegenüber. Und anstatt diese Arbeit angemessen zu würdigen und wenigstens so weit zu unterstützen und zu erleichtern, wie es halt möglich ist, werden den Helfer*innen von Behörden und Ämtern teilweise absolut beknackte Hürden in den Weg gelegt.

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Ich fahre täglich etwa 15 km mit dem Fahrrad. Das ist nicht unbedingt viel, reicht aber aus, um regelmäßig wegen irgendwelcher angeblicher Verstöße gegen die Verlehrsordnung angekackt zu werden. Diesen Artikel hier möchte ich so manche*n Autofahrer*in und auch einige Fußgänger*innen gerne auswendig lernen lassen.

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In Dänemark entscheiden sich immer mehr Frauen dazu, ein Kind ohne Partner zu bekommen und es als Single Mom alleine groß zu ziehen. Alleinerziehende werden dort finanziell gefördert, und es gibt kein Stigma, das alleinerziehende Mütter an den Rand der Gesellschaft drängt, so wie bei uns.

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Das war’s für heute – ich verabschiede mich in ein volles Wochenende mit Flohmarkt, Seifenkistenrennen und viel Arbeit und und hoffe, auf euch wartet auch was Schönes!

 

Ein Kommentar

  1. Caro
    Am 25.09.2015 um 21:48:44 Uhr [Link]

    Ha, wegen dieser Einbahnstraßensache bin ich im Rieselfeld schon sooo oft angekackt worden. Ich finde es bedenklich, wenn die Autofahrer anscheinend noch nicht mal Schilder lesen können…

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