Links zum Wochenende: Leben an der Mauer, ein Gespenst, selbstverlegte Stilblüten, unser aller Rassismus, Stricken heilt!

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Der Mauerfall ist eins der ersten politischen Ereignisse, an das ich mich richtig erinnern kann. Bis heute fasziniert mich die Geschichte Berlins sehr, und jedes Mal, wenn ich dort bin, versuche ich, mindestens einen historischen Unternehmungspunkt in meinem Programm unterzukriegen. Die Mauerlinie bin ich schon komplett abgelaufen. Jedes Mal wenn sie mir in der Stadt begegnet, kommt es mir immer noch so beeindruckend vor, dass man da „jetzt“ einfach so drüberlaufen kann – obwohl der Mauerfall nun schon 26 Jahre her ist. Was ich auch sehr liebe, sind Fotos aus dem Alltag in Berlin vor der Wende. Daher mochte ich auch diese Fotoreihe gern.

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Mareices Kinder sind sehr coole kleine Menschen. Ich durfte sie bei meinem letzten Berlin-Besuch ja kennenlernen und hatte viel Spaß. Keine kann so lässig auf einem Sessel fläzen, wie Kaiserin 1: Den Kopf auf der Sitzfläche, die Beine entlang der Rückenlehne in die Luft gestreckt; mit den geringelten Füßen in der Luft spielend. Ein sehr cooles und auch ziemlich niedliches Kind mit einer sympathischen Punk-Attitüde. Für manch andere Menschen ist Kaiserin 1 ein Gespenst.

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Sehr gelacht habe ich über diese Zusammenstellung abstruser Bücher von Hobby-Autor*innen.

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„Leider reicht es nicht, kein Rassist sein zu wollen, um nicht rassistisch zu handeln. Und leider reicht es erst recht nicht, Rassismus zu ignorieren, um ihn verschwinden zu lassen. Wir haben ein Problem. Und welches Problem lässt sich schon lösen, indem man sich nicht damit beschäftigt.“

Ein sehr guter Text über den Rassismus in unser aller Köpfen von Simone Dede Ayivi.

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„Die nachhaltige Bekämpfung von Rassismus in Deutschland kann aber nur gelingen, indem privilegierte Gruppen sich von ihrem bisherigen Monopol auf die Deutungshoheit verabschieden. Erst dann lassen sich die Effekte von Rassismus und anderen Diskriminierungsformen in ihrer ganzen  Bandbreite verstehen. Rassismus wird sich aber auch nicht abbauen lassen, ohne die kulturelle Selbstrepräsentation marginalisierter Gruppen zuzulassen. Die voranschreitende, politische Entmündigung, die zum Teil paternalisierende Willkommenskultur und der Trend zu „irgendwas mit Flüchtlingen“-Projekten der Kulturinstitutionen weisen leider in eine andere Richtung.“

…und noch einer von Bahareh Sharifi.

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Stricken ist nicht nur cool und führt zu schönen Kleidungsstücken, sondern es hält auch gesund und kann sogar heilen! hab ich doch immer schon gesagt :-)

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Das war’s für heute schon wieder – ich hoffe das nächste Posting werden nicht erst wieder die Freitagslinks nächste Woche sein. Ich arbeite gerade auf Hochtouren und fühle mich total unter Strom. Und in der ganz wenigen Zeit, in der ich nicht arbeite, will ich dann nicht auch noch vor dem Laptop hocken. Aber nächste Woche würde ich euch gern zeigen, womit ich mich gerade von all dem Stress wieder runterbringe, also…bis dahin!

 

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