Links zum Wochenende: gute Dicke, Plotten statt Drucken, GayKids.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

„Die Guten Dicken sind gesund. Das ist gar nicht so einfach, weil ein dicker Körper ja per se als ungesund gilt. Aber wenn schon dick, dann bitte keine anderen Auffälligkeiten! Dick und Diabetes? Selbst schuld! Dick und depressiv? Nimm erst einmal ab! Dick und Asthma? Tja, bestimmt wegen der Fettröllchen, die auf die Lungen drücken. Damit keine Zweifel aufkommen: Schnaufende Dicke beim Treppensteigen sind bestimmt keine Guten Dicken.“

Eine echt gut auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung dessen, was von dicken Menschen allgemein so erwartet wird.

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Auch in Großbrittannien macht man sich Gedanken darum, welche die bestmögliche Bezeichnung ist für Menschen mit Behunderung. Sehr interessante Einsichten in den Sprachgebrauch und die Verwendung bestimmter Begriffe.

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Maike von Crafteln hat herausgefunden, wie man ganz einfach drum herum kommen kann, Schnittmuster für Kleidung aus zig einzelnen DIN-A-4-Seiten erst mühsam zusammenzukleben zu müssen: Einfach plotten lassen! Genial, werde ich definitiv auch ausprobieren…wenn ich irgendwann mal wieder zum Kleidung nähen komme *schluchz*.

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Casey Legler und Jay Smith haben eine schöne Fotoserie gemacht über Gaybabies – Kinder, die in Regenbogenfamilien aufgewachsen sind. Man kann lang und breit diskutieren, was Kinder angeblich brauchen und was das Beste für sie sei – oder man kann sie auch einfach selbst zu Wort kommen lassen. Inspiriert wurde das durch einen Dokumentarfilm, der genau das gleiche macht: Kinder aus Regenbogenfamilien einfach mal fragen, wie es ihnen so geht in ihrer Familie. Einige kurze, aber schöne Ausschnitte aus dem Film gibt es hier.

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„„Frustrierend“ sei es gewesen, Woche für Woche nichts zu erreichen, sagt Riedel. Einige Pegida-Gegner hätten wohl insgeheim die Hoffnung gehegt, dass sich die rechten Spaziergänger ohne Gegenprotest zu Tode langweilen. Dies sei, meint Riedel, „voll in die Hose gegangen“. Während sich die Akteure in Leipzig durchgängig Gegenprotesten ausgesetzt sahen, seien die Dresdner immer selbstbewusster geworden, weil sie sich völlig ungestört durch die Stadt bewegen konnten. „Sie reden schon von Machtübernahme“, sagt Felix Riedel, „und das spiegelt sich auch auf den Straßen wider.“

Dresden ist Pegida-Hochburg. Warum? Und warum ist es so schwer, Pegida in Dresden etwas entgegenzusetzen?

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Mehr habe ich heute leider nicht für euch. Bald entspannt sich meine stressige Arbeitslage hoffentlich langsam ein bisschen (ich schwöre, gerade bewegte sich der Deckel meines Kalenderbuches und ich hörte ein fieses Kichern…), und dann habe ich vielleicht auch wieder etwas mehr Zeit zum Bloggen und zum Suchen schöner Links.

Ein Kommentar

  1. haukka
    Am 16.10.2015 um 11:56:01 Uhr [Link]

    Die Idee mit dem Plotten hatte ich auch schon. Ich bin Mitglied in unserem lokalen Hackerspace und darf damit den Plotter (und die Stickmaschine und die 3D-Drucker und die CNC-Fräse…) zum Selbstkostenpreis nutzen. (Es gibt auch nichtkommerzielle Makerspaces.)

    Das hab ich schon genutzt, um für meinen blinden Rolifahrer eine Warnweste zu „basteln“ (ist übertrieben): http://www.besonderetipps.de/index.php?title=Drei-Punkte-Warnweste_basteln

    Bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass ich den Plan, behinderte Kinder aus dem Teilhabegesetz mit seinen Verbesserungen auszuschließen und stattdessen Eingliederungshilfe und Erziehungshilfe für minderjährige zusammenzulegen, nicht gut finde. Gesammelte Ideen dazu sind auch in dem Wiki: http://www.besonderetipps.de/index.php?title=Gro%C3%9Fe_L%C3%B6sung_SGB_VIII

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