Links zum Wochenende: Haare auf Zähnen und Beinen, „busy“ ist nicht „productive“, Planetenzerstörung, auf lautlos gestelltes Handy wiederfinden.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Ich finde das immer sehr interessant, wenn in ausländischen Medien über Umweltbewusstsein, grüne Technologie oder Nachhaltigkeit in Deutschland geschrieben wird. Hier geht’s darum, dass die Deutschen dringend mehr Müll brauchen.

***

„Es gibt diesen Spruch von den Haaren auf den Zähnen. Eigentlich ein schöner, respektvoller, machtvoller Spruch. Ich hab gegooglet. Wenn einer Frau Haare auf den Zähnen nachgesagt werden, dann handelt es sich dabei oft um eine Frau, die besonders machtvoll auf andere wirkt. Die sich was zu sagen traut, unbequem ist, stark und so als gefährlich für die hergebrachte Gesellschaftsordnung empfunden wird.“

Suse schreibt über ihre Rasur-Geschichte.

***

„One of the hardest lessons to learn, is that „busy“ does not equal „productive““.

Die Erkenntnis überrascht mich manchmal noch immer, aber de facto führe ich ein kleines Unternehmen. Ich bin Gründerin eines langsam, aber stetig wachsenden kleinen Unternehmens. Die Bezeichnung StartUp trifft auf mein Unternehmen nicht zu, und doch kenne ich viele der vor allem organisatorischen Probleme, zu deren Bewältigung es hier ein paar gute Tipps gibt.

***

Bevor ich mir über Downshiftig ernsthaft Gedanken machen kann, liegt noch ein weiter Weg mit viel Arbeit vor mir. Das ist okay, weil ich mich momentan auf und über diese Arbeit sehr freue, auch wenn sie mich in den letzten Monaten oft an die Grenzen meiner Belastbarkeit geführt hat, und die Belastbarkeit meiner Familie arg strapaziert hat. Aber irgendwann möchte ich gerne wieder Wochenenden haben. Und vielleicht sogar einen freien Tag in der Woche.

***

Irgendwann während des vergangenen, brütend heißen Sommers, las ich auf einer englischsprachigen Webseite die wissenschaftlich unterfütterte Vermutung, dass wir bezüglich des Klimawandels und der fortschreitenden Zerstörung unseres Planeten den point of no return jetzt vermutlich endgültig überschritten haben. Umschrieben war das mit der schönen Redewendung (sinngemäß): „In the future, we will tell our children and grandchildren, that 2015 was the year, where shit really began hitting the fan“ – die Vorstellung, dass der ganze Mist, den wir in dieser Hinsicht angestellt haben, von einem großen Ventilator in 10000 kleine Stücke gehackt wird und dann auf uns niederregnet, trifft ganz gut, wie unser Scheißegal-Verhalten bezüglich unseres Planeten nun auf ins zurückfällt. Das ist ein Thema, was mich wirklich zutiefst traurig, wütend und pessimistisch macht. Und ein Grund dafür, warum wir kein Auto haben, warum ich keine tierischen Produkte esse, wir nicht fliegen und so weiter. Es sind nicht immer nur die großen Klimakatstrophen, die uns erschüttern sollten, sondern vielmehr eigentlich die vielen, vielen kleinen Hiobsbotschaften. Wie zum Beispiel diese unscheinbare Meldung über Herbizide auf Bio-Fenchel.

***

Vor ein paar Tagen habe ich mit unserer großartigen Haushaltshilfe das riesige Chaos in meiner Nähwerkstatt beseitigt. Danach war plötzlich mein Handy weg. Ich habe es überall gesucht, jeden halbwegs naheliegenden Ort mindestens 3x durchgepflügt und sogar im Müll gewühlt- und fand es nicht. Einfach anrufen und dann gucken, wo es klingelt geht nicht, weil mein Handy grundsätzlich immer auf lautlos und ohne Vibration steht. Der Mann konnte aber sehen, dass noch in unserem WLan eingeloggt war, also suchte er nach einer Möglichkeit, es irgendwie zu orten. Im Internet fanden wir echt unterhaltsame Tipps, wie beispielsweise das Handy anzurufen und gleichzeitig mit einem Kofferradio durch die Wohnung zu laufen, bis das Handysignal über das Radio als knacken und rauschen hörbar wird. Funktioniert halt leider nur, wenn man ein altes Radio hat. Auch diverse lost-Android-Apps funktonieren nur, wenn man sie auf dem Smartphone installiert hat, bevor man dieses verlegt. Schlussendlich haben wir den Google Device Manager entdeckt: Über den Laptop loggt man sich in seinen Google Account ein und ortet sein Handy. Das wird einem dann auf einer Karte angezeigt, so dass man sehen kann, wo es sich befindet. Befindet es sich in der Nähe, kann man es klingeln lassen, und das funktioniert genialerweise auch, wenn das Handy auf lautlos gestellt ist. Es klingelt 5 Minuten lang auf voller Lautstärke, so dass man genug Zeit hat, es zu suchen. Mein Handy war während der Aufräumaktion in eine Kiste geraten, die längst wieder unter dem Schreibtisch stand. Da wäre ich nie drauf gekommen!

***

Unfassbar, das schon wieder Freitag ist. Die Zeit rast nur so an mir vorbei momentan. Habt ein schönes Wochenende!

3 Kommentare

  1. Jasmin
    Am 01.11.2015 um 15:04:13 Uhr [Link]

    Google Device Manager, echt? Das ist ja spannend. Aber wie sieht denn diese Karte aus? Und ist die wirklich so genau, dass man checkt, wo sich das Handy befindet?
    Ich habe nämlich genau dasselbe Problem wie du: Mein Handy ist grundsätzlich auf lautlos gestellt und ich verliere es mindestens 5x täglich.

    • ella
      Am 01.11.2015 um 15:34:37 Uhr [Link]

      es ist ein ausschnitt aus google maps, auf dem dir die position des handy angezeigt wird. natürlich sieht man da nicht, ob es unterm schreibtisch oder hinterm sofa liegt, aber man sieht, ob es sich noch in der wohnung befindet, oder wo halt sonst. :)

  2. Helena
    Am 02.11.2015 um 12:45:13 Uhr [Link]

    Den Artikel über Haare find ich gut. Trage seit mindestens 10 Jahren Achselhaare und Beinhaare. Ob ichs gut finde oder nicht. Mir ist es egal. Hat für mich keine Bedeutung. Achslehaare stören mich auch nicht. Selten wird da was geschnitten. Meine Beinhaare geben warm und das mein ich ernst ;).
    Meinen Mann störts nicht und ab und zu geh ich sogar so „ungepflegt“ ins Schwimmbad. Man wird angeschaut, ja. Da freu ich mich dann, meine Brille nicht zu tragen, um den Blicken nicht standhalten zu müssen (nicht jeden Tag hat man dazu genug Kraft für doofe Blicke).
    Es gleicht einer Mutprobe, dick und behaart, also vollkommen „ungepflegt“ ins gepflegte Schwimmbad zu gehen. Ich übe weiter. Aber rasieren, nee, meine Zeit ist mir heilig :).

    Liebe Grüße,
    Helena

Mehr lesen:

Vorheriger Artikel:
Nächster Artikel: