#12von12 im Januar.

Ihr kennt das Spielchen: Am 12. des Monats 12 Fotos aus dem jeweiligen Tagesgeschehen – was auch immer an diesem Tag gerade anliegen mag. Bei uns war der diesmonatige 12te einer dieser „Kruschteltage“, wie ich sie nenne: Tage, die man überwiegend zuhause verbringt und mit lauter Kleinkram beschäftigt ist. Ein bisschen arbeiten, ein bisschen organisieren, telefonieren, Haushaltszeug erledigen.

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Schule und Kindergarten haben wieder angefangen; der Tag beginnt um 6 Uhr. In den folgenden 1,5 Stunden packen wir die Vesperboxen der Jungs (Symbolbild), wickeln und füttern das Mädchen, ziehen es s an, duschen, füttern die Katzen, machen den Jungs Frühstück, schlichten gefühlte 37 Kabbeleien, treiben etwa 17 mal zur Eile an, packen Schulranzen und Kindergartenrucksack, kramen Handschuhe, Mützen und Schals und Fahrradlampen raus. Gegen 20 vor 80 verlässt der Mann mit den Jungs das Haus. Das Mädchen hüpft in seine neue Spielecke und spielt, ich mache mir Frühstück. Ein Apfel, eine Orange, ein paar Walnuss- und Granatapfelkerne.

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Mein ganzes Bügelbrett wird blockiert von Kinderkunstwerken. Bügel ich das halt mal. Und freue mich dabei über die Kreativität, die die Jungs mit dem Zeug an den Tag legen. Händchen haltende Monster! Pixel Art! Schon cool. Heimlich denke ich mir: Jedes gebügelte Kunstwerk bedeutet eine Hand voll weniger Plastikperlen. Nachkaufen will ich die eigentlich nicht nochmal.

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Ich schreibe noch ein paar Rechnungen, ein paar Mails, führe einige Telefonate. Dann fange ich endlich an, das Kleid für den kleinen Sohn zu nähen, dass er sich schon so lange wünscht.

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Hunger! Zum Mittagessen gibt es ein Vollkornbrötchen mit veganem Frischkäse und Avocado. Obendrauf, Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Lecker. Die Jungs kommen heim und müssen sich die kalten Hände erstmal im Fell des Katzengetiers aufwärmen.

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Wenig später kündigt sich ein Besuchskind an. Die drei Jungs wollen so dringend spielen, dass Mittagessen total unwichtig scheint. Jeder eine Stulle nach Wunsch, mehr wollen sie nicht. Die Jungs verschwinden in den Kinderzimmern und waren fortan nicht mehr gesehen. Das Mädchen ist bitter enttäuscht und unzufrieden, dass es nicht mitspielen darf. Also spiele ich eine Weile mit dem Mädchen und freue mich, dass es jetzt endlich raushat, wie das mit der Kugelbahn funktioniert.

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Die Kinder spielen, ich kruschtele weiter vor mich hin. Telefoniere nochmal, beantworte neue Mails, mache den Abwasch, die Wäsche, füttere das Mädchen, räume ein bisschen hin und her. Halte mir eine Wärmflasche auf den schmerzenden Bauch, bestaune Regen und Sturm vor dem Fenster. Überlege, was es zum Abendessen geben könnte. (Es wurde eine sehr grüne Bowl nach dieser Grundidee.)

Spannender wurde es heute nicht. Solche Tage gibt’s hier auch. Und noch viele weitere unspannende und aufregende Tage findet ihr wie immer bei Draußen nur Kännchen.

 

2 Kommentare

  1. Nadine
    Am 14.01.2016 um 19:57:29 Uhr [Link]

    Heiho,

    sag mal, bereitest du den kleinen Jungen irgendwie auf die Reaktionen vor, die kommen könnten, wenn er ein Kleid anzieht?

    Wir haben hier grad den Fall, dass der Sohn schon im KiGa ausgelacht wurde, weil er eine Eiskönigin-Party feiern will, sodass er sich jetzt schon gar nicht mehr traut, das Kleid anzuziehen, was er aber sooo schön findet :o(

    Liebe Grüße,
    Nadine

    • ella
      Am 15.01.2016 um 18:47:47 Uhr [Link]

      ich werde demnächst etwas ausführlicher dazu schreiben :)

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