Rezept der Woche: Gesünder essen mit Salat im Glas.

Einer meiner Wünsche (nicht nur) für dieses Jahr war, wieder mehr auf mich und insbesondere meine Ernährung zu achten. Es ist für mich im alltäglichen Familienbetrieb gar nicht so einfach, mich so zu ernähren, wie es mir gut tut. Zwar essen die anderen auch fast vollständig vegetarisch und sehr oft vegan. Aber während ich mit großer Begeisterung bergeweise Gemüse und Grünzeug verdrücken kann, wird der Rest ohne Käse, Käse, Sahne, Käse, Nudeln, Milch, Käse, Nudeln und Käse einfach nicht glücklich. Und habe ich die Nudeln schon erwähnt? In letzter Zeit habe ich mich da oft einfach angepasst, weil ich die anderen weder zwingen wollte, sich meinen Vorlieben unterzuordnen, noch Lust hatte, immer zwei unterschiedliche Mahlzeiten zuzubereiten. Und was soll ich sagen: Es tat mir nicht gut. Ich esse gerne Nudeln, aber nicht vier Mal die Woche. Käse und viele andere Milchprodukte machen mir Bauchschmerzen, sie machen mich träge und außerdem will ich einfach nichts essen, wo Tierleid drinsteckt.

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Irgendwann entdeckte ich auf Instagram Mason Jar Salads – also Salate im Schraubglas, nach bestimmten Regeln gestapelt und für eine ganze Woche vorbereitet. Die wichtigste Regel ist, dass Salatblätter und Dressing so weit wie möglich voneinander entfernt gestapelt werden müssen und sich nicht berühren dürfen. Deshalb kommt das Dressing immer als erstes rein, ganz nach unten, und die Salatblätter als letztes ganz oben drauf. Dazwischen kann man alles Packen, was man gerne mag. Salate im Glas sind bei weitem nicht neu, aber ich habe sie nie groß beachtet, bis sie mir jetzt plötzlich die Lösung für mein Problem zu sein schienen: Damit könnte ich der Familie nach ihrer Schnauze kochen, und hätte gleichzeitig immer einen leckeren Salat für mich parat. Im örtlichen Einkaufszentrum fand ich sogar original Mason Jars und kaufte jeweils 3 in 32 oz und 16 oz  (ca. 950 bzw 470 ml Fassungsvermögen). Eine brauchbare Grundanleitung und Ideen für verschiedene Salate fand ich hier. Und so habe ich dann einfach mal angefangen, die Gläser zu befüllen mit Sachen, die mir so schmecken: Quinoa oder Couscous, Falaffel, Sprossen, Kichererbsenm Gurke, Paprika, gemischter Blattsalat, Postelein, Mais, rote Zwiebeln. Gebratene Tofustreifen, veganes Gyros, Orangenfilets, Granatapfelkerne, Nüsse, Sonnenblumenkerne. Die Variationsmöglichkeiten sind endlos.

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Seit etwa 5 Wochen habe ich ich die Salate im Glas nun regelmäßig im Einsatz. Ich bereite mir Sonntags 3 Gläser und meistens noch eine große Portion Gurkensalat für die Woche vor. Manchmal dienen sie mir als Mittagessen, manchmal als spätes Abendessen nach dem Sport. Und ich finde sie super! sie erfüllen genau den Zweck, den ich mir von ihnen versprochen habe: Ich habe immer ein Ausweichessen da, das ich mag und das mir gut tut, und die restliche Familie kann meinetwegen so viel Nudeln und Käse essen, wie sie will. Und ja, die halten sich wirklich locker 5 Tage lang knackig frisch im Glas, ohne Probleme. Mittlerweile habe ich auch noch ein paar Dinge rausgefunden, die für mich wichtig zu beachten sind:

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– Die 32oz- Gläser (links im Bild) sind mir zu groß. Mir reicht ein 16oz-Salat (rechts) wunderbar aus; und wenn nicht, dann esse ich noch ein Avocadobrot oder eine andere Kleinigkeit dazu.
– Alle Zutaten müssen superfrisch sein, wenn man sie einfüllt – Sprossen, die Sonntags schon fast drüber sind, werden leider nicht frischer, wenn man sie noch ein paar Tage in ein Glas füllt.
– Avocado sollte man nicht ins Glas füllen, die wird einfach zu schnell matschig und braun. Einfach zum Salat frisch aufschneiden.
– Das Dressing muss ganz nach unten und supersupergut vom Rest des Salates getrennt werden – falls man das Glas transportiert, muss man drauf achten, dass es in der Tasche nicht kippt.
– Quinoa, Couscous oder Hirse eignet sich super als Salatsoßen-Sperre, saugt das ganze Dressing aber auch fast komplett auf. Da muss man das Getreide dann auf dem Teller mit den Salatblättern mischen, damit alles schön saftig schmeckt.
– Anstatt Extras wie Falaffel, Tofustreifen oder vegane Maultaschen mit ins Glas zu stopfen, bereite ich sie mir zum Salat lieber frisch zu. Das ist kein großer Aufwand, und schmeckt mir einfach besser warm.
Natürlich kann man sich auf diese Weise nicht nur Salate vorbereiten, sondern auch andere Mahlzeiten. Unter dem Stichwort „Mason Jar Meals“ gibt es auf Pinterest viele gute Ideen.

Für mich sind diese Salate ein fester Bestandteil des Alltags geworden, und besonders toll ist, dass man sie auch problemlos überall hin mitnehmen und mit etwas Übung sogar ganz gut direkt aus dem Glas essen kann. Vielleicht taugen sie euch ja auch für die Mittagspause im Büro, oder um den größeren Kindern Essen vorzubereiten, wenn sie sich mittags alleine was warmmachen müssen. Ich  bin gespannt auf eure Berichte!

7 Kommentare

  1. Svenja
    Am 13.02.2016 um 22:22:35 Uhr [Link]

    Liebe Ella,

    vielen Dank – habe mich sehr auf den Artikel gefreut, seit ich das bei dir auf Instagram gesehen habe. Das könnte meine Rettung für die Mittagspause sein!

    Gilt das mit dem Dressing nur für Blattsalate oder auch für den Gurkensalat? Der muss ja eigentlich durchziehen, aber hält das denn ein paar Tage?

    Wo bewahrst du die Gläser auf?

    Viele Grüße aus Mainz!

  2. Maria
    Am 14.02.2016 um 09:44:17 Uhr [Link]

    Hallo!

    Sieht super aus, extravagant aber extrem praktisch denke ich.

    Danke für den tollen Tipp!

    lg
    Maria

  3. Andrea
    Am 14.02.2016 um 10:24:58 Uhr [Link]

    Oh, toll. Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Ich habe mich nämlich immr gefragt, wie alltagstauglich der Salat im Glas wirklich ist. Nun muss ich wohl auch mal wieder ins örtliche Einkaufszentrum :-)

  4. Helena
    Am 15.02.2016 um 18:09:17 Uhr [Link]

    Oh ja, die Salatgläser sind so praktisch. Nur weiß ich derzeit gar nicht, wann ich sie essen sollte. Aber ich könnte mir auch mal wieder ein paar in den Kühlschrank stellen.

    Liebe Grüße,
    Helena

  5. Simply Birsch
    Am 17.02.2016 um 10:40:18 Uhr [Link]

    Das sieht wirklich hervorragend aus! Das probiere ich auf jeden Fall aus! :)
    Liebe Grüße
    Birgit

  6. Simply-Birsch - Salad in a jar – die ultimative Lösung?
    Am 17.02.2016 um 21:35:23 Uhr [Link]

    […] Unter anderem auch bei der lieben Ella vom Blog Ringelmiez. Dabei habe ich von „Salad in a jar“ gelesen. Dabei geht es darum, sich seinen Salat in ein großes Marmeladenglas zu schichten […]

  7. Sabrina
    Am 21.02.2016 um 20:06:15 Uhr [Link]

    Wo in Freiburg hast du die Gläser denn gekauft? Ich würde mir die gerne mal ansehen.

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