Links zum Wochenende: Abnehmcontent, müllreduziert einkaufen, Dear Daddy.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Seit Mitte Januar gehe ich 3-4 mal wöchentlich ins Fitness-Studio. Auch nach 20 Kilo Gewichtsabnahme bisher bin ich dort immer noch eine der Dicksten; negative Reaktionen habe ich bisher aber noch überhaupt nicht bekommen – oder nicht bemerkt, weil ich mich meistens halt auf mein Training konzentriere und es mir ohnehin recht egal ist, ob andere über mich lästern. Die schlanken, teilweise extrem gut trainierten Leute und Trainer sind alle total supportive und motivierend. (Die negativen Reaktionen bekomme ich von irgendwelchen Menschen per Mail zugeschickt, aber das ist eine andere Geschichte.) Jedenfalls fühle ich mich in meinem aktuellen Studio in der Hinsicht wohl, und bin froh drum – denn selbstverständlich ist das als dicke Person leider nicht.

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Eine der angenehmsten Nebensächlichkeiten am Abnehmen finde ich, dass die Oberweite kleiner wird. So ein E-/F-Körbchen ist echt kein Spaß – finde ich zumindest. Hengameh hat ziemlich gut auf den Punkt gebracht, warum große Brüste anstrengend sind.

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Was ich in letzter Zeit relativ oft höre, ist Bewunderung für meine Selbstdisziplin, die mich 3-4x wöchentlich ins Fitnessstudio treibt, und die Frage, wie ich es schaffe, mich zu motivieren. Zum einen macht es ja auch Spaß und tut mir gut, und deshalb mache ich es meistens einfach gerne. Zum anderen bin ich aber der Überzeugung, dass man sich die dann doch ab und zu nötige Disziplin selbst beibringen kann. In dem man es einfach macht. Nicht drüber nachdenkt, was man vielleicht lieber tun würde, sondern einfach aufsteht, die Tasche packt und losgeht. Dann wird es irgendwann zur Selbstverständlichkeit. Dafür, dass das tatsächlich so funktioniert, habe ich kürzlich eine wissenschaftliche Untermauerung gefunden:

Es gibt im Laufe des Tages hunderte Situationen, in denen Sie sagen können: Ich mach jetzt das, was vernünftig ist, und nicht das, was mir leichtfällt.

Und dann werde ich grundsätzlich besser darin, meine Faulheit zuüberwinden und Vorsätze durchzuziehen?

Ja. Der für die Willenskraft zuständige Teil des Gehirns wird größer und schwerer, die entsprechenden Synapsen zahlreicher, und Sie bekommen mehr Willenskraft. (…) Genauso wie Sie Willenskraft trainieren können, können Sie Ihr Gehirn auf eine zuversichtliche Grundhaltung konditionieren. Sie sind ihrem Gehirn nicht ausgeliefert. Lassen Sie die Teile in Ihrem Hirn wachsen, die Ihnen ein schönes, erfülltes Leben schenken. Und lassen Sie die verkümmern, die Sie davon abhalten. Use it or lose it. Das ist der ganze Trick. Wenn Ihnen etwas nicht passt, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie können es ändern oder Sie können es nicht ändern. Wenn Sie es ändern können, ändern Sie es. Wenn Sie es nicht ändern können, ertragen Sie es und richten Sie Ihren Fokus auf einen positiven Aspekt ihres Lebens. Und davon gibt es immer einen, sei er auch noch so winzig.“

Ein Psychologe erklärt, wie man seiner eigenen Disziplinlosigkeit in den Arsch treten kann.

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In dem Bioladen, in dem wir den überwiegenden Teil unserer Lebensmittel einkaufen, können wir schon lange Mehrwegnetze für Obst und Gemüse, Eierboxen statt Pappschachteln und mitgebrachte Metalldosen statt Käsepapier nutzen. Im Edeka-Markt gegenüber war das bisher nicht möglich. Ich habe Hoffnung, dass das demnächst anders wird.

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Laut Statistik wird jede zweite Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von sexueller Gewalt. Sie ist laut WHO eins der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit und wird meistens von Männern ausgeübt. Was können wir tun, um sexuelle Gewalt auf lange Sicht zu verringern? – Sie nicht dulden. Auch nicht in den scheinbar harmlos wirkenden Witzen oder coolseinwollenden Sprüchen unserer Söhne und der Freunde unserer Söhne. Wir müssen unseren Jungs beibringen, dass es nicht witzig oder cool oder normal ist, ein Mädchen Schlampe zu nennen, und das „bitch“ keine reguläre Satzendung ist, wenn man mit einem Mädchen redet. Die Kampagne „Dear Daddy“ richtet sich mit dieser Bitte an Väter. An den Kommentaren unter dem Video kann man sehen, wie nötig sie ist.

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Habt ein schönes, sonniges Pfingstwochenende!

4 Kommentare

  1. Barbara
    Am 06.05.2016 um 09:30:45 Uhr [Link]

    Vielen Dank für die links.
    Von den Kommentaren unter dem Video wird mir wirklich total schlecht.
    LG Barbara

  2. Willensstärke trainieren – FamLog.de
    Am 06.05.2016 um 17:31:17 Uhr [Link]

    […] ringelmiez […]

  3. Claudia
    Am 06.05.2016 um 18:48:04 Uhr [Link]

    dir auch ein schönes wochenende. pfingsten ist aber nächste woche…. ;-)

    glg!
    claudia

  4. B. Cottin
    Am 10.05.2016 um 11:41:11 Uhr [Link]

    Warum sagt man eigentlich immer „in den Arsch treten“ ? Dazu ist dieser Körperteil doch gar nicht da! Außerdem lässt einen das stolpern. Warum wird solche Gewalt gegen sich selbst suggeriert ? Mich persönlich demotiviert diese Sichtweise gerade. Ich würde mich lieber „an der Hand nehmen und los ziehen“.

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