#12von12 im September

Schon wieder ein Monat rum! Schon wieder Zeit für mein Lieblings-Mem, dass am 12. jeden Monats bei DraußenNurKännchen gehostet wird und mit jeden Monat aufs neue viel Spaß macht. Heute war ein lang ersehnter Tag, denn endlich, endlich sind 6 Wochen Sommerferien rum. Diese 6 Wochen waren voll, schön, ereignisreich – aber eben auch anstrengend, und ich bin wirklich froh, wenn bald wieder alle drei Kinder vormittags aus dem Haus sind. Für das Mädchen und den großen Sohn ging es heute schon los. Der große ist nun Zweitklässler, und das Mädchen geht ab diesem Kindergartenjahr an allen 5 Vormittagen in den Kindergarten. Außerdem wir sie morgens eine satte Dreiviertelstunde früher abgeholt, als vor den Ferien. Das heißt, den Wecker um sechs klingeln lassen und dann noch gemütlich eine halbe Stunde rumschlummeln geht nicht mehr: um sechs Uhr piept es, um sechs Uhr muss ich raus aus den Federn.

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In der folgenden Stunde geht alles dann zügig und auch nach 6 Wochen Pause routiniert ab, der Mann und ich sind ein eingespieltes Team. Duschen, Mädchen füttern, waschen und anziehen, Katzen füttern (und eine verbotenerweise reingeschleppte Maus nach draußen tragen), Frühstück für die Großen machen, dem (momentan noch nur einen) Schulkind die Vesperbox richten, in des Kommunikationsbuch des Mädchens schreiben und ihren Rucksack packen, und pünktlich um halb acht stehe ich mit dem Mädchen vorm Haus und wir warten auf den Kindergartenbus.

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Der lässt ein wenig auf sich warten, und so haben beide Katzen Zeit, das Mädchen ausführlich zu verabschieden. Das mittlere Kind kommt auch runter und leistet uns Gesellschaft beim Warten. Als der Bus endlich kommt, stellt es sich den neuen Busgroßeltern mit seinem selbstgewählten Mädchennamen vor. Darüber reden wir anschließend noch kurz und vereinbaren, dass ich *sie* von nun an konsequent immer als Mädchen und mit Mädchennamen ansprechen werde, solange sie das so möchte. Das Mädchen ist unterwegs, wir gehen wieder nach oben und ich bearbeite einige Mails. Dann fahren der kleine Sohn die große Tochter und ich in die Stadt und besorgen ihr ein Paar neue Schuhe. Bei der Einschulung am Donnerstag möchte sie natürlich schick aussehen, und sie braucht sowieso ein Paar neue, herbsttaugliche Schuhe. Ich muss ja sagen, ich bin ein bisschen neidisch auf diese coolen Glitzersterne.

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Anschließend gehen wir noch kurz in den Bastelladen, zum Stoffgeschäft und besuchen meine ehemalige Chefin in ihrem Laden. Darauf, dass das mittlere Kind nun ein Mädchen ist, reagiert sie sehr cool: „Hast du den Rock selbst ausgesucht? Ja? Also dein Klamottengeschmack ist jetzt schon besser, als der von deiner Mama!“ Charmant wie eh und je, man muss sie einfach mögen. Wir essen mit der Oma Sushi zu Mittag. Zuhause habe ich noch eine halbe Stunde, bis der große von der Schule kommt und nutze das, um einige Rechnungen zu überweisen und ein paar zu schreiben.

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Der große Sohn kommt heim, die Kinder essen ein Mittagsvesper und setzen sich dann zu mit ins Nähatelier, wo sie sich gegenseitig von ihrem Vormittag erzählen, während ich mit ein Schnittmuster zusammenklebe. Für die Einschulung  will ich mir noch einen Rock nähen. Dann kommt auch das Mädchen heim und macht nach dem ersten anstrengenden Kindergarten Tag bald einen Mittagsschlaf. Das ist immer die Zeit, wo die beiden großen ein Filmchen auf dem Tablet gucken dürfen, damit das Mädchen auch ausreichend Ruhe hat. Und für mich ist das auch eine willkommene Gelegenheit, mal kurz die Füße hochzulegen. Nur kurz…ganz…kurzzZZZzzzZZZzzz…

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Man kann sich denken, wie das endet: ich penne ein. Und wache erst wieder auf, als es schon fast Zeit ist, sich zum Sport fertigzumachen. Der Mann kommt heim, und ich mache mich auf den Weg zum Fitnessstudio. Da dürfen natürlich auch die #shoesatthegym nicht fehlen.

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2 Stunden später bin ich wieder zuhause, dusche, und Ernte dann vermutlich die vorletzten Balkontomaten. Dieses Jahr sind die roten Murmeln (die Sorte heißt wirklich so!) besonders klein ausgefallen, aber sie sind so lecker! Und sehen superniedlich aus. Den Rest des Abends werde ich mit Bastelei verbringen. Eine rosa Schultüte mit Marienkäfern und Glitzerbuchstaben wird gewünscht. Nun denn, auf ins Gefecht…

 

2 Kommentare

  1. Steffi Rogg
    Am 13.09.2016 um 08:55:35 Uhr [Link]

    Und was er sich für einen schönen Mädchennamen ausgesucht hat. :-)
    Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass *sie* in der neuen Klasse auch genau so angenommen wird.
    Einen guten Start euch. Schön, dass der große Bruder für *sie* aufführen darf.
    Bis bald, Steffi

  2. Gaby
    Am 13.09.2016 um 21:49:54 Uhr [Link]

    Ich finde das ja sehr interessant, was Du so über die Entwicklung Deiner großen Tochter schreibst und ich finde es auch ziemlich cool, wie Du sie unterstützt. Mein zehnjähriger Sohn liest Deinen Blog mit und wir haben gerade darüber gesprochen, wie Louisa sich verhalten hat, als die fremde Frau gefragt hat, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sei. Mein Sohn fand zwar den Stinkefinger zu heftig, aber sagte ganz klar „Also das geht doch nun fremde Leute echt nichts an, was man ist.“ Ich wünsche euch und vor allem Deiner Tochter, dass sie in der Schule auf genau so viel Toleranz trifft und nicht gleich zu Beginn der Schulzeit in Rechtfertigungsnöte kommt. Es ist oft nicht leicht, anders als andere zu sein und man braucht auf jeden Fall eine gute Portion Selbstbewusstsein, um zu sich selber zu stehen – gerade, wenn man von der Norm (oder was als solche gesehen wird) abweicht.
    Mein Sohn, der klar ein Junge ist, trägt z.B. fast ausschließlich rote Klamotten. Das gilt ja auch irgendwie als „Mädchenfarbe“, aber er hat das mit so viel Selbstverständlichkeit getan, dass ich mich an keinerlei Kinderhänseleien erinnere.
    Aber vielleicht sind Kinder ja sowieso viel cooler und toleranter gegenüber ihrer Altersgruppe, als Erwachsene es häufig sind.
    Schöne Einschulung!
    (Und weil ich das gerade auf Instagram gesehen habe: für einen Partyrock definitiv orange!)

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