#12von12 im November

Jeden Monat fällt mir immer am 12. auf, wie wahnsinnig die Zeit rast. Schon wieder ein Monat rum, schon wieder der 12te – und plötzlich November! Warum stehen da schon Dinge wie Adventsbasteln im Kindergarten des Mädchens im Kalender und eine Erinnerung, dass ich Sachen für den Adventskalender besorgen muss?! Weihnachten? In sechs Wochen schon?! Ihr wollt mich doch verkohlen…Oh man. Tja, aber so sieht es wohl aus; und wenn ich mich hier so umsehe, stecke ich schon mitten in dieser crazy Vorweihnachtszeit, in der ich einfach acht Wochen lang nur im Dauerrotations-Modus bin. Unglaublich anstrengend, aber irgendwie auch sehr intensiv und schön. Heute war vermutlich der letzte unverplante Samstag für die nächsten 6 Wochen, und ich habe ihn als solchen ausgiebig genossen.

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Erst um halb acht bin ich aufgewacht – seit ich Kinder habe, ist das eine wahnwitzig späte Uhrzeit zum aufwachen. Es ist tatsächlich wie ausschlafen. Nach einer kleinen Kuschelrunde mit dem Rest der Familie dusche ich, mache mich fertig und stehe um kurz nach neun an der Straßenbahnhaltestelle.

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Ich fahre in die Stadt, und zwar ganz alleine! Auf dem Münstermarkt kaufe ich mir zum Frühstück eine kleine Tüte heiße Maroni, besorge Äpfel und Kartoffeln und quatsche ausgiebig mit meinem Freund Iro, der die leckerste Marmelade der Welt macht. Anschließend kaufe ich lauter Kruscht ein, der euch vermutlich gar nicht interessiert (naguuut: pflanzliche Herpescreme für den Sohn, Klopapier, einen MakeUp-Blender, Lippenstift, Eyeliner) und muss noch ins Klamottenkaufhaus, um der großen Tochter dicke Leggins zu besorgen. Auf dem Weg entdecke ich ebenjenen Sweater in der Mädchenabteilung. Der lässt mich wütend und ratlos zurück: Zum einen ist das schlicht #sexistischekackscheiße, zum anderen Frage ich mich, ob das schlimm falsche Englisch einen zusätzlichen „Witz“ darstellen soll – wozu muss ein Mädchen schon richtig Englisch können, wenn es hübsch aussieht? – oder ob der*die „Designer*in“ vielleicht selbst einpaar mal zu oft auf die Hausaufgaben verzichtet hat. Nunja.

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Zum Mittagessen habe ich ein Date. Auf dem Weg zum Sushiladen (was sonst?!) kaufe ich noch schnell Brot in Freiburgs schönster und leckerster Bäckerei. So eine richtige Bäckerei, keine Kette, keine Filialen. Man erkennt das auf dem Foto nicht, aber beide Ladenschilder sind aus Holz geschnitzt.
Mein Date ist einer meiner Lieblingsnachbarn aus der WG im Keller unseres Hauses. Mittlerweile sind wir mit den drei Jungs so eng zusammengewachsen, dass es sich manchmal anfühlt wie eine WG über zwei Stockwerke verteilt. Ich darf gar nicht dran denken, dass sich das vielleicht irgendwann dochmal auflösen könnte. Hoffentlich haben wir noch viele, viele Jahre gemeinsam mit Fahrdiensten und Milch ausleihen, Brötchen mitbringen, Katzen sitten und zum Sushi treffen.

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Nach dem Essen gehen der Herr Nachbar und ich noch ein bisschen Shoppen: Handschuhe und helmtaugliche Mützen zum Radfahren, Kleinzeug für den Adventskalender – und einen Spiral Designer*. Es ist manchmal echt gut, Kinder zu haben, um sich selbst Kinderzeug kaufen zu können :) Die Kinder lieben das Ding sofort, aber für mich ist irgendwas komisch: Das Ding, das ich aus meiner Kindheit noch kenne, war irgendwie anders. Ich forsche nach und finde raus, dass ich damals einen Spirograph* hatte, und auch, wenn beides so ähnlich funktioniert dass ich nicht verstehe, warum es nicht das gleiche ist, ist es eben nicht das gleiche. Ich ahne dunkel, was der Paketmann mir demnächst bringen wird.

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Zum Paketmann habe ich sowieso eine sehr innige Bindung. Während ich in der Stadt war, war er bei mir zuhause und hat mir neben einer Kasse* die ich für die kommenden Märkte brauche, auch ein Paket mit der begehrten Einhornschokolade gebracht. Vor knapp zwei Wochen habe ich spät abends eine gute halbe Stunde mit viel neu laden und viel Geduld im völlig überlasteten Webshop von Ritter Sport zugebracht und konnte 12 Tafeln ergattern, die allesamt als Weihnachtsgeschenke herhalten werden. Für mich selbst habe ich ein paar Tafeln vegane Schokolade bestellt. Am kommenden Montag gibt es die Einhorn-Schokolade übrigens nochmal online zu kaufen.
Zum späten Mittagessen gibt es auf Wunsch der gesamten Familie Kartoffelsuppe. Davon habe ich gestern für den Laternenumzug an unserer Schule 15 Liter gekocht, und auch 25 wären wohl gut weggegangen. Ich habe mich über viele Komplimente für die leckere Suppe gefreut, und Mann und Kinder fanden, dass sie eindeutig zu wenig abgekriegt hätten und es die heute nochmal geben muss. Dazu gibt es superleckeres Nussbrot von der Brotboutique Faller.

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Nach der Suppe lege ich mich aufs Ohr und kuriere mein Nachmittagstief aus. Der Mann bringt die Kinder ins Bett und ich gönne mir einen kleinen abendlichen Snack: Superleckere Kiku-Äpfel vom Markt mit ein paar Stückchen veganer Schokolade. Ich liebe die Geschmackskombination von säuerlichem Apfel und dunkler Schokolade sehr; das erinnert mich immer an die Schoko-Äpfel vom Weihnachtsmarkt.
Den Abend werde ich damit verbringen, meine schönen handgeletterten SnapPap-Label an die nächste Ladung Stricknadelrollen zu nähen – und dabei Gilmore Girls zu schauen. Ich sehe diese Serie gerade zum ersten mal und bin innerhalb einer Staffel von „Ohgottohgott ist das ein fürchterlicher Mist!“ zu Titelmelodie mitsingen mutiert. Und jetzt sitze ich quasi in der Falle und kann nicht mehr aufhören ;)

Ich bin gespannt, die ganzen anderen #12von12s bei DraußenNurKännchen zu lesen und zu gucken, was ihr alle heute so getrieben habt. Habt noch ein schönes Wochenende!

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2 Kommentare

  1. Frau Jule
    Am 12.11.2016 um 23:07:34 Uhr [Link]

    *kartoffelsuppencheck*

  2. Lillinger
    Am 13.11.2016 um 14:36:50 Uhr [Link]

    Gilmore Girls sind die besten :D

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