Schlafen für den Weltfrieden – der ultimative Tesbericht über ALLE eve- Produkte.

Dieser Beitrag enthält Werbung.

2016 ist der nackte Wahnsinn, und das überwiegend auf die weniger gute Art. Vielleicht verkleide ich mich nächstes Jahr zu Halloween als 2016, ich wette, damit grusele ich wirklich allen eine fette Gänsehaut auf den Rücken. Ich hab aufgehört zu zählen, wie viele Menschen dieses Jahr gestorben sind und immer wenn ich denke, jetzt reicht es doch mal für dieses Jahr, auch so weltpolitisch, kommt das nächste Ereignis, das mir den Hintern auf Grundeis gehen lässt. Vielleicht ist genau das jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Posting über Schlafzubehör, wenn das fast die einzige Möglichkeit scheint, noch irgendwie erholsam schlafen zu können.

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Erster Akt: Die neue eve Matratze und der Geruch der alten

Knapp ein Jahr ist es nun her, dass ich zum ersten Mal eine eve-Matratze testen durfte. Ich habe hier schon ausführlich über die damalige Matratze geschrieben, die meinem Rücken bis heute eine Wohltat ist. Das einzige, was ich (und praktisch ausnahmslos alle anderen eve-Blogger*innen auch) an der Matratze auszusetzen hatten, war der unangenehme, chemische Geruch, der Monate brauchte, bis er endlich vollständig verschwunden war. Auch die Stiftung Warentest war von dem Geruch nicht begeistert und verpasste der eve Matratze hauptsächlich seinetwegen eine sehr schlechte Note. Seitdem bekomme ich immer wieder besorgte bis beleidigte Nachfragen, wie ich denn für so ein Produkt noch Werbung machen kann. Die Antwort ist ganz einfach: Ich bin nach wie vor überzeugt von der Matratze; und auch, wenn ich mich besser gefühlt hätte, wenn die Matratze nicht so sehr gerochen hätte, klingt für mich plausibel, was eve über den Geruch, seine Herkunft und seine Auswirkungen neulich unter einem meiner Instagram-Postings schrieb:

„Wir haben bis vor einer Weile in Großbritannien produziert. Hier ist es nicht so, dass eine Firma die Wahl hat feuerhemmende Mittel zu verwenden oder nicht, es ist gesetzlich vorgeschrieben, um die Menschen zu schützen. Auch wenn eine Matratze für den deutschen Markt bestimmt war, auf dem ja bekanntlich keine feuerhemmende Mittel vorgeschrieben sind, darf keine Matratze eine britische Fabrik verlassen, die diesen Standards nicht entspricht. Dass unsere Matratzen auch damals gesundheitlich vollkommen unbedenklich waren, ist durch Certipur zertifiziert. Allerdings riechen diese feuerhemmende Mittel in der ersten Zeit ziemlich unangenehm, was britische Kunden gewohnt sind, deutsche aber nicht. Darum hatten wir schon vor dem Test durch Stiftung Warentest begonnen, nach einer neuen Fabrik hier in Deutschland zu suchen. Stiftung Warentest hat leider noch eines der britischen Modelle getestet. Mittlerweile stammen alle unsere Matratzen aus Deutschland und enthalten damit keine feuerhemmenden Mittel. Außerdem ist zu beachten, dass sich die gesundheitlichen Bedenken gegenüber diesen Stoffen vor auf Kinderspielzeug beziehen, dass von Kindern direkt in den Mund genommen werden kann. Hier gibt es strenge Grenzwerte für diese Mittel. Es geht also um direkten Kontakt mit den Schleimhäuten (der sollte mit dem inneren Kern einer Matratze nicht vorkommen) und noch dazu um eine Risikogruppe, nämlich kleine Kinder und Säuglinge. Auch hier sind diese Mittel nicht verboten, aber haben strengere Grenzwerte als in anderen Gegenständen, z.B. Matratzen. Der Text ist jetzt recht lang geworden, aber ich hoffe er hilft zu verstehen, dass wir zwar schneller eine Fabrik in Deutschland hätten finden sollen, damit unsere Kunden in der Anfangszeit nicht von schlechtem Geruch begrüßt werden, die Gesundheit unserer Kunden haben wir aber nicht auf die leichte Schulter genommen.“

Abgesehen davon wissen wir alle, dass in vielen Discounter- und Kaffeerösterprodukten immer wieder Schadstoffe gefunden werden. Und trotzdem kleiden viele ganz selbstverständlich weiterhin sich und ihre Kinder mit Sachen dieser Hersteller. Im Gegensatz zu den Discountern und Kaffeeröstern hat eve sich der Kritik ihrer Kund*innen wenigstens angenommen und das Produkt der Kritik entsprechend deutlich verbessert. Für mich definitiv ein Pluspunkt.

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Im Spätsommer räumten wir dann die ganze Wohnung einmal komplett um, und im Zuge dessen musste ich von meinem schönen 140cm-Bett mit der wunderbaren eve-Matratze auf ein 100cm-Bett ohne eve-Matratze umsteigen. Wirklich genau 5 Minuten nachdem ich mit dem Mann darüber gesprochen hatte, dass ich mir für mein neues Bett unbedingt auch eine eve kaufen möchte, kam eine Mail, in der ich gefragt wurde, ob ich nicht eine eve aus der neuen deutschen Produktion testen möchte. Dieses Universum, ey! Natürlich wollte ich, und abgesehen davon, dass die neue Matratze wirklich kein kleines Bisschen mehr riecht, ist sie auch noch 5 cm dicker, und hat im Gegensatz zum Vorgängermodell einen abnehmbaren Bezug. Nach wie vor lieben mein Rücken und ich diese Matratze, und ich empfehle sie jetzt, wo sie nicht mehr riecht, noch umso lieber weiter.
Weil wir zuerst eine Matratze in der falschen Größe geliefert bekamen, kam auch das mittlere Kind in den Genuss, eine eve-Matratze testen zu dürfen. Es findet sie „so schön kuschelig und gemütlich, aber nicht labberig!“ und schläft sehr gerne darauf. Unsere alte eve-Matratze liegt jetzt übrigens im Zimmer des kleinen Mädchens und erspart uns momentan noch die Anschaffung eines Pflegebettes. Einziger Verbesserungsvorschlag diesmal: eve-Matratzen sind ziemlich schwer und es kostet einiges an Kraft, sie von A nach B zu wuchten. Ich würde mir Trageschlaufen an den Längsseiten wünschen, das würde es erheblich erleichtern, die Matratze aufs Bett zu heben oder zu transportieren.

Zweiter Akt: Das Kissen

27533464670_c1eea8c5a7_b Der Mann und ich durften jeweils ein eve Kissen testen. Ein bisschen was über die Hard Facts habe ich hier schon aufgeschrieben. Das erste, was der Mann sagte, als er das Kissen in den Händen hatte, war: „Ich liebe dieses Ding jetzt schon!“ –  und das sagt einiges; denn der Mann ist sonst immer sehr skeptisch bis uninteressiert an irgendwelchen gehypten Produkten. Mittlerweile schlafen wir seit 5 Monaten auf dem eve Kissen und ich habe es sehr schätzen gelernt. Beim ersten Probeliegen spürte ich eigentlich erstmal nicht so viel. Man liegt da halt drauf, aber es fühlt sich nicht wirklich revolutionär anders an, als jedes andere Kissen auch. Erst, als ich nach einer ganzen Weile mal wieder spaßeshalber auf meinem gewohnten Microfaser-Flockenkissen schlief, merkte ich was: Mein altes Kissen fühlte sich plötzlich knubbelig und unbequem an. Nichts wurde gestützt, mein Nacken- und Schulterbereich sackte irgendwie in sich zusammen, die Fluffigkeit meines alten Kissens, die ich früher so gemütlich fand, störte mich jetzt nur noch.IMG_20160609_144301Egal, wie ich das Kissen zurecht drückte, immer knubbelte und drückte es irgendwo, oder irgendwelche Kissenecken waren mir vor der Nase oder sonstwie im weg. Getrennt habe ich mich von meinem Alten Kissen dennoch nicht, denn es eignet sich nach wie vor bestens als Rückenlehne, wenn ich im Bett lesen oder einen Film gucken möchte
– dafür taugt wiederum das eve Kissen überhaupt nicht. Beide Kissen ergänzen sich also perfekt; an das eine lehne ich mich an, auf dem anderen schlafe ich, und ich wache fast gar nicht mehr mit Verspannungskopfschmerzen oder einer verzogenen Schulter. Fazit: Das eve-Kissen ist bestimmt icht lebensnotwendig, aber es ist ein echt angenehmes Schlafkissen.

Dritter Akt: Die Bettdecke

Ebenfalls testen durften wir die nagelneue eve- Bettdecke. Da sie mit echten Daunen gefüllt ist, habe ich zuerst gehadert, denn eigentlich möchte Produkte, die mit Tierleid verbunden sind, nicht in meinem Haushalt haben – vor allem nicht, um darin angenehm zu schlafen. Eve hat mir aber versichert, dass diese Daunen als Nebenprodukt der Fleischerzeugung anfallen, und die Vögel nicht extra für die Decken gerupft werden. Reicht das jetzt, um sich die Sache schön zu reden? Oder kann man ab und an auch mal drüber nachdenken, ob die Herstellung von Micorfaserbettdecken vielleicht auch nicht gerade umweltfreundlich und daher auch nur so eine halbgare Beruhigung fürs Gewissen ist? Letztendlich habe ich mich für die Daunenbettdecke entschieden.

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Ich habe die Vier-Jahreszeiten-Variante, also zwei Decken, die mit Hilfe kleiner Druckknopf-Pinöpels zusammengehalten werden. Schon lange habe ich nicht mehr sowas bauschiges, fluffiges erlebt. Diese Decke ist wahnsinnig voluminös; eine richtige Bettenburg. Trotzdem ist sie leicht und erdrückt einen nicht. Dennoch ist es eine deutliche Umstellung von meiner alten Bettdecke auf diese, und ich weiß noch nicht, unter welcher der beiden ich am Ende lieber schlafen werde. Nichts desto trotz merkt man der Bettdecke ihre hohe Qualität definitiv an – die Daunendecken aus meiner Kindheit habe ich als knisternde, klumpige, schwere Säcke in Erinnerung. Das hier ist definitiv eine ganz andere Liga. Verbesserungswunsch hier: Die Druckknopfpinöpels. Zwar werden zwei Ersatzpinöpels mitgeliefert, trotzdem sehe ich ein gewisses Risiko, dass die Dinger verloren gehen. Druckknöpfe direkt auf der Bettdecke oder eingenähte Verbindungsmöglichkeiten scheinen mir sinnvoller.

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Letzter Akt: Die Bettwäsche und der Matratzenschoner

img_7974Wir durften ja wirklich ALLE eve-Produkte testen, und da die alte Matratze noch keinen Abnehmbaren Bezug hatte und bei uns jetzt im Zimmer des kleinen Mädchens liegt, habe ich mich über einen Matratzenschoner dafür sehr gefreut. Gerade unser kleinstes Würmchen speichelt ja sehr viel, spuckt bei Krankheit und neigt zu Nasenbluten, da macht so ein Überzug schon Sinn. Der Matratzenschoner funktioniert wie ein Spannbetttuch. Die Oberseite ist aus angenehm weichem Baumwoll-Jersey und die Beschichtung auf der Unterseite aus einem Material, das sich Neotherm nennt: absolut wasserfest und atmungsaktiv. Der Matratzenschoner tut seinen Dienst zu unserer vollsten Zufriedenheit. Nichts zu meckern, super Ding.

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Die Bettwäsche ist ein strahlend weißes Träumchen aus luxuriöser Baumwolle. Zusammen mit der fluffigen Daunendecke fühlt sich das wirklich an, wie in einem guten Hotel zu schlafen. Besonders begeistert hat mich ein kleines, aber feines Feature: zwei einfache Baumwollschlaufen in jeder der vier Ecken des Deckenbezugs. Damit kann man die Bettdecke in den Ecken fixieren und nichts verrutscht mehr. Das ist so einfach und so genial, ich wünschte, jeder Bettbezug hätte das standardmäßig. Schön finde ich auch, dass das Spannbetttuch wirklich ganz exakt auf die 25cm dickeimg_20161110_102354Matratze passt. Und dass der Kopfkissenbezug genau auf die eve-Kissen abgestimmt ist, macht sich auch positiv bemerkbar. Es gibt den Kissenbezug übrigens auch in ganz normalem 80×80- Format zu kaufen, für alle, die nicht auf einem eve-Kissen schlafen. An der Bettwäsche habe ich somit nichts auszusetzen, die ist toll! Ich würde sie mir gerne in weiteren Farben und vielleicht auch mit ein paar schönen Mustern wünschen, denn so schneeweiße Bettwäsche bleibt bei uns, die wir nur mit bleichefreiem Öko-Waschmittel waschen, einfach nicht dauerhaft so strahlend. Farbige und gemusterte Bettwäsche verzeiht da etwas mehr.

Fazit: Ich mag die Produkte von eve. Es muss am Ende jede*r selbst entscheiden, wie er die Testberichte über die Matratze und die Reaktion des Unternehmens darauf bewertet. Ich kann hier nur ehrlicherweise sagen, dass ich die Produkte weiterhin gerne nutze und gerne weiterempfehle und dass ich es positiv bewerte, dass eve sofort und so gründlich reagiert hat. Das machen bei weitem nicht alle Unternehmen, in deren Produkten Schadstoffe nachgewiesen werden. In diesem Sinne: Sleep you very well in your klapprig Bettgestell! – Sollte eve auch irgendwann mal Bettgestelle produzieren, teste ich auch das gerne.

 

Übrigens: Bis Ende des Monats bietet eve die Aktion „Papavember“ an. Zu jedem Matratzenkauf gibt es ein Bettwäscheset dazu. Klingt gut, was? Alle Infos dazu findet ihr hier.

3 Kommentare

  1. Svenja
    Am 17.11.2016 um 12:20:52 Uhr [Link]

    Hallo Ella,

    Ich würde wahnsinnig gerne wissen, ob ihr einen Unterschied zwischen der alten Eve und der neuen Eve in Bezug auf das Liegegefühl spürt. Ich habe mir damals, als auf den Blogs die ganzen Testberichte aufkamen, auch eine (stinkende :D) Matratze bestellt, weil ich starke Rückenprobleme habe.

    Da ich als Studentin nicht viel Geld habe, habe ich mich umso mehr geärgert, als dann kurz darauf die neue, verbesserte Eve vorgestellt wurde (warum habe ich nicht noch gewartet?).

    Liebe Grüße

  2. B. Cottin
    Am 18.11.2016 um 12:45:39 Uhr [Link]

    Die Daunendecken aus unserer Kindheit waren höchstwahrscheinlich keine Daunenbetten, sondern einfache Federbetten. Da klumpt sich schon mal was zusammen, mit Zwischenräumen…brr.

  3. antje
    Am 20.11.2016 um 17:36:24 Uhr [Link]

    @Svenja: ich scheine ein Mischprodukt zu haben: stinkend, Versandort Belgien, aber 25cm Dicke.
    und ich habe mich erst umwöhnen müssen.
    lG
    antje

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