#12von12 im März.

Es ist wieder einmal der 12te eines Monats und das heißt: über den Tag verteilt 12 Fotos von diesem Tag machen und verbloggen- egal ob es ein ganz gewöhnlicher oder ein echt aufregender Tag ist. Ganz viele andere #12von12s findet man, wie immer, bei draußennurkännchen.

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Der Tag beginnt um kurz vor halb sieben mit Gezeter und Gekreisch. Irgendwer hat irgendwas verbotenerweise angefasst, daraufhin wurde jemand gekniffen, zurückgehauen, angeschrien, dann heulte wer und wer anders äffte das heulen nach, was in noch mehr wütendes Gekreisch mündete. An solchen Tagen ist man schon genervt, bevor man das Bett überhaupt verlassen hat. Kinder haben ist toll, wirklich. Ein stetiger Quell nie versiegender Glückseligkeit.

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Duschen hilft. Verärgerung einfach wegbrausen. Beim Anziehen einmal mehr die irritierende Feststellung, dass mir meine Standard-Shirts, die bis vor Kurzem alle noch genau auf der Hüfte endeten, nun locker 20cm weiter nach unten bis zur Mitte der Oberschenkel reichen. Fast schon Minikleidchen-Feeling. Strange. Frühstücken und dabei einen Einkaufszettel schreiben.

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Der Postbote klingelt und bringt einen neuen Rock. Entgegen meiner Befürchtung passt er und ich liebe ihn sofort. Er passt so gut zum zufällig angezogenen lila Shirt, dass ich ihn gleich anlasse. Dazu noch die Kette von Frau Sieben und der Soundtrack zum Tag ist fertig:

Der Mann geht mit den Jungs zur Monatsfeier unserer Schule, ich fahre mit dem Mädchen einkaufen. Guckt ihr auch so gerne, was andere Leute einkaufen? Auf instagram gibt’s einen eigenen Hashtag dazu: #whatsinmyeinkaufswagen.

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Ein Laden weiter positioniert sich das Rieselfeld zur morgigen Landtagswahl. Gestern las ich, dass es in Freiburg keine AfD-Wahlparty geben wird, weil kein Lokal in Freiburg bereit ist, sich dafür zur Verfügung zu stellen. Gnihihihi.

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Ich komme fast zeitgleich mit dem rest der Familie zuhause an und bekomme erstmal jede Monatsfeier-Aufführung jeder Klasse erzählt. Die Klasse des großen Sohns hat Englisch- und Französisch-Unterricht vorgeführt. Dann will erstmal der Bärlauch aus der Gemüsekiste zu Pesto verarbeitet werden. Der kleine Sohn besteht auf die Einlösung meines Versprechens, ihm ENDLICH die Fingernägel zu lackieren.

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Die Jungs essen Flammkuchen zu Mittag, ich mache mir eins meiner Lieblingsessen: Gemüse mit Gemüse und Gemüse, im Ofen gebacken. So lecker, dass ich es seit vielen Jahren regelmäßigen essens einfach nicht über kriege.

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Der Rest des Nachmittags geht für Kruschtelkram drauf. Wäsche, Haushalt, Fahrräder reparieren. ich sammle meine Reiseunterlagen für nächste Woche zusammen, schreibe eine Liste, was ich noch erledigen muss, bevor ich fahre, und was ich nicht vergessen darf, einzupacken. Die Jungs schnitzen aus gesammelten Stöcken kleine Zwerge. Halbherzige Versuche sowohl des Mannes, als auch mir, sich ein bisschen auszuruhen, was auch wieder wegen irgendwelchen Gezeters der Kinder nicht klappt. Am Ende des Tages sind wir alle irgendwie frustriert, genervt und erschöpft.

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Ich bestelle mir ein Quiltbuch, um das ich schon lange herumschleiche und sortiere und streichle meine neu gehefteten Hexagons. Das hilft kurzzeitig ein bisschen gegen die schlechte Stimmung, aber so richtig gute Laune kriege ich heute wohl nicht mehr. Ich mache den Jungs einen Schnittchenteller und Spiegelei zum Abendbrot; der Mann ist bei Freunden verabredet. Das Gezeter und Gebocke setzt sich beim Abendessen fort; ich versuche, es so gut es geht auszusitzen. Bald ist der Tag endlich zuende und ich freue mich auf einen ruhigen Abend ganz alleine auf dem Sofa. Morgen wird ein besserer Tag.

 

Links zum Wochenende: #armeleuteessen, OMGyes, Apokalypsensimulator, Golden Pudel Club, Erziehungsstreit

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Letzte Woche schrieb ich, dass es mich immer ein bisschen im Bauch kneift, wenn etwas, das für in prekären Verhältnissen lebende Menschen notwendiger Alltag ist, zum Lifestyle-Trend von Wohlhabenden wird – beispielsweise Minimalismus. Ein weiteres Beispiel für so etwas ist der unsägliche Hashtag #armeleuteessen – auch hier wird etwas, das für tatsächlich arme Leute jeden Tag einen Kampf um einzelne Cents, satt werden und gesund bleiben bedeutet, zu einem bescheidenen Lebenstil verklärt. Warum man sich das klar machen sollte, bevor man bei sowas mit macht, kann man auf einblogvonvielen lesen.

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Andere Menschen haben eine Schwäche für Liebesromane oder Vampirromantik – ich habe eine für Weltuntergangsszenarien und Zombieapokalypsen. Daher fand ich auch diesen Simulator ganz spannend, der einem zeigt, wie schnell sich ein massenhaft tödliches Virus verbreiten würde, wenn man selbst Patient Zero wäre.

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Seit Jahren gerate ich immer wieder in enthusiastische Redeschwälle, wenn ich erzähle, wie gigantisch und unfassbar gut gemacht die Datenbank von ravelry.com ist. Bei Menschen, die ravelry nicht kennen, ernte ich meistens leider nur leere Blicke – wie soll eine Community für sowas wie stricken bitte irgendwie technisch beeindruckend sein? Das hat das slate magazine nun auch entdeckt und erklärt das mal.

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Studio Braun, Heinz Strunk oder Rocko Schamoni ist vermutlich eher was für Leute mit einem etwas, ähm, speziellen Humor. Für so Leute, die wahrscheinlich auch noch Bands wie Tocotronic oder die Sterne für ümmer und ewig lieben werden. Möglicherweise gehöre ich dazu (ich wäre so ein glückliches Mädchen mit einer Kette aus der Scheiße by Schamoni- Kollektion!). Im Golden Pudel Club war ich leider nur ein einziges Mal; dass er durch einen Brand zerstört wurde, macht mich trotzdem traurig. Frank Spilker, der Sänger der Sterne, hat einen Rückblick auf 25 Jahre Partykultur im Pudel geschrieben.

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Ich bin jetzt mal fürchterlich ehrlich zu euch: Ich finde Sex mit Männern in 99  % aller Fälle eher unspannend bis frustrierend. Das liegt daran, dass die aller-allermeisten Männer, auch die zärtlichsten, einfühlsamsten und engagiertesten, einfach nicht wissen, was sie mit so einer Vulva machen müssen, um dem*der Vulvabesitzer*in eine Freude zu machen. Unterstützung könnte omgyes.com bieten – eine Bezahlplattform, auf der man das auf sehr realistische Weise lernen kann.

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Und zum Schluss noch ein Filmchen: „Und das nennst du Erziehung?!“ – eine 37 Grad-Folge über teilweise belastende Uneinigkeit in Erziehungsfragen.

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Habt ein schönes Wochenende!

Endlich ist es da: Mein SnapPap-Buch! (mit Verlosung!)

 

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Endlich, endlich waren sie in der Post: Die Belegexemplare für mein neuestes Buch Nähen mit Snappap: Das ultimative Kreativpapier!*. Es ist jedes Mal toll, wenn man das Ergebnis seiner monatelangen Arbeit dann irgendwann in Form eines fertigen Buches in den Händen halten kann – aber diesmal war es doch etwas besonderer, als sonst. Denn „mein“ Buch ist das erste zum Thema SnapPap auf dem Büchermarkt, und dadurch, dass ich diesmal nicht nur Autorin, sondern auch Herausgeberin bin, hat es definitiv einen ziemlich hohen „mein Baby!“- Charakter.

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Für alle, die das Material noch nicht kennen, eine kurze Einführung: SnapPap ist ein veganes Leder auf Papierbasis. Da kann man sich erstmal nicht viel drunter vorstellen, aber eigentlich kennen viele das Material schon längst: es ist ziemlich genau das, was viele Jeanshersteller für das lederartige Label am Taillenbund ihrer Hosen verwenden. Auf dem amerikanischen Markt ist es als „KraftTex“ bekannt, bei uns heißt es SnapPap und wird von Snaply.de vertrieben. Man kann damit vieles machen, das man sonst aus Leder machen würde. Es ist reißfest, stabil und belastbar und lässt sich auf fast unendlich viele Arten be- und verarbeiten.

Snaply ist nun schon seit längerem einer meiner Blogsponsoren, und so bekam ich kurz vor dem SnapPap Launch im Sommer letzten Jahres eine Ladung des neuen Wundermaterials zum Testen geschickt. Ich glaube, es war keine 10 Tage später, dass ich bei meiner Redakteurin im Büro saß und sagt: Da will ich ein Buch zu machen! Tja, und hier ist es nun, druckfrisch und voller Ideen für verschiedenste kreative Projekte!

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Weil das Material noch so neu ist, haben wir an den Anfang des Buches erstmal eine sechsseitige Material- und Verarbeitungskunde gesetzt, in der ich alles erkläre, was es über SnapPap zu wissen gibt: Woraus besteht dieses Material? Wie haltbar ist es? Wie kann man es waschen? Läuft es ein? Was kann man damit alles machen? Was muss man beim Nähen beachten? Diese und viele weitere Tipps habe ich ausführlich beantwortet.

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Und dann geht es los mit dem Hauptteil: Die Modelle im Buch sind so vielseitig wie das Material SnapPap selbst – es war mir wichtig, möglichst jede der fast unendlichen Gestaltungs- und Verarbeitungsmaterialien zu zeigen. So gibt es Genähtes, Bedrucktes, Gestanztes, Geprägtes, Besticktes, Bemaltes, Gewebtes, Bestempeltes, Geklebtes, und Gefärbtes.

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Es gibt zum Beispiel einen coolen Beutel-Rucksack mit Reißverschluss. Oder ein mit der Maschine besticktes Spiralmäppchen. Einen Gewebten Brotkorb. Selbstgebundene Skizzenhefte, Reisetagebücher oder Rezeptkladden mit einem Einband aus SnapPap.

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Kleine Portemonnaies. Spezial-Zubehör für alle, die gern unterwegs Stricken. Ein schönes Kameraband. Und natürlich meine heißgeliebten, wunderschönen Geschenkanhänger. Und viele andere schöne Sachen.

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Und weil andere Kreative auch tolle Ideen haben, habe ich mir von zwei Bloggerinnen Unterstützung geholt: Frau Scheiner und Christina haben jeweils auch zwei tolle Modelle zum Buch beigesteuert. Außerdem gibt es eine Doppelseite mit Inspirationen, die man unter dem Hashtag #SnapPap auf instagram finden kann – mittlerweile sind da natürlich noch viele Hundert weiterer Ideen dazugekommen; diese Inspirationsquelle kann ich euch nur wärmstens empfehlen!

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Ich finde, das Buch ist wirklich toll geworden – nicht zuletzt auch dank der tollen Arbeit meiner Redakteurin, der Lektorin, des Grafikers, der Layouter*innen, des Fototeams und aller anderen Personen die an der Entstehung eines solchen Buches beteiligt sind. Und natürlich gibt es auch diesmal wieder zwei Exemplare davon zu gewinnen – Hinterlasst mir einfach bis Freitag, den 11. März 2016 um 23:59 einen Kommentar unter diesem Blogposting. Wer teilnehmen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein; der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich. Viel Glück!

Noch mehr über das Buch und seine Entstehung könnt ihr hier im Snaply Magazin lesen.

Übrigens: In Kürze wird es eine weitere Verlosung geben, und zwar exklusiv auf Instagram: Zwei Eintrittskarten für die Creativa in Dortmund gibt es da zu gewinnen – spitzt schonmal die Endgeräte ;-)

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mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links

Links zum Wochenende: gender pricing, jede*r von uns hält 60 Sklaven, #EqualCareDay, 2000 Murmeln.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Habt ihr schonmal von gender pricing gehört? Damit wird das Phänomen bezeichnet, dass die „Frauenversion“ eines Produktes meistens deutlich mehr kostet, als die „Männerversion“. Mittlerweile ist bewiesen: Frauen zahlen für Produkte des alltäglichen Bedarfs mehr als Männer.

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Nachhaltiger Lebensstil und Minimalismus sind gerade total im Trend. Bei Dingen, die für viele Menschen bittere Notwendigkeit sind (weil sie z.B. in prekären Verhältnissen leben), und für die anderen ein Lifestyle Trend, bin ich immer sehr zwiegespalten: Unterm Strich ist es ja irgendwie gut, wenn solche wichtigen Sachen bei einer großen Menge an Leuten ankommen; andererseits habe ich oft den Eindruck, viele wissen gar nicht, worum es wirklich geht. Eins dieser Dinge, von dem ich finde, dass jede*r sich bei seinem alltäglichen Konsum bewusst sein sollte ist die Tatsache, dass der Wohlstand, den wir hier tagtäglich genießen, nur möglich ist, weil er auf dem Rücken der sowieso schon ärmsten Menschen der Welt ausgetragen wird. Jede*r von uns hält sich durchschnittlich 60 Sklaven.

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Immer noch wird der Hauptanteil der Zuständigkeit für die Kinder in einer Familie der Frau zugeschrieben. Noch eindeutiger ist das, wenn man ein Kind mit Behinderung zu versorgen hat: Da scheint es absolut common sense, dass Hauptpflege- und Bezugsperson immer die Mutter ist, die selbstverständlich auch ihren Beruf aufgibt, um für das Kind da zu sein. Während für Mütter nicht behinderter Kinder momentan das Ideal der „working mom“ gilt, wird man Mutter eines behinderten Kindes im Handumdrehen zur „Rabenmutter“, wenn man sich und sein Leben nicht vollständig der Care Arbeit rund um den Pflegebedürftigen Nachwuchs hingibt. Väter tauchen in dieser Gedankenwelt nicht auf. Nicht in Arztgesprächen, nicht im Klinikalltag, nicht in der Familienorganisation zuhause. Mareice hat zum Equal Care Day einen sehr schönen Artikel für das Missy Magazin dazu geschrieben.

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Warum es so schön ist, in Freiburg zu leben? Darum.

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Und zum Schluss noch was zum Staunen: Eine Maschine macht Musik mit 2000 Murmeln.

 Soviel für heute, vor mir liegt ein weiteres volles Wochenende, an dem ich wohl ganz schön am Kopf frieren werde – die Haare sind ab! Macht euch eine gute Zeit!

„Was macht eigentlich dein Rücken, Ella?“

Im Januar habe ich mich entschieden, mich nach über zwei Monaten mit starken Rückenschmerzen endlich nachhaltig um meine Rückengesundheit zu kümmern. Ich habe beschlossen, im ersten Halbjahr keine Quiltaufträge anzunehmen, und auch Bücherprojekte habe ich abgelehnt. Und ich habe begonnen, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen, um meine Rückenmuskulatur wieder aufzubauen. Seit gut sechs Wochen mache ich das jetzt, Zeit für eine kleine erste Zwischenbilanz.

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Die ersten ein, zwei Wochen waren ganz schön hart. Diese Anfangsphase, in der man sich noch täglich ohrfeigen will für die Entscheidung, die man da getroffen hat, ist echt ätzend. Am Anfang habe ich nur ein bisschen Ausdauertraining und Rückengymnastik gemacht – letzteres klingt ja immer nach nichts, aber mit der richtigen Trainerin ist das verflucht anstrengend und mitunter schmerzhaft. Aber eben auch effektiv. Schon nach kurzer Zeit konnte ich sogar wieder anfangen, mein heißgeliebtes Body Pump zu machen. Am Anfang mit ganz leichten Gewichten, mittlerweile konnte ich sie schon ein bisschen erhöhen und komme deutlich weniger aus der Puste. Seitdem macht dieses Sport-Ding plötzlich Spaß. Und das wichtigste: Ich merke erste Effekte: Meine Rückenschmerzen sind insgesamt deutlich weniger geworden; ich habe sogar schmerzfreie Tage. Es sind nur sechs Wochen vergangen, aber aus der Selbstverwünschung vom Anfang ist schon jetzt Dankbarkeit mir selbst gegenüber geworden, dass ich es tatsächlich durchgezogen habe. Ich gehe 3-4 mal pro Woche für jeweils 1,5 bis 3 Stunden effektive Sportzeit ins Fitnessstudio, und finde es mittlerweile schon wirklich blöd, wenn ich aus irgendeinem Grund mal nicht gehen kann (was zum Glück sehr selten vorkommt).
Zwischendurch gibt es aber doch auch immer noch Tage, an denen ich nach zu langer, einseitiger Belastung kaum noch lange genug stehen kann, um zum Beispiel Essen zu kochen. Das heißt, dass auch nähen noch längst nicht wieder so geht, wie es vor den Rückenschmerzen war. Es liegt also noch einiges an Arbeit vor mir, aber ich merke, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Was ich auch merke, ist Gewichtsverlust. Mittlerweile sind bereits 10 Kilo irgendwie weg; meine Röcke werden weiter und die Oberteile länger; ich kann mich besser bewegen. Mittlerweile kann ich damit ganz gut und vernünftig umgehen und bin gespannt, wohin es noch führt.

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Außerdem macht mir die Fortführung einer Fotoserie Spaß, die ich vor fast 10 Jahren mal begonnen habe: #shoesatthegym. Damals noch auf flickr, jetzt auf instagram. Bei jedem Besuch im Fitnessstudio fotografiere ich ein anderes Paar herumstehender Schuhe, das ich irgendwie besonders schön oder interessant finde. Also nochmal zur Erklärung: nein, das sind nicht alles meine eigenen Schuhe ;-)

Nicht weniger geworden ist hingegen die Arbeit, die ich habe. Zwar sitze ich zur Zeit erheblich weniger an der Nähmaschine, dafür aber umso mehr vor dem Laptop. Es gibt viel zu planen, zu organisieren und zu koordinieren, zu kommunizieren und zu konzeptionieren. Nichts desto trotz vermisse ich meine Nähmaschine sehr. Ich hoffe, mein Rücken wird nun stetig kräftiger und weniger schmerzhaft und bleibt mir wohlgesonnden, wenn ich mich bald wieder für einige kurze Etappen an die Maschinen wagen möchte.