Dreieinhalb Röcke für mich.

Es ist schon eine Weile her, dass ich herausfand, wieviel Spaß und Sinn es macht, sich Kleidung selbst zuimg_20160922_075746 nähen. Mit jedem Teil, das ich für mich oder meine Kinder nähte, klappte es besser, und ich habe es geliebt, selbstgenähte Leggins, Röcke, Oberteile zu tragen und meine Kinder in Selbstgenähtes zu verpacken. Ein bisschen getrübt wurde meine Freude dadurch, dass es für große Größen einfach kaum brauchbare Schnittmuster gab und gibt, aber mit ein bisschen Schnittmustererweiterung hier und ein bisschen Patternhacking da ging es schon irgendwie.
Mittlerweile habe ich „nur“ noch Größe 44/46, was immer noch eine Übergröße ist. Aber damit ist es doch schon deutlich leichter, Schnittmuster zu finden, die auf Anhieb sitzen. Da sich meine Kleidergröße aber etwa alle 8-12 Wochen wieder ein bisschen ändert, fand ich lange, es würde sich der Aufwand nicht lohnen, Kleidung selbst zu nähen, die dann nur so verhältnismäßig kurz passt. Aber die Sehnsucht nach selbstgenähter Kleidung war dann doch irgendwie zu groß, und als im GoodieBag von #snaplybackstage dann noch jeweils ein Meter hellgrauer und anthrazitfarbener Jaquard von Hamburger Liebe und Albstoffe enthalten war (der supertolle Stoff heißt Knit Knit und ist aus der Hipster Square Kollektion), war klar: also wenigstens ein paar einfache Röcke müssen einfach sein.

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Das erste Exemplar: zu eng.

Bei Stoff & Stil fand ich ein wunderbar einfaches Schnittmuster, das so einfach und schnell runterzunähen ist, dass am Wochenende nun dreieinhalb Röcke danach entstanden. Dreieinhalb, weil der erste ein wenig zu eng geworden ist (Größe 44 ist mir in der Taille fast schon zu weit, aber um Hintern und Hüfte noch zu eng). Macht nichts, da kann ich jetzt reinwachsen. Der restliche dunkle Jaquard reichte noch für einen weiteren, etwas verbreiterten Rock, und der passt perfekt. Auch aus dem hellen Jaquard entstand so einer, und ein weiterer aus einem wunderschönen, dicken, warmen Wollwalk, den ich vor ein oder zwei Jahren als Reststück bei Garçonne erstanden habe. Damals passte mir das Stück so gerade eben um die Hüften, jetzt kann ich mir zum Rock daraus noch passende Stulpen nähen. Und eine Mütze. Und Armstulpen. Und einen Schlupfschal.

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Wahrscheinlich werden das nicht die letzten Röcke dieser Art gewesen sein, den bei dem geringen Zeitaufwand und dem sparsamen Materialeinsatz (ich bekomme aus einem Meter Stoff zwei Röcke) könnte ich es durchaus verschmerzen, wenn sie nach 2 Monaten nicht mehr passen – und sich dann jemand anders dran freuen kann. Der Schnitt ist so einfach anzupassen, dass ich mir nicht mal einen neuen kaufen muss, wenn ich den Roch irgendwann 1 oder 2 Nummern kleiner nähen will. Ich freue mich gerade sehr über das bisschen Selbstgenähtes, auch wenn es nicht die hohe Schneiderkunst ist, die ich hier zeigen kann.

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Für die Präsentation des Walkrocks habe ich dann extra noch meine farblich besser passende Sweatjacke für euch angezogen. Es ist eine ganz neue Erfahrung, sich auf Bildern anzugucken, und sich selbst so richtig gut zu finden. Ich mag meine breiten Hüften, ich mag meinen runden Hintern. Von mir aus kann das so bleiben. Ich muss keine Größe 36 oder 38 haben, um mich schön und gut finden zu können.

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Sehr wahrscheinlich werden das nicht die letzten Röcke ihrer Art gewesen sein. Und vielleicht folgen ja doch noch ein paar selbstgenähte Shirts oder Oberteile.

Links zum Wochenende: Zitronenvielfalt, Invasive Geburtshilfe, Regelschmerzen einfach ausknipsen u.a.

Endlich mal wieder Wochenend-Links! Alles, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Jedes Mal, wenn ich dran vorbeilaufe, ärgere ich mich über diese eine saublöde Discounter-Werbung: „Einfach, weil man keine zehn Sorten Zitronen braucht, sondern einfach nur Zitronen“. Katharina Seiser, Autorin mehrerer Kochbücher, erklärt, warum diese Aussage so wenig Sinn macht und fasst meinen Ärger wunderbar zusammen.

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Ich bin ein großer Fan von analogen Produktivitäts-Tools. Ich liebe meinen Taschenbegleiter und mein Kanban-Board mit der Planung meiner beruflichen Tasks im Nähatelier. Digital kann ich in dieser Hinsicht einfach nicht, ich habe es mehrfach probiert, aber es taugt mir nicht. Momentan bin ich Feuer und Flamme für dieses einfache und geniale Bullet-Journaling-System, für das man einfach nur ein Blankobuch und einen Stift braucht.

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Der wohl crazyste Dachgarten, den wir jemals gesehen haben werden. Das da auf dem ersten Bild ist kein alter Bauernhof. Sondern ein Kleingarten auf dem Dach eines mehrstöckigen Hauses.

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Kein leichter Text, aber ein verflucht guter: Why is the delivery room the one place where a woman doesn’t have control over what happens to her body?

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Feministinnen-Humor: 24 Gesichtsausdrücke, die uns nur allzu bekannt vorkommen.

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Etwa alle drei Monate knocken mich Regelschmerzen so aus, dass ich ein bis zwei Tage unbrauchbar mit der Wärmflasche im Bett liege. Ich fühle mich dann manchmal richtig krank und kriege sogar Fieber. Die Schmerzen sind so stark, dass Medikamente oft gar nicht oder nicht ausreichend helfen. Jetzt bin ich gespannt auf Livia, ein nicht-invasives kleines Device, das die Schmerzsignale einfach durch pulsierende Signale unterbrechen und den Schmerz so deutlich erträglicher machen oder sogar ganz beenden soll. So richtig komfortabel stelle ich es mir nicht vor, mit so verkabelt rumzulaufen – aber es wäre allemal besser, als wegen Schmerzen gar nichts machen zu können.

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Für heute war es das mal wieder – ich hoffe, ich komme in nächster Zeit wieder regelmäßiger dazu, euch freitags mit frischen Links zu versorgen :) Habt ein schönes Wochenende!

#12von12 im Oktober

Ein neuer Monat, ein neues #12von12. Muss ich das hier eigentlich nocht irgendwem erklären? Rhetorische Frage – natürlich nicht. Denn mittlerweile kennen wohl alle das beliebte Spielchen, dass sich jeden Monat aufs Neue bei DraußenNurKännchen und in sehr vielen Blogs abspielt.

Wie fast immer, wenn der 12te auf einen Wochentag in der Schulzeit fällt, schaffe ich kein Foto, bevor nicht alle Kinder aus dem Haus sind. Zu eng getaktet der Zeitplan, um alle rechtzeitig versorgt zu kriegen. Nachdem die Großen auf dem Weg zur Schule sind und das Mädchen im Bus-Shuttle zum Kindergarten sitzt, ist meine erste Amtshandlung, mir ein paar neue Mongs gegen meine fürchterlich kalten Füße zu bestellen. Mein altes paar ist völlig hinüber, aber ich bin sicher, die neuen werde ich genau so heiß lieben. Ich friere so fürchterlich in diesen kalten Herbsttagen! In meiner Fleecejacke setze ich mich hin und zeichne eine Skizze, die ich dann einscannen und in eine Anleitung einbinden muss. Teil eines Projekts für den Verkaufsstand der Klasse des großen Sohns auf dem Winterbasar unserer Schule.

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Dann mache ich mir Frühstück, setze mich zu den Kuschelkatzen aufs Bett und drehe eine kleine Runde durchs Internet. Leider kann es nicht lange so gemütlich bleiben, denn unser neuer Haushaltshelfer kommt. Er muss noch ein bisschen eingearbeitet und angeleitet werden, macht seine Sache aber echt gut!

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Mir fällt es immer schwer, sitzen zu bleiben, wenn um mich rum jemand rumwurschtelt, daher räume ich mein Nähatelier auf. Ich habe eine weitere Matratze von eve geschickt bekommen, aus der neuen Produktion in Deutschland. Dazu zwei Matratzenschoner und Bettwäsche. Das alles will ich zu ein paar schönen Fotos fürs Blog aufbauen und aufziehen, aber leider stellt sich raus, dass mir eine zu große Matratze geschickt wurde. Also schreibe ich eine nette Mail an eve und beziehe halt die alte Matratze mit alter Bettwäsche neu. Auch gut! Beim Aufräumen meines Schreibtisches finde ich ein Kuvert von meiner Mutter und will nachsehen, ob sich darin eine hübsche Karte befindet, die man noch zum Basteln weiterverwenden kann. Leider ist die Karte ganz schmucklos, dafür liegen in dem Umschlag noch 50 Euro, die sie mir im Sommer zum Geburtstag geschenkt hat. Das sind fast 2 Meter Stoff. Oder 3x Sushi essen. Nehm ich!

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Anschließend falte ich meine neuen Stöffchen. Teils gekauft, teils mitgebracht von #snaplybackstage. Die großen Stücke von mehr als 0,5m mit meiner bewährten Comicpappen*-Methode, die kleineren zu gleich großen Päckchen, die genau in die Bastkörbe meines Expedits passen. Und dann muss ich das Aufräumen abbrechen und unbedingt noch was arbeiten, bevor es schon wieder Zeit wird, das Mittagessen vorzubereiten.

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Zum Mittagessen gibt es für die Kinder Roggenbrot-Sandwiches mit Spiegelei, Räuchertofu und Salatgurke (ohne Foto), und für mich Gemüse aus dem Backofen. Anschließend machen die Kinder Hausaufgaben und gehen dann spielen, und ich setze mich wieder an die Arbeit. Zwei Stunden lang, dann schläft das Mädchen ein, die Großen bekommen das iPad für zwei Folgen Ninjago, und ich muss eine halbe Stunde powernappen.

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Danach die Sinne wieder hochfahren mit dem Auffüllen meiner Stickgarn-Kiste, und am Abfüllen bunter Knöpfe in niedliche kleine Gläschen. Was das wohl wird? Ihr werdet es bald erfahren. Dann wieder an den Rechner setzen und weiterarbeiten, bis der Mann nach Hause kommt und es für mich Zeit wird, in den Sport zu gehen.

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Beim Bodypump habe ich eine schlimme wardrobe malfunktion, als mir einmal bei den Squats und einmal bei den Bauchübungen die Sporthose über den Hintern rutscht. Heidewitzka! Auf dem Heimweg muss ich die ganze Zeit die Hose festhalten, damit sie sich nicht wieder verabschiedet. Und natürlich gibt es keinen Besuch im Fitnessstudio, ohne #shoesatthegym. Dieses Mal sind es sogar tatsächlich endlich mal meine eigenen Schuhe – weil ich sie so schön finde. Das Modell heißt Susanne und ist von Grünbein. Ich habe sie in Berlin gekauft, wie meine beiden anderen Paare Herbst-/Winterschuhe vor 5 Jahren. Die trage ich auch noch immer sehr gerne.

Tja, so war das heute eher ein ruhiger, stinknormaler und ein bisschen langweiliger Tag. Aber so ist das halt manchmal.

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mit * gekennzeichnete Links sind amazon-Affiliate Links.

Was für 1 Wochenende! #snaplybackstage in Au an der Hallertau

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Leute, was ist das Leben schön! Ich bin noch ganz voller Hurra-Atome, die ich alle aus dem schönen Bayern mitgebracht habe. Dorthin war ich am vergangenen Wochenende eingeladen, um mit rund 45 anderen Bloggerinnen einen Blick hinter die Kulissen von Snaply zu werfen. #snaplybackstage hieß die Veranstaltung, für die Mr. Snaply, also Simon, und sein Team monatelang geplant und organisiert haben. Das Ergebnis war das wohl umfangreichste, großzügigste und perfekteste Blogger*innen-Event, das man sich vorstellen kann.

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(von oben nach unten und links nach rechts: Julia von lillesol und pelle, Vera von kater paule, Daniela, Simon und Isah von Snaply, meine Wenigkeit, Andrea von Jolijou.)

Ich reiste mit einem ersten Schwung weiterer Mädels bereits am Freitag an. Von Bahnhof und Flughafen wurden wir mit einem Shuttle-Service nach Gütlsdorf gebracht, wo wir in einem gehobenen Landgasthof untergebracht waren. Abends waren wir alle zu und sehr leckeren Runde Abendessen eingeladen, bei der sich schon abzeichnete, dass das ein sehr lustiges Wochenende werden würde. So richtig los ging es am nächsten Morgen: nach einem schönen Frühstück fuhr uns der Shuttlebus nach Au an der Hallertau ins Snaply-Firmengebäude. Zum ersten Mal waren wir dort alle auf einem Haufen, und es war einfach Wahnsinn, wer alles dort war. Von recht unbekannten (aber nicht minder tollen!) Bloggerinnen bis zu den ganz bekannten war ein repräsentativer Querschnitt durch die Nähblogger*innen-Szene abgebildet. Susanne von Hamburger Liebe, Andrea von jolijou, Anke von Cherrypicking, Ina von pattydoo, Pauline von Klimperklein, Rosi von Schnabelina,…und viele, viele mehr.

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(links mit Frau Scheiner, rechts mit der unzerstörbaren Pauline von klimperklein, die es auf sich nahm, in 68 Stunden nur 6 Stunden zu schlafen, um dabei zu sein.)

In jedes Mal neu durchmischten Gruppen waren wir den Tag über in 4 Workshops eingeteilt. Mein erster war „Gaudi mit Daniela“, wo wir Lebkuchenherzen mit Zuckerschrift verzierten. Hat viel Spaß (und nur ein bisschen Sauerei) gemacht. Mir der nächsten Gruppe wurde ich von Simon durch alle Hallen, Abteilungen und die Katakomben des Firmengebäudes geführt – #snaplybackstage im wahrsten Sinne des Wortes. Wir bewunderten die vielen Regalmeter voller bunter Stoffe und KamSnaps, die Sortiermaschinen, Schneidetische und erfuhren jede Menge Interessantes über die Entwicklung der Firma von einem kleinen Dawanda-und ebay-Gewerbe bis zum heutigen, immer noch im Wachstum befindlichen Unternehmen mit 30 Angestellten.

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img_20161008_180003 img_20161008_180148Zum Mittagessen brachte der Caterer drei leckere Suppen, und diese feine, heiße Kürbissuppe (mit viiiiiel Schnittlauch, denn ich liebe Schnittlauch) hat nach dem Spaziergang durch die eher kühleren Lager-Räumlichkeiten so richtig gut getan (und unglaublich lecker geschmeckt). Nachmittags durfte ich an einem Näh-Workshop von BERNINA teilnehmen. Ich hatte schon vorher zwischendurch immer wieder mit den beiden überaus netten Workshop-Leiterinnen gequatscht und konnte einfach nicht aufhören, um die QE 770 herumzuschleichen. Bisher habe ich mich nie getraut, an einer solchen Maschine probezunähen, weil mir irgendwie schon klar war, dass ich mich rettungslos in sie verlieben würde. Wir nähten uns ein wirklich schönes Armband mit Zierstichen auf SnapPap, und beim Arbeiten an der Maschine kam es natürlich, wie es kommen musste. Keine Chance, sich der Magie dieses Wunderwerks zu entziehen.

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(oben rechts: Katrin von modage und Andrea von FräuleinAn; unten links Susanne von Hamburger Liebe, Maarika von liiviundliivi, Rosi von Schnabelina und nochmal Andrea von FräuleinAn.)

Ich muss sagen, ich konnte mich nur schwer von ihr trennen – aber der letzte Workshop des Tages rief: Fabric Weaving mit Isah im SnapLab. Das SnapLab ist ein wunderschön eingerichtetes Räumchen bestehens aus drei Baucontainern, das Simon sich eingerichtet hat, um kreative Dinge ausprobieren zu können. Dass uns Fabric Weaving erwartete, hatte ich schon mitbekommen, aber als ich sah, dass Snaply ein eigenes Weaving Board samt Nadel entwickelt hatte, musste ich schmunzeln. Denn genau darüber hatten Simon, Isah und ich uns im März auf der creativa unterhalten, wo ich ganz begeistert war von dieser Technik, die ich über instagram entdeckt hatte. Und zack, 6 Monate später hat Snaply dafür eigenes Zubehör. Tja, so sind sie, die findigen Geschäftsleute ;-) Mein Werk sieht irgendwie ein bisschen aus, wie das Testbild im Fernsehen früher. Ich mag diese Technik aber sehr und werde definitiv weiter damit experimentieren.

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Nach dem letzten Workshop brachte uns der Shuttle wiederzurück zum Hotel, wo wir gerade genug Zeit hatten, uns kurz auszuruhen, den Inhalt unserer Goodie-Bags zu bewundern und uns hübsch zu machen. Auf instagram habe ich euch am Wochenende in einer Story den Inhalt meines Goodie Bags gezeigt – leider habe ich davon kein Foto, weil der Inhalt schlicht nicht auf ein einzelnes Bild passte. Es waren unter anderem zwei Meter wunderschöner Jaquard von Hamburger Liebe für Albstoffe darin, sowie alle Materialien für fabric weaving, ein kleines Schweizer Taschenmesserchen von Bernina mit Nahtauftrenner, jede Menge Ösen, Taschenbügel, Pattydoo-Stoffe und natürlich eine Auswahl der wunderschönen Sachen, die die Bloggerinnen für den Gabentisch gemacht haben.

Dann wurden wir wieder zurück zu Snaply gebracht, wo das Team den Eingangsbereich zwischenzeitlich in ein schickes Restaurant verwandelt hatte. Der Caterer lieferte ein vorzügliches Vor- und Hauptspeisenbuffet, mit ausreichender vegetarischer und veganer Auswahl; es gab viel Gutes zu trinken und später Musik und Tanz. Ich habe mich relativ früh verabschiedet und mich schon gegen Mitternacht zurück ins Hotel bringen lassen, weil ich für den nächsten Tag fit sein wollte. Der letzte Shuttle fuhr um halb vier zurück ins Hotel, und, ohne zu viel preisgeben zu wollen, waren wohl nicht wenige am nächsten Morgen wohl sehr froh über die Aspirin aus dem Begrüßungs-Goodie. Sehr weise und vorausschauend, die Snaplys. Details werdet ihr von mir nicht erfahren, denn: What happens in Au an der Hallertau, stays in Au an der Hallertau.

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(rechts: Bine von waseigenes bewundert makis knooking-Künste)

Nichts desto trotz, und obwohl wir ja am Sonntag nach dem Aufstehen auch noch packen uns auschecken mussten, erschienen fast alle pünktlich um neun zum Brunch im Frühstückssaal, der bis etwa 11 Uhr dauerte. Danach ging es mit dem Shuttle nach Freising auf den Domberg, wo Snaply das Gartenhaus für uns gemietet hatte. Es gab zwei entspannte Workshop-Möglichkeiten – Fabric Weaving und Nähen – und auch, wenn ich supergerne mehr Weben mit Schrägbändern ausprobiert hätte, konnte ich dem süßen Ruf der QE 770 nicht wiederstehen. Ich hatte schon am Vortag verabredet, dass ich gerne mal Free Motion Quilting an dieser Maschine ausprobieren würde. Also improviesierte ich mir einen kleinen Quilt Sandwich, ließ mir alles erklären und legte los. Und war, was jetzt bestimmt total überraschend kommt, natürlich absolut hingerissen. Das Ergebnis war zwar noch etwas krakelig, aber für einen ersten Versuch an einer Maschine, an der ich noch keine Übung habe, doch ganz ansehnlich. Die anderen Mädels testeten ein Produkt, das Snaply bald neu ins Programm aufnehmen wird: Recyceltes Leder, das riecht wie Leder, aussieht wie Linoleum und sich anfühlt wie Gummi.
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Danach nahm ich noch an einer Brainstorming-Runde Teil, in der wir uns mit Snaply über unsere Ideen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge für neue Produkte austauschten. Ich muss sagen, es war wirklich unglaublich spannend und inspirierend, mit 25 anderen, durchweg versierten oder sogar profesionellen Näherinnen, die alle eine Tiefe Ahnung von ihrem Metier haben, zu fachsimpeln. Das ist was, das ich sehr gerne öfter hätte.

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(unten rechts: Die wunderbare Birgit von BERNINA)

Anschließend blieb dann noch etwas Zeit zum quatschen übrig, bevor ein langes Abschiednehmen begann. Es war so, so schön mit euch, liebes Snaply-Team und liebe Blogger-Kolleginnen. Ich (und ausnahmslos alle anderen Teilnehmerinnen) haben das ja schon mehrfach gesagt, aber man kann es nicht oft genug wiederholen: Dieser Event war beispiellos. Beispiellos in seiner Großzügigkeit, in seiner hervorragenden Organisation, die wirklich alles bedacht hat und einen reibungslosen Ablauf garantierte, in seiner Herzlichkeit und familiären Atmosphäre. Zu keinem Zeitpunkt musste es irgendwem an irgendwas fehlen, und alles, was außer der Reihe gewünscht wurde, wurde auch noch möglich gemacht. Und liebe Mit-Bloggerinnen, ich freue mich sehr, dass ich euch alle kennenlernen durfte, und ich hoffe, wir bleiben über die Fernwärme des Internets verbunden. Und noch mehr hoffe ich natürlich, dass wir uns alle irgendwann mal wiedersehen!

Stricken3Punkt0 – die Stricknadelrevolution von Prym.

Dieser Blogbeitrag enthält Werbung.

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Ende vergangener Woche war ich eingeladen, an einem Blogger*innenevent bei makerist in Berlin teilzunehmen. Stricken3Punkt0 hieß die Veranstaltung von makerist, Prym und dem OZ Verlag, für die die netten Leute bei makerist extra ihr Großraumbüro leergeräumt und liebevoll hergerichtet hatten. Es gab Stricktische mit wunderschöner Blumendeko, ein leckeres Buffet, eine Photobooth, einen üppig ausgestatteten Tisch mit Säcken voller Herbst- und Wintergarne von namhaften Herstellern…und natürlich jede Menge nette, spannende und interessante Menschen. Der lustigste Satz, den ich an diesem Abend hörte, kam von Frau Häkelmonster und ging in etwa so: „Du kennst mich nicht, aber ich kenne dich und deinen Instagram-Account, und deine Kartoffeln haben mein Leben verändert!“ – kann ich jetzt noch herrlich drüber schmunzeln :) Aber zurück zum eigentlichen Thema, nämlich der Hauptattraktion des Abends: ergonomics, eine neuartige Stricknadel von Prym, die das Stricken revolutionieren soll. Prym selbst hat dazu ein ziemlich cooles kleines Filmchen veröffentlicht:

Der Haupt-Clou an den neuartigen ergonomics-Stricknadeln ist die Spitze, die mit einer kleinen Knospe versehen ist. Diese Knospe soll es einfacher machen, in die Masche hineinzustechen, ganz besonders bei etwas schwierigeren Garnen wie Bändchen- oder Baumwollgarn, die sich sonst beim Stricken gerne in ihre Einzelfäden aufsplitten. Außerdem bestehen sie aus einem sehr leichten, flexiblen Kunststoff, der mit Druck sehr gut umgehen kann und immer wieder in seine ursprüngliche Form zurückfindet, auch wenn die Nadel beim Stricken gebogen wird. Ebenfalls sorgt das Material so dafür, dass die Handgelenke beim Stricken geschont werden, und Vielstrickerinnen haben so weniger Tennisarme und Sehnenscheidenentzündungen zu befürchten. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Stricknadeln wegen des Kunststoffs und der waffenuntauglichen Spitze für die Mitnahme im Handgepäck in Flugzeugen geeignet sind.
Es gibt die Prym ergonomics als Nadelspiel, als Rundnadel mit Stahlseil, und als Jackennadel in zwei Längen. Die Jackennadeln haben ein zusätzliches Feature: Sie können zusammengeclipt werden, so dass das Strickstück unterwegs gesichert ist und keine Maschen von der Nadel rutschen können.


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in der Photobooth mit Julia von funkelfaden und Frau Häkelmonster

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Professionelles Auftreten ist bei Business-Events unabdingbar

An diesem Abend durften wir die aller-allerersten Stricknadeln aus der Serienproduktion testen, hatten aber nur eine Größe zur Verfügung, nämlich Nadelstärke 5. Das reichte vollkommen aus, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen; ich bin aber sehr neugierig insbesondere auf die Nadelspiele in Sockenwollstärke. Abgesehen von den Nadeln gab es auch noch einen üppig gefüllten Stand, an dem namhafte Garnhersteller ihre Herbst-und Winterkollektionen vorstellten. Davon durften wir uns zunächst erstmal was zum Probestricken aussuchen. Ich habe zwei verschiedene Garne ausprobiert: ein leichtes, filigranes, weißes, das im Prinzip aus einem dünnen i-Cord bestand. Und ein kräftiges, buntes mit Splitting-Potential.


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Beide Garne ließen sich gut mit den ergonomics verstricken. Diese Knospe an der Nadelspitze hat es wirklich in sich, weil man sich auch bei schwierigeren Garnen keine Gedanken um Splitting machen muss, und einfach schnell und „blind“ durch die Reihen fliegen kann. Einige Mitstrickerinnen an meinem Tisch haben auch Lace- und Zopfmuster ohne Zopfnadel ausprobiert und berichteten, dass die Nadeln dafür weniger geeignet seien, weil zu unpräzise, um die Spitze punktgenau in einem Maschencluster zu versenken. Einstimmige Meinung war aber, dass sie sich bei einfacher rechts/links-Strickerei prima machen, und vermutlich auch ganz besonders gut für Anfänger*innen geeignet sind. Ich werde die Stricknadeln auf jeden Fall auch mal dem großen Sohn, der in der Schule gerade stricken lernt, in die Hände drücken und sehen, wie er damit zurecht kommt.
Ich persönlich mag eigentlich nicht so gerne Kunststoffnadeln in den Händen halten und finde die dreieckige Form der Nadeln auch erstmal gewöhnungsbedürftig. Die Nadelspitze der ergonomics hat es mir aber einfach angetan und ich bin supergespannt darauf, ein Nadelspiel in 2,5 oder 3,0 auszuprobieren, wenn die ergonomics Mitte November in den Handel kommen.

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Aber was wäre ein Blogger*innen-Event ohne Goodie-Bag? Außer den ausprobierten Stricknadeln durften wir uns auch noch Garne mit nach Hause nehmen. Wie jede anständige Strickerin besitze ich natürlich schon mehr Garn, als ich in den nächsten 5 Jahren verstricken kann, und eigentlich ist das Platzbudget für Wolle auch schon ausgereizt, ABER KOSTENLOSES STRICKGARN! Natürlich konnte ich da nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Mitgenommen habe ich:

Ich sehe einige schöne Schals, Mützen und Stulpen in diesen Garnen und hoffe sehr, dass ich diesen Winter vielleicht doch mal Zeit zum Stricken finden werde. Außerdem im Goodiebag enthalten waren Jede Menge Bücher und Magazine (unter anderem das erste deutschsprachige Project Calm), Wollwaschmittel von Fila Doro, Schlüsselanhänger, Handmaß und Maschenzähler von Prym, Kugelschreiber, Postkarten…lauter tolle Sachen. Der Abend hat großen Spaß gemacht, auch wegen der vielen netten anderen Bloggerinnen, die ich kennengelernt habe. Vielen Dank, makerist, Prym und OZ Verlag für das Ausrichten dieses schönen Events!