#12von12 bzw 9von12 und Stöckchen-Wirrwarr.

Heute ist irgendwie nicht mein Tag, weswegen  ich das diesmonatige #12von12, das wie immer von Caro von DraußenNurKännchen gehostet wird, nicht bis zum Ende durchziehen konnte. Die 9 Fotos, die ich geschafft habe, will ich euch aber trotzdem nicht vorenthalten. Und als kleines Trostpflaster will ich noch die Fragen des Liebster-Awards, mit dem Ramona mich beehrt hat, endlich mal beantworten. Ein Blogposting, so wirr wie meine aktuelle Verfassung.

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Der Tag fing schon scheiße an. Nämlich, wie so oft,  nach nur 5 Stunden und 5 Minuten Schlaf (2x wach, 8x ruhelos, sagt meine fitbit-App) um kurz nach 5 Uhr mit einem quietschfidelen Mädchen. Ich liebe meinen kürzlich erstandenen Aktivitätstracker* sehr; leider weiß ich jetzt auch sehr genau, wie viel zu kurz und zu schlecht mein Schlaf ausfällt. Und das schon seit Jahren. Die Nachtaktivität des Mädchens ist eine schlauchende Angelegenheit.

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Vielleicht hilft Wassermelone zum Frühstück. Draußen leider Sturm und Regen, die Jungs haben keine Lust auf eine Waldwanderung und füllen Ihre Zeit lieber mit dem Ausfüllen von Freundschaftsbüchern und dem bemalen von Geburtstagseinladungen. Am späten Vormittag raffe ich mich auf und gehe ins Fitnessstudio. Ein Stündchen Cardio. Danach bin ich, wie immer knallrot und vollkommen schweißdurchtränkt – kommt auf diesem Foto leider nur zu einem Bruchteil seiner gesamten Schönheit zur Geltung. Was ich cool finde: Ich kann mit der Energie, die ich auf dem Crosstrainer bzw. dem Laufband erzeuge, meinen uralten iPod aufladen.

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Natürlich darf an einem Trainingstag ein #shoesatthegym-Foto nicht fehlen. Bei jedem Besuch des Fitnessstudios fotografiere ich ein anderes Paar herumstehender Schuhe. Warum? Weil ich es kann. Ich mag Schuhe, ich finde es spannend, was für Exemplare aller Stilrichtungen man dort so findet. Ich möchte die Regelmäßigkeit meiner Gym-Besuche gern irgendwie dokumentieren, habe aber keine Lust, jedes Mal in Trainingsklamotten vor dem Spiegel zu posieren. Wieder Zuhause angekommen gehe ich duschen und mache mich dann an ein sonntägliches spätes Mittagessen. Aus dem einzelnen Komponenten, die Anfangs größtenteils noch sehr weiß aussehen…

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…wird wenig später etwas sehr schwarzes. Scharfer Tofu nach Ottolenghi. Danach wird mir plötzlich schlecht. Zuviel Sojasoße? Zu große Portion? Ich lege mich ins Bett und dämmere die nächsten drei Stunden so vor mich hin, während der Mann den Haushalt und die Kinder schaukelt. Es war leider ein fieser Migräne-Anfall, der auch jetzt gerade nur mit einem starken Medikament einigermaßen auszuhalten ist. Daher endet mein diesmonatiges #12von12 hier. Den Rest des Abends werde ich mit ein bisschen English-Paper-Piecing auf dem Sofa verbringen und dann früh ins Bett gehen.

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Vorher aber, wie versprochen, noch die Antworten auf Ramonas Fragen:

  1. Süß oder herzhaft – welcher Frühstückstyp bist du?
    Wenn überhaupt Frühstück, dann definitiv süß – aber eher in der Form von frischem Obst mit Datteln oder Rosinen und Nüssen, oder ab und zu mal einem Müesli. Was ich gar nicht mag, sind süße Brotaufstriche wie Marmelade oder Schokocreme, und Oatmeals und kalte und warme Frühstücksbreie aller Art mag ich auch nicht.
  2. Wenn du mich treffen könntest, wie/wo würdest du den Tag mit mir verbringen wollen?
    Vielleicht bei irgendeiner Art kreativem Workshop-Wochendende.
  3. Spielst du ein Instrument? Wenn ja, welches?
    Ein paar Töne auf der Blockflöte kriege ich noch hin, ansonsten geht da nicht viel. Ich kann nicht mal Noten lesen.
  4. Womit hast du als Schulkind deine Freizeit verbracht?
    In der Grundschulzeit war ich vor allem draußen. Habe entweder mit Freunden und Freundinnen gespielt, bin stundenlang durch die umliegenden Wälder gestreift, oder habe auf den Bauernhöfen in der Nähe beim abendlichen Stalldienst geholfen.
  5. Wieviele Paar Schuhe besitzt du?
    2x das gleiche Paar Grünbein Schnürstiefel*in Petrol und dunkelrot, 1 Paar uralte Entenschuhe für Dreckwetter, 1 Paar Chucks, 1 Paar Mary Janes, 1 Paar Birkenstock Kairo*, und ein paar Sportschuhe. Mindestens 3 Paar davon sind aber total runtergerockt und müssen demnächst mal ersetzt werden.
  6. Hose oder Rock?
    Definitiv Rock!
  7. Was hat dich überrascht?
    Ich mich selbst.
  8. Was ist deine größte Herausforderung im Alltag?
    Arbeit und Kinder unter einen Hut zu kriegen, vor allem in den Ferien (klappt viel zu oft leider nicht).
  9. Welche Themen beschäftigen dich gerade? Worüber liest du/sammelst du Informationen?
    Allerhand beruflich-rechtliches und steuerliches, Dinge über Verhinderungspflege, Eltern-Kind-Kuren und Rehas für Kinder mit Behinderung, Ernährungs- und Sportwissenschaftliches und der Psychologie meines Essverhaltens.
  10. Was gibt es heute zum Abendessen?
    Heute gab es scharfen Tofu nach Ottolenghi.
  11. Welche Musik empfiehlst du mir, mal reinzuhören?
    La Brass Banda (für die zünftige Bayerischkeit), Blood Red Shoes und natürlich Sookee.

Die Regeln besagen: Verlinke die Person, die dich nominiert hat. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden. Nominiere 5-11 Blogs und teile ihnen mit, dass sie nominiert wurden. Denke dir für deine Nominierten 11 Fragen aus.

Also gut, ich nominiere:

Mareice
Anita
Pia
Pias Tochter Anne
Julia
Sue
Caro
marina
.
..und falls man auch instagram-Streams nominieren kann, dann auch:

matschhaus
kleezeit
nordseekinder

…und meine Fragen lauten:

1. Wenn du einen Gutschein bekämst, irgendetwas in deinem näheren Umfeld (z.B. deiner Arbeitssstelle, deiner Familie oder der Schule deiner Kinder) Verändern zu können, wofür würdest du ihn einsetzen?
2. Was ist dein größter, zumindest theoretisch umsetzbarer Traum? Hast du ihn dir schon verwirklicht?
3. Wie motivierst du dich dazu, etwas langfristig durchzuziehen?
4. Was würdest du dir wünschen, von mir genäht zu bekommen?
5. Magst du es eher einfach, oder eher luxuriös?
6. Welche besondere Reise würdest du gerne mal machen?
7. Wovon kannst du gerade nicht genug bekommen?
8. Welches Gericht ist echtes Soulfood für dich?
9. Bei was tut es auch die Billigversion und wo sollte man auf keinen Fall sparen?
10. Was hast du dir zuletzt gegönnt?
11. Worauf freust du dich in der kommenden Woche?

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mit * markierte Links sind Amazon-Affiliatelinks.

Links zum Wochenende: Kindheitsgeräusche, #teamginalisa, 4 Minuten Augenkontakt, Christiane Nöstlinger.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Das läuten der Kirchturmglocken, an dem man tatsächlich die Uhrzeit erhören konnte (jede Viertelstunde ein Schlag). Die Sense, die durchs Gras schwingt. Muhende Kühe. Traktoren. Was sind die Geräusche aus eurer Kindheit?

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Laut einer Studie sorgen vier Minuten direkten Augenkontaktes dafür, dass wir uns in unser Gegenüber verlieben. Was passiert, wenn Europäer und geflüchtete Menschen einander vier Minuten lang in die Augen schauen?

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Die Aktion Mensch ist mittlerweile leider eine Organisation von nur noch zweifelhaftem Ruf. Weil sie immer wieder Statements herausbringt und Programme unterstützt, die nicht im Sinne von Menschen mit Behinderung sind – so zum Beispiel die wirklich gruselige ABA-Therapie für Menschen mit Autismus. Dennoch hat mich dieses Video hier, in dem Kinder Körperprothesen und Menschen, die sie benutzen, kennenlernen, letzte Woche sehr berührt.

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profil: In aktuellen Pädagogikdebatten wird häufig der Ruf nach mehr Autorität für Kinder laut. Wie haben Sie Ihre Töchter erzogen?

Nöstlinger: Gar nicht. Ich habe mich nur manchmal zur Wehr gesetzt. Es sind dabei zwei herrliche Weiber entstanden. (…) Unsere älteste, die Barbara, hat meinen Mann und mich links überholt. Für die waren wir Büttel der Bourgeoisie und Kettenhunde des Kapitals. Natürlich war man insgeheim stolz, eine so linke Tochter zu haben. Die jüngere, die Christine, hingegen war eher romantisch veranlagt. Die hat das alles nicht interessiert. Sie las Hesse und malte ihr Zimmer mit hellblauen Wölkchen aus. Man muss Kinder einfach lassen.

Viel geschnunzelt und manchmal laut gelacht habe ich beim Interview der österreichischen Kinderbuchautorin Christiane Nöstlinger im profil.

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IMG_20160607_123419Wo wir gerade bei österreichischen Zeitschriften sind: Das Kleidchen des kleinen Sohns hat es bis ins europäische Ausland geschafft und wurde in Österreich in der Welt der Frau veröffentlicht. Bei uns ist eine Zeitschrift mit dem gleichen Titel ein Klatschblatt für die Generation 50+, dort ist es ein ziemlich cooles feministisches Magazin mit generischem Femininum und so.

 

 

 

 

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Nächsten Monat habe ich schon wieder Geburtstag und werde 35 Jahre alt. Ich habe mich schonmal damit beschäftigt, was man in meinem Alter dann noch so tragen kann und sollte, und was nicht. Diesen Artikel fand ich dabei ziemlich hilfreich, und den kann ich genau so unterschreiben.

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(CN/TW: Vergewaltigung, sexualisierte Gewalt gegen Frauen)

Ich bin #teamginalisa und ich hoffe sehr, ihr seid es auch. Gina-Lisa „Zack! Die Bohne!“ Lohfink, irgendwann mal Kandidatin bei GNTM war, ist höchstwahrscheinlich mit K.O.-Tropfen handlungsunfähig gemacht und vergewaltigt worden. Die Klage wurde abgewiesen, die Vergewaltigung nicht anerkannt. Statt dessen steht sie nun selbst wegen angeblich übler Nachrede vor Gericht. Eine absurde Ungerechtigkeit, die mich irre wütend macht. Denn:

„Die Berichterstattung legt noch einen anderen Missstand offen – einen in unserer Gesellschaft. Es gab viele Schlagzeilen, die infrage gestellt haben, ob Gina Lisa, die immer zeigte, dass sie gern Sex hat, überhaupt vergewaltigt worden sein könne. Der Tenor hierbei: Wer schon mal Sexvideos gedreht hat und sich offenherzig präsentiert, ist selbst Schuld. Was für ein menschenverachtendes Denkmuster. Egal, welche Geschichte eine Frau hat, egal ob sie Pornostar, Sexarbeiterin, leicht bekleidet oder betrunken ist, eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung. Und jede Frau hat das Recht „Nein“ zu sagen! Egal, wie oft sie vorher vielleicht „Ja“ gesagt hat. Eine Gesellschaft, die das nicht akzeptiert und unterstützt, ist eine Gefahr für all die Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung werden.“

Helen Hahne bei Edition F: Warum wir alle zu Gina-Lisa halten sollten.

„Eine Frau, die immer wieder dieselben Worte sagt: „Hör auf.“ Was will mir die WELT mit diesem Artikel sagen? Dass, wenn eine Frau mehrfach „Hör auf“ sagt, es wichtig ist zu wissen dass sie „für Skandale, die meisten selbst inszeniert“, steht? Dass, wenn eine Frau mehrfach „Hör auf“ sagt, es wichtig ist zu wissen dass ihre Haare „wasserstoffblond“ sind? Dass, wenn eine Frau mehrfach „Hör auf“ sagt, man wissen sollte dass sie schon mal eine Affäre mit einem bekannten Fußballer hatte und im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit auch eine Erotik-Messe promotet hat? Dass, wenn eine Frau „Hör auf“ sagt, das „nichts Ungewöhnliches“ ist, weil sie schon „häufiger ähnliche Filme gedreht und im Internet vermarktet hat“? Dass wegen all dieser Sachverhalte, wegen ihres Aussehens, ihres Lebens- und Kleidungsstils, ihrer beruflichen Tätigkeiten das „Nein“ von Gina-Lisa Lohfink weniger wert ist? Das „Nein heißt nein“ nur dann gilt, wenn… ja, wann eigentlich? Wenn eine Frau nicht wasserstoffblond gefärbte Haare hat? Wenn sie keine Erotik-Messen bewirbt?“

Shehadistan: Gina-Lisa Lohfink: Wenn ein „Hör auf!“ nichts mehr wert ist.

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Das war’s für heute, ich wünsche euch ein sonniges Wochenende!

 

Stricknadelrollen-News: Die Produktion hat begonnen! – Mit wunderschönen SnapPap-Labels und einer Verlosung!

Endlich gibt es Neuigkeiten in Sachen Stricknadelrollen! Im Januar hatte ich euch ja erzählt, dass ich wegen der großen Nachfrage plane, die Stricknadelrollen in einer Näherei anfertigen zu lassen. Nachdem die (mittlerweile wieder abgeschaffte) Interessent*innenliste erneut eine beeindruckende Länge erreicht hatte, habe ich mich dann konkret in die Planung begeben. Und wie das dann immer so ist: Manchmal dauert es ein bisschen länger, bis alle notwendigen Dinge bedacht, verhandelt und organisiert sind. Auf die  schönen Designerstoffe, die mir von einem Großhändler in Dänemark geliefert wurden, musste ich länger warten, als angekündigt; es ist außerdem gar nicht so leicht, Gummiband in schönen Farben, der richtigen Breite und guter Qualität zu vernünftigen Händler*innenkonditionen zu finden; quasi unmöglich ist das dan fast bei Seidenband. Und in allerletzter Minute habe ich mich dann nochmal für ganz andere, als die ursprünglich geplanten Web-Etiketten entschieden (aber dazu gleich mehr).

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Vor einigen Wochen war dann endlich alles beisammen und startklar. Ich habe mich mit einem Kofferraum voller Stoffballen, Vliesrollen und Materialkisten ins Freiburger Umland fahren lassen, zu der Werkstatt für Menschen mit psychischen Erkrankungen, in der diese Runde Stricknadelrollen produziert wird. Und nun sind sie endlich in der Produktion und ich kann es kaum abwarten, die erste Teillieferung zu bekommen. Das alles ist furchtbar aufregend – natürlich vertraue ich der Werkstatt und bin mir sicher, dass sie die Stricknadelrollen zu meiner absoluten Zufriedenheit nähen werden. Andererseits ist es trotzdem merkwürdig und spannend, diese Arbeit abzugeben und nicht mehr die absolute Kontrolle über den Produktionsprozess zu haben. Vor allem aber freue ich mich wahnsinnig drauf, die ersten Exemplare in den Händen zu halten. Denn die Stricknadelrollen versprechen, wirklich, wirklich schön zu werden. Ich habe mir mit der Stoffauswahl und -zusammenstellung viel Mühe gegeben und denke, dass da für jeden Geschmack was dabei sein wird. Eine Auswahl der Zusammenstellungen von Außen- und Innenstoffen, Gummi- und Seidenbandfarbe könnt ihr auf den Karten oben sehen, die ich für die Werkstatt gemacht habe. Ich finde alle Stoffe SO schön; aber besonders verliebt bin ich in den mit Frida Kahlo und einen Stoff mit bunten Dreiecken, der hier gar nicht zu sehen ist (ein bisschen Spannung muss ja noch bleiben).

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Und dann gibt es noch eine Sache, die diese Runde Stricknadelrollen zu wirklich wunderschönen Stricknadelrollen machen werden. Ein kleines Detail, das eine nicht zu verachtende Wirkung haben wird. Ich habe es oben schon einmal angekündigt: Die Labels. Ich hatte bereits Wochen vorher Webetiketten anfertigen lassen, mit denen ich aber nicht so richtig zufrieden war. Jetzt habe ich hier 1000 Webetiketten rumliegen, die ich doof finde. Aber naja, um sie auf die Innenseiten selbstgemachter Kleidung zu nähen, werden sie reichen. Für die Stricknadelrollen musste aber auf jeden Fall was anderes her, denn hier wollte ich keine blöden Kompromisse machen. Auf der creativa im März habe ich Elke Dohmann, Marketingleiterin bei Dortex kennengelernt. Dortex sitzt in Dortmund und macht, neben Web- und Drucketiketten, wunderschöne lasergravierte Etiketten auf Holz, Leder und SnapPap. In die SnapPap-Etiketten habe ich mich natürlich gleich sehr verliebt; die Muster, die sie dabei hatten, waren einfach perfekt in jeder Hinsicht. Super Material, tolle Optionen bzgl. Form und vorgearbeitetet Löcher, und nicht zuletzt der Schriftzug, der durch die Lasergravur wunderbar crisp aussieht. Der Haken an der Sache war für mich lange, dass die Etiketten recht hochpreisig sind, und sich der Stückpreis (zumindest für meine Kalkulation) erst ab einer Bestellmenge von 500 Stück so langsam in den akzeptablen Bereich einpendelt. Letztendlich habe ich es dann einfach gemacht, weil die Stricknadelrollen mit diesen Etiketten einfach so viel schöner aussehen werden, als mit den Webetiketten. Und ich habe es nicht bereut. Die Etiketten sind SO SCHÖN geworden, und sie setzen den Ringelmiez-Schriftzug, den meine Freundin Franziska extra für mich handgelettert hat, perfekt in Szene. Momentan kann ich mir schwer vorstellen, jemals wieder andere Etiketten für mein Label zu verwenden.

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Zugegeben, Dortex-Etiketten sind, zumindest in den Varianten aus Leder, Holz oder SnapPap, wahrscheinlich nur was für Inhaber*innen von eigenen Labels, die überhaupt den Bedarf für mehrere Hundert Etiketten haben. Aber falls ihr dazugehört, kann ich euch versprechen: ihr werdet es nicht bereuen. Der Bestellvorgang ist auch mit einer eigenen Grafik erstaunlich leicht, und es gibt eine sehr 27495241755_24b56878da_ohilfreiche Chatmöglichkeit auf der Webseite, die einen in Echtzeit berät und unterstützt. Da sitzt tatsächlich kein doofer Bot dahinter, sondern ein echter Mensch! Die Etiketten kommen dann genau so zu euch nach Hause, wie das Vorschaubildchen verspricht.

Zweien von euch darf ich eine Freude machen, in dem ich 2 x 1 Rabattgutschein über 25 Euro (Euro, nicht Prozent!) verlosen darf. Falls du also noch einen letzten Schubs brauchst, um dir oder deinem Label solche wunderschönen Etiketten zu gönnen, darfst du mir gerne bis Freitag, den 10. Juni um 0:00 Uhr einen Kommentar unter diesem Blogposting hinterlassen (Teilahme ab 18 Jahre, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich). Viel Glück!

 

 

 

Links zum Wochenende: Das Internet macht dick, Yes all Wampen, die geheime Welt der Babys

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Endlich, endlich habe ich mal wieder Links zum Wochenende für euch! Dieses Jahr ist einfach verrückt und voll und alles überschlägt sich dauernd und immer wieder. Momentan bin ich ein bisschen gefangen in einer nicht enden wollenden Dauerschleife aus Pfingstferien (die beim großen Sohn 3 Wochen dauern), entsprechend 3 Kindern, die beschäftigt werden wollen, einem sich immer weiter drehenden Krankheitskarussell, und einem immer weiter wachsenden Berg an Arbeit. Ziemlich anstrengend, aber immerhin sehe ich ganz langsam schon wieder ein bisschen Land am Horizont…In der Zwischenzeit hatte ich immerhin genug Gelegenheit, ein paar schöne Links für euch zu sammeln.

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Drei Wochen ist die Republica nun her, und ein paar der Sessions habe ich mir schon als Videos angeguckt. Große Favoritin dabei ist Journelle mit ihrem Talk „Das Internet hat mich dick gemacht“, in dem es darum geht, warum dick sein eigentlich allgemein als so schlecht und schlimm gilt, welche Halbwahrheiten und Mythen sich um das Thema Übergewicht ranken und weshalb Dicksein eigentlich total in Ordnung ist. Sehr gerne geguckt!

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Passend dazu: Das Yes-All-Wampen-Manifest des Missy Magazins. Mit den langsam steigenden Temperaturen steigen die Ermahnungen der Fitnesstrainer*innen im Gym, dass es ja nun auf den Sommer und die Bikinizeit zugehe und „ihr wisst ja, was das heißt!“. Mir geht dieser Spruch und diese ganze Haltung so dermaßen auf den Keks, dass ich beim nächsten mal sehr laut und gut hörbar antworten werde: „Das heißt, dass man endlich einen Bikini anziehen darf, und zwar egal, welches Gewicht, welche Figur oder wieviel Cellulite man hat!“ Einziger Punkt in diesem Manifest, mit dem ich nicht einverstanden bin: Punkt 10. Ich denke, es ist durchaus sinnvoll, zumindest ein Grundwissen über Ernährung zu haben, und auch das kann Spaß machen, ohne gleich pathologisch werden zu müssen.

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Gerne gelesen: Über den langen Weg zu sich selbst eines jungen Transmannes.

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Ein wunderschöner Film über die Geheime Welt der Babys – wie sie die Welt wahrnehmen, wie sie sich entwickeln, und wie viel in ihren kleinen Köpfen schon vorgeht.

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Und zum Schluss: Ein schönes, kleines Filmchen, in dem Programiererinnen die gängisten Vorurteile gegen Programmiererinnen auf die Schippe nehmen.

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Das war’s für heute – ich hoffe, ihr habt alle ein schönes, langes Wochenende, gutes Wetter und gute Laune!

Poshys: Mini-Stickrahmen, die süchtig machen!

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Vor einigen Wochen bekam ich ein kleines Päckchen von meinem Lieblings-Blogsponsor Snaply. Darin enthalten war ein brandneues Item aus dem Snaply-Shop: Poshys! Poshys sind Stickrähmchen im Miniaturformat, die in den USA schon länger die Runde machen. Liv von Äpplegrön hat die netten Leute bei Snaply auf die Idee gebracht, die niedlichen kleinen Dinger nach Deutschland zu bringen. Und da sind sie nun: Eine Packung Poshys kommt mit zwei Mini-Stickrahmen in verschiedenen Größen daher – einmal 40 und einmal 55mm Durchmesser. Sie funktionieren genau so, wie große Stickrahmen, nur dass man die Poshys selbst nicht nutzt, um darin zu sticken – gestickt wird in einem normalen Stickrahmen üblicher Größe, und das fertige Modell wird dann sozusagen im Poshy „eingerahmt“. Deshalb hat das Poshy auch keinen Innenring, sondern eine runde Holzplatte, auf die das fertige Motiv aufgezogen wird.

Natürlich musste ich auch gleich ausprobieren, was man damit schönes machen kann. Als Quilterin sehe ich in den niedlichen kleinen Dingern natürlich nicht zwingend einen Stick- sondern vielleicht auch einen Quiltrahmen. Quiltrahmen haben einen deutlich breiteren Rand, als Stickrahmen, sehen sonst aber genau so aus – und man nutzt sie, um Quilts von Hand zu quilten.

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Also habe ich winzigwinzigkleine Hexagon-Schablonen zugeschnitten (ca. 3/8 inch, für die Kenner*innen unter euch) mit Hilfe meines Sewline Textil-Klebestifts* mit ebenso winzigen Stoffstückchen ummantelt und diese dann mit irrsinnig kleinen Stichen zu einer Mini-Blume zusammengenäht.

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Das war aber natürlich nur die halbe Miete, denn das Blümchen wollte noch auf einen Untergerundstoff appliziert und selbstverständlich auch gequiltet werden.

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Ich glaube, das sind die kleinsten Quilt-Stiche, die ich jemals gemacht habe. Ich liebe ja so fummeliges Zeug!

Fertig in das Poshy eingespannt sieht das Ganze dann so aus:

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Süß, oder? Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich es als Kette oder als Brosche tragen will. Es ist aber nicht bei einem Poshy geblieben, denn eine zweite Idee hatte ich auch gleich. Auch mit winzig kleinen Stichen und ein bisschen Fummelei, aber im ganzen schlichter:

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Das zweite große Poshy habe ich mit einer klassischen weiß-auf-dunkelblau-Stickerei im Sashiko-Stil entschieden. Sashiko hat mit Handquilting einiges gemein: Beides wird im Vor- bzw. Steppstich gearbeitet, und die Muster, die im Sashiko verwendet werden, finden sich auch oft in Quiltdesigns wieder. Ich habe mich für ein Wellenmuster entschieden und finde, es ist richtig schön geworden.

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Auf der Rückseite wird das Stickwerk mit einer weiteren Holzplatte abgedeckt, und die kann man dann prima verwenden, um sie zu signieren und/ oder sein Label darauf anzubringen:

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Für die beiden kleinen Poshys habe ich auch noch Ideen, mal sehen, wann ich Zeit finde, die Umzusetzen :) Hab ich euch jetzt angesteckt mit dem Posyhfieber? Falls ihr euch auch eine schöne Kette oder Brosche sticken wollt, findet ihr auf instagram jede Menge Inspiration unter den hashtags #poshys und #miniembroideryhoop. Wenn ihr eure Werke auch mit #poshys taggt, werden sie mit etwas Glück vielleicht von Snaply repostet oder sogar im Snaply-Magazin veröffentlicht. Viel Spaß!

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Dieser Blogbeitrag entstand in Zusammenarbeit mit Snaply.de und enthält Werbung.
Mit * gekennzeichnete Links sind amazon-Affiliate-Links.