Links zum Wochenende: Alles aus den letzten Wochen

*hust*Jeden Freitag*hust hust*…ab und zu zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

Seit gestern hängen bei vielen von uns die Adventskalender: Für jedes Kind ein eigener, oder einer für alle zusammen. Gekauft, mit Schokolade oder Spielzeug darin, oder selbstbefüllt. In Socken, Tütchen, oder einzeln verpackten Geschenken. Oder einer einfach nur mit Bildchen oder einer Geschichte. So oder so: Alle sind sie toll. Vor einigen Tagen gab es in meinem Internet eine Diskussion über Adventskalender, ausgehend vom Blogeintrag einer Mutter, die sich unter Selbstmach-Druck sah und sich irgendwie mal Luft verschaffen musste. Leider ging das nicht ohne mitunter kräftige Seitenhiebe auf die, die den Adventskalender gerne und mit viel Freude selbst machen. Ich finde schade, dass es so einen Druck zu geben scheint, und dass er sich scheinbar nicht auflösen lässt, ohne gegen andere auszuteilen. Das ärgert mich gerade im Bezug auf Selbermachen/Kaufen egal in welchem Bereich immer wieder. Mareice hat die Gefühle hinter solchen Reaktionen genauer auseinander genommen.

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Und nochmal Mareice: Viele von Euch kennen ihr Blog Kaiserinnenreich, in dem sie über das Leben mit ihrer behinderten Tochter schrieb – bis diese starb. Schon vor dem Tod von Kaiserin 1 war ein Buch über das Leben als Familie mit einem behinderten Kind geplant, das nun vor wenigen Wochen erschienen* ist. Ich durfte es vorab schon lesen, werde bestimmt auch noch ausführlicher darüber schreiben – bis dahin: Klare Kaufempfehlung. Auch für Taschentücher.

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Seit den Präsidentschaftswahlen in den USA bin ich nun schon einige Male aufgewacht, aber leider geht der Albtraum, dass Donald Trump zum mächtigsten Mann der Welt gemacht worden sein soll, weiter. Sein Biograf Davon Cay Johnston kennt Donald Trump vermutlich ziemlich gut – und hat nicht viel Gutes über ihn zu sagen. Er bestätigt ziemlich genau meinen Eindruck von ihm:

„Er ist nicht intelligent. Er ist nicht fleißig. Er hat kein historisches Verständnis. Er ist unglaublich ignorant. Er ist nicht selbstreflektiert. Er ist nicht freundlich. Er ist nicht warmherzig. Menschen, vor allem Frauen, sind für ihn nur Objekte. Er ist nicht seriös. Er hat keine Moral. Er hat sein Leben nichts anderem gewidmet, ich sagte es, als dem Geld, der Macht…, wollen Sie noch mehr hören?“

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Zwischendurch was Niedliches: Ein Lebkuchenhaus zum Stricken! <3

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Neulich las ich einen Text von einer Frau, die über ihr Leben mit Depression schreibt, die sie schon seit ihrer Kindheit hat. Der Name der Autorin kam mir total bekannt vor, und genau: Vor zwei Jahren habe ich mich mal ziemlich über sie geärgert. Seitdem versuche ich, ihren DIY-feindlichen Text von damals mit etwas anderen Augen zu lesen.

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Dauerthema Impfen: Was sagen Ärzte eigentlich dazu, wenn sie anonym bleiben können? Fand ich einen sehr interessanten Artikel. Normalerweise versuche ich bei so explosiven Themen immer, mir vor Augen zu halten, dass alle Eltern, egal welche Haltung sie vertreten, das Beste für ihr Kind wollen, und dass das unsere zentrale Gemeinsamkeit ist. Das ist in vielen Fällen eine gute Strategie, um Diskussionen sachlicher führen zu können. Wenn es ums Impfen geht, funktioniert es leider nur bedingt, weil hier eben nicht nur das Beste für das eigene Kind im Mittelpunkt stehen darf – sondern an das Beste für alle Kinder gedacht werden muss. Ich wünsche mir, dass jede Familie diese Entscheidung so trifft, dass sie sich sicher und verantwortungsbewusst fühlt.

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Noch ein wichtiges medizinisches Thema: Organspende. Darüber habe ich neulich mit meinen Kindern gesprochen, weil sie das Wort irgendwo aufgeschnappt hatten. Sie finden die Vorstellung, als lebendiger Mensch mit dem Herzen oder der Leber eines anderen Menschen zu leben, zwar irgendwie „eklig“, sind sich aber einig, dass das viel besser ist, als sterben zu müssen, weil das eigene Organ nicht mehr kann. Gerade die Organe des eigenen Kindes nach dessen Tod freizugeben, stelle ich mir als eine schwierige Entscheidung vor. Eine Mutter hat genau das gemacht, und der Verwendung der Organe ihres Kindes hinterhergeforscht. Die Antworten, die sie fand, trösten und machen Mut.

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Hate-Speech im Internet ist eine Sache, die mich rundum fertig macht, und gegen die ich (und bisher vermutlich auch niemand anders) eine wirksame Gegenmaßnahme weiß. Ein österreichischer Autor erntete auf einen harmlosen Tweet einen Shitstorm von rechts – und traf sich mit einem Twitterer, der dazu aufgefordert hatte, ihn zu verbrennen. Eine mutige, gruselige und aufschlussreiche Reportage. Vor allem für die, die sich Fragen, wie es zum gegenwärtigen Rechtsruck in großen Teilen der europäischen Bevölkerung kommen konnte.

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Wir haben ja diese Saison schon außergewöhnlich früh angefangen, Plätzchen zu backen. Traditionell hören wir dabei immer Ritter Rost feiert Weihnachten*, ein irrsinnig lustig-bescheuertes Kinderhörspiel, dass Kindern Spaß macht und Erwachsene das besinnliche Elend ein bisschen besser ertragen lässt. Die passenden Plätzchenrezepte für alle, die es mit der Weihnachtsstimmung auch nicht so leicht haben, gibt es hier: Makronen, meine Fresse!

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Wie lebt eigentlich eine Sexarbeiterin so? Ze.tt rezensiert den Dokumentarfilm SEXarbeiterin, der den Alltag von Lena Morgenroth begleitet. Und mit so einigen Vorurteilen aufräumt.

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So, das waren alle spannenden Sachen, die mir in den letzten Wochen so vor die Füße geschwemmt wurden – ich hoffe, damit seid ihr gut versorgt fürs Wochenende und wünsche euch ein wunderschönes ebensolches!

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Tutorial: Supersüße Mason Jar Nadelkissen selbst machen

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Es ist noch nichtmal Dezember, und aus irgendeinem mir völlig unerklärlichen Grund bin ich tatsächlich schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung. Ich weiß wirklich nicht, wie das passieren konnte, denn eigentlich ist mir Weihnachten gar nicht so wahnsinnig wichtig, und eigentlich habe ich auch tausend andere Dinge zu tun, so dass für adventliche Vorfreude gar keine Muße bleiben dürfte. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon vor vielen Wochen mit der Vorbereitung des Winterbasars an unserer Schule angefangen habe und der Mann schon seit zwei Wochen Plätzchen bäckt? Jedenfalls ist es jetzt irgendwie einfach so, und ich habe beschlossen, dass mit euch zu feiern. Ab jetzt bis kurz vor Weihnachten wird es hier auf meinem Blog viele Tutorials und viele Give Aways geben. Damit möchte ich euch Danke sagen für ein tolles Ringelmiez-Jahr. Los geht es heute: Wir öffnen die Tür zur Weihnachtswichtel-Werkstatt mit diesen supersüßen Mason Jar Nadelkissen, die sich an meinem Stand auf dem Winterbasar besonderer Beliebtheit erfreut haben. Und weil sie so einfach zu machen sind und wirklich schöne kleine Geschenke abgeben (nicht nur zu Weihnachten), möchte ich euch heute zeigen, wie ihr die selbst machen könnt.

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Grundlage sind Mason Jars. Die meisten kennen die vermutlich schon: Das sind sozusagen die amerikanischen Weckgläser, die es in allen möglichen Ausführungen gibt. Sie haben einen zweigeteilten Deckel, bestehend aus einem Ring mit Gewinde und einer dünnen Metallplatte, die man aus dem Ring herausnehmen kann. Für meine Nadelkissen habe ich diese hübschen kleinen Gläschen* genommen, die auch noch „quilted“ heißen. Ihr könnt aber natürlich jede Ausführung wählen, die euch gefällt. Etwas größere Gläser könnte man beispielsweise außer mit Knöpfen, auch noch mit kleinen Garnrollen, hübsch zusammengerollten Filz- oder Stoffstücken oder einer schönen kleinen Schere füllen, und so ein kleines Näh-Kit draus machen.

img_7693bearbDu brauchst also:

1 (oder mehrere…) Mason Jar(s) deiner Wahl
1 Webware-Stoffrest von ca. 12×12 cm
1 großen Plastik-Knopf
Nähgarn
1 Stück Bastelfilz, ca. 5×5 cm
1 Nähnadel
1 Heißklebepistole
Satin-, Tüll-, Ripsband oder irgendeine andere Art von Band oder Schnur zum Verzieren
viele schöne Knöpfe (oder anderes kleines Nähzubehör) zum Befüllen.

  • Aus dem Webware Stoffrest schneide mit Hilfe einer Schüssel oder eines kleinen Tellers einen Kreis von ca. 11-12 cm Durchmesser aus. Aus dem Filz wird ein Kreis von ca. 5 cm Durchmesser zugeschnitten.
  • Fädle ein ca. 70 cm langes Stück Nähgarn auf die Nadel und verknote beide Enden miteinander. Mit Nadel und (doppeltem) Faden machst du in ca. 1 cm Entfernung vom Rand entlang der Außenkante des Stoffkreises große Heftstiche.  Wenn du wieder beim Anfang angelangt bist, führe die Nadelspitze durch die beiden verknoteten Enden des Anfangsfadens und zieh den Faden vorsichtig etwas enger.
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  • Fülle die entstandene kleine „Schale“ mit etwas Füllwatte. Wie viel oder wenig zu brauchst, musst du selbst austesten – das Nadelkissen soll fest sein, aber auch nicht so stramm gestopft, dass es sich später selbst immer wieder aus dem Deckel „sprengt“.
  • Wenn das Kissen befüllt ist, leg die Metallplatte des Mason Jar Deckels auf die Watte und zieh den Faden vorsichtig Stück für Stück immer enger, bis es nicht mehr geht. Jetzt kannst du testen, ob die Befüllung deines Nadelkissens okay, ist, in dem du, während du den Faden auf Spannung hältst, es probehalber in den Metallring des Deckels drückst und das Kissen von oben ein bisschen durch den Ring zuppelst. Wenn es gut aussieht und sich noch problemlos auf das Glas schrauben lässt, ist alles in Ordnung. Ansonsten entferne etwas Watte aus dem Kissen oder gib noch welche hinzu. Jetzt drückst du das Kissen wieder heraus und vernähst den Faden fest, ohne dass er Spannung verliert.
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  • Ist der Faden vernäht, drückst du das Kissen wieder in den Ring und zuppelst es zurecht. Du kannst es auch mit Heißkleber im Deckel fixieren, ich mache das aber nie, weil ich mir das Nadelkissen nicht mit herausquillendem Kleber versauen will und es, wenn das Nadelkissen genau richtig befüllt ist, auch so gut hält. Oft sitzt das Nadelkissen erst dann richtig gut im Deckel, wenn du es einmal aufs Glas geschraubt hast, wodurch die Metsallplatte im innern ganz in den Ring gedrückt wird. Nun deckst du das unschöne Loch in der Mitte ab, in dem du mit der Heißklebepistole den Filzkreis darüberklebst. Damit es noch ein bisschen hübscher aussieht, kommt darauf, ebenfalls mit Heißkleber, noch der große Plastikknopf.
  • Jetzt kannst du das Glas mit Näh-Kleinkram deiner Wahl befüllen und den Deckel draufschrauben. Den letzten Schliff bekommt dein Mason Jar Nadelkissen durch eine hübsche Schleife. Fertig!

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Ich wünsche euch viel Spaß beim werkeln und freue mich, wenn ihr eure fertigen Mason Jar Nadelkissen auf Instagram mit dem Hashtag #ringelmiez taggt und ich sie mir anschauen (und vielleicht auch zeigen!) kann.
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Die allerletzten Stricknadelrollen jetzt im Shop – und ein Ausblick, wie es mit den Stricknadelrollen weitergehen könnte

Hallo Welt, hier spricht Versende-Girl! Die vergangenen drei Tage waren einfach nur der Wahnsinn – Montag habe ich die Stricknadelrollen eingestellt, heute bin ich schon so gut wie ausverkauft. Es würde mich nicht wundern, wenn ich zur Zeit nachts im Schlaf  sabbernd „….muss…Paketmarken….drucken….muss….Pakete…versenden…“ brabble, soviel habe ich in den letzten 52 Stunden geklickt, getippt, gedruckt, gewickelt, gepackt, geklebt, gefaltet, gedankt und gestapelt. Täglich habe ich ein ganzes Lastenrad voll Päckchen zur Post gefahren, und kaum war ich zuhause, ging es schon weiter mit klicken, tippen, drucken, wickeln…So kommt es, das ich vorhin bereits die allerletzten Exemplare für diese Runde im Shop aufgestockt habe – wenn die weg sind, bin ich erstmal ausverkauft und es dauert erstmal mehrere Wochen bis Monate, bis der ganze Spaß mit den gleichen Modellen UND zwei ganz neuen Designs nochmal von vorne losgeht. Meinen Dawanda-Shop findet ihr hier.

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Das ging alles so schnell, dass ich gar nicht die Gelegenheit hatte, hier nochmal ausführlicher über die Stricknadelrollen zu schreiben. Das hebe ich mir jetzt auf für die zweite Runde, denn es werden in den nächsten Wochen (oder Monaten…) ja nochmal so viele Stricknadelrollen produziert. Inklusive zwei ganz neuer Designs. Statt jetzt also alle möglichen Details über die Stricknadelrollen erzählen zu können,  muss ich mich nach dem Ansturm der letzten Tage jetzt nach Möglichkeiten umsehen, dieses bei euch so beliebte Produkt, das mir inzwischen eine echte Herzensangelegenheit ist, noch regelmäßiger produzieren lassen zu können. Das Einfachste und vermutlich Geschäftstüchtigste wäre natürlich, das ganze an eine Lohnnäherei in Osteuropa abzugeben, aber das ist nicht mein Fall. Ich möchte weiterhin etwas Sinnvolles tun mit meinen Möglichkeiten, Menschen Arbeit zu geben – und nicht Teil eines Ausbeutungssystems sein. Daher bin ich aktuell im Gespräch mit weiteren integrativen Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderung oder auch geflüchtete Menschen arbeiten und gut bezahlt werden (ist leider auch nicht in jeder dieser Nähereien der Fall). Wäre natürlich schön, wenn sich da eine gute Zusammenarbeit ergeben würde.

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Die aktuelle Kollektion wird übrigens von der REHA-Werkstatt in Emmendingen produziert,  und ich bin mit dem Ergebnis zu 120% zufrieden – die Menschen dort haben großartige Arbeit geleistet und mit ein Produkt in einer traumhaften Verarbeitungsqualität geliefert. So bin ich, obwohl ich die Stricknadelrollen nun nicht mehr selbst nähe, doch ziemlich stolz darauf, euch wirklich schöne Schätzchen anbieten zu können. Jede einzelne hatte ich in der Hand, um das schöne Ringelmiez-SnapPap-Label von Hand aufzunähen, und bei jeder einzelnen habe ich mich drüber gefreut, wie schön sie geworden ist – und wie gut sie funktioniert. Denn auch wenn das Produkt so einfach scheint, sind in den letzten 6 Jahren, seit ich angefangen habe, Stricknadelrollen herzustellen, viele Tüfteleien, Verbesserungen, Neuerungen in die guten Stücke eingeflossen – und manches davon wurde auch wieder verworfen. Die Höhe und Breite der Einstecktaschen, die Form und Größe des Umschlags, das Gummi und in welcher Höhe es angebracht wird, wie man den perfekten Zug hinkriegt, ohne dass es zu stramm oder zu labberig sitzt, die Position der Seidenbänder (und die Erkenntnis, dass die am Ende doch der beste und schönste Verschluss sind)…es steckt doch ganz schön viel Ausprobiererei in diesem simplem Produkt. Ich behaupte: Es sind die durchdachtesten, und die hochwertigsten und hübschesten Stricknadelrollen sowieso :)

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Mittlerweile trudeln schon die ersten Kund*innenfotos bei mir ein, die ich alle sammeln und euch beizeiten zeigen werde. Bis dahin möchte ich euch allen danken für euer riesiges Interesse an meinen Stricknadelrollen und eure Wertschätzung meiner Arbeit. Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn ein Produkt, in das man so viel Energie, Liebe und Arbeit gesteckt hat, dann tatsächlich so gut angenommen wird und seinen Käufer*innen so viel Freude bringt. Fühlt euch alle feste gedrückt und freut euch mit mir auf die nächste Runde Stricknadelrollen und alles, was da noch so kommen mag!

Die Stricknadelrollen sind da! (…und schon fast wieder weg!)

WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHH!

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Der Montag startet mit Wahnsinn der allerfeinsten Sorte: Wie angekündigt, sind heute früh die Stricknadelrollen online gegangen und seitdem kriege ich im Minutentakt neue Verkaufsbenachrichtigungen! Heidewitzka, ihr seid der Hammer! Alle Designs, die jetzt heute Morgen sofort weggehen, werde ich je nach Verfügbarkeit, heute mittag nochmal einstellen, damit auch die eine Chance haben, die nicht so früh am Rechner sitzen konnten. Trotzdem fürchte ich, die ersten Designs werden schon bald ausverkauft sein, aber keine Sorge: Der aktuelle Bestand ist erst die Hälfte der insgesamt produzierten Stricknadelrollen. Das heißt, es wird irgendwann nochmal einen Schwung geben. Und: zwei ganz neue Designs kommen auch noch. Ich freue mir ein Loch in den Bauch – und nehme die Nachfrage als eindeutigen Tritt in den Hintern, mich um eine weitere Produktionsmöglichkeiten zu kümmern, die vielleicht schneller liefern können. Meinen Dawanda-Shop findet ihr hier. Ich danke euch sehr für euer Interesse an den Stricknadelrollen und ich hoffe, ich finde bald eine Lösung, um die Nachfrage besser bedienen zu können. Und jetzt: weiter schreiend im Kreis rennen: WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!

 

NACHTRAG: Tatsächlich wurde mir der erste eingestellte Schwung förmlich aus dem Shop gesaugt. Ich werde vielleicht sogar heute Abend noch, sonst spätestens Morgen) den zweiten Schwung online stellen. Wenn ihr mir auf instagram folgt, seid ihr immer auf dem aktuellsten Stand. Leider streikt PayPal gerade, so dass vorübergehend erstmal nur eine Zahlung per Überweisung (oder Dawanda-Gutschein) möglich ist. Ich freue mich MEGA über euer Interesse an meinen Stricknadelrollen! <3

Schlafen für den Weltfrieden – der ultimative Tesbericht über ALLE eve- Produkte.

Dieser Beitrag enthält Werbung.

2016 ist der nackte Wahnsinn, und das überwiegend auf die weniger gute Art. Vielleicht verkleide ich mich nächstes Jahr zu Halloween als 2016, ich wette, damit grusele ich wirklich allen eine fette Gänsehaut auf den Rücken. Ich hab aufgehört zu zählen, wie viele Menschen dieses Jahr gestorben sind und immer wenn ich denke, jetzt reicht es doch mal für dieses Jahr, auch so weltpolitisch, kommt das nächste Ereignis, das mir den Hintern auf Grundeis gehen lässt. Vielleicht ist genau das jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Posting über Schlafzubehör, wenn das fast die einzige Möglichkeit scheint, noch irgendwie erholsam schlafen zu können.

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Erster Akt: Die neue eve Matratze und der Geruch der alten

Knapp ein Jahr ist es nun her, dass ich zum ersten Mal eine eve-Matratze testen durfte. Ich habe hier schon ausführlich über die damalige Matratze geschrieben, die meinem Rücken bis heute eine Wohltat ist. Das einzige, was ich (und praktisch ausnahmslos alle anderen eve-Blogger*innen auch) an der Matratze auszusetzen hatten, war der unangenehme, chemische Geruch, der Monate brauchte, bis er endlich vollständig verschwunden war. Auch die Stiftung Warentest war von dem Geruch nicht begeistert und verpasste der eve Matratze hauptsächlich seinetwegen eine sehr schlechte Note. Seitdem bekomme ich immer wieder besorgte bis beleidigte Nachfragen, wie ich denn für so ein Produkt noch Werbung machen kann. Die Antwort ist ganz einfach: Ich bin nach wie vor überzeugt von der Matratze; und auch, wenn ich mich besser gefühlt hätte, wenn die Matratze nicht so sehr gerochen hätte, klingt für mich plausibel, was eve über den Geruch, seine Herkunft und seine Auswirkungen neulich unter einem meiner Instagram-Postings schrieb:

„Wir haben bis vor einer Weile in Großbritannien produziert. Hier ist es nicht so, dass eine Firma die Wahl hat feuerhemmende Mittel zu verwenden oder nicht, es ist gesetzlich vorgeschrieben, um die Menschen zu schützen. Auch wenn eine Matratze für den deutschen Markt bestimmt war, auf dem ja bekanntlich keine feuerhemmende Mittel vorgeschrieben sind, darf keine Matratze eine britische Fabrik verlassen, die diesen Standards nicht entspricht. Dass unsere Matratzen auch damals gesundheitlich vollkommen unbedenklich waren, ist durch Certipur zertifiziert. Allerdings riechen diese feuerhemmende Mittel in der ersten Zeit ziemlich unangenehm, was britische Kunden gewohnt sind, deutsche aber nicht. Darum hatten wir schon vor dem Test durch Stiftung Warentest begonnen, nach einer neuen Fabrik hier in Deutschland zu suchen. Stiftung Warentest hat leider noch eines der britischen Modelle getestet. Mittlerweile stammen alle unsere Matratzen aus Deutschland und enthalten damit keine feuerhemmenden Mittel. Außerdem ist zu beachten, dass sich die gesundheitlichen Bedenken gegenüber diesen Stoffen vor auf Kinderspielzeug beziehen, dass von Kindern direkt in den Mund genommen werden kann. Hier gibt es strenge Grenzwerte für diese Mittel. Es geht also um direkten Kontakt mit den Schleimhäuten (der sollte mit dem inneren Kern einer Matratze nicht vorkommen) und noch dazu um eine Risikogruppe, nämlich kleine Kinder und Säuglinge. Auch hier sind diese Mittel nicht verboten, aber haben strengere Grenzwerte als in anderen Gegenständen, z.B. Matratzen. Der Text ist jetzt recht lang geworden, aber ich hoffe er hilft zu verstehen, dass wir zwar schneller eine Fabrik in Deutschland hätten finden sollen, damit unsere Kunden in der Anfangszeit nicht von schlechtem Geruch begrüßt werden, die Gesundheit unserer Kunden haben wir aber nicht auf die leichte Schulter genommen.“

Abgesehen davon wissen wir alle, dass in vielen Discounter- und Kaffeerösterprodukten immer wieder Schadstoffe gefunden werden. Und trotzdem kleiden viele ganz selbstverständlich weiterhin sich und ihre Kinder mit Sachen dieser Hersteller. Im Gegensatz zu den Discountern und Kaffeeröstern hat eve sich der Kritik ihrer Kund*innen wenigstens angenommen und das Produkt der Kritik entsprechend deutlich verbessert. Für mich definitiv ein Pluspunkt.

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Im Spätsommer räumten wir dann die ganze Wohnung einmal komplett um, und im Zuge dessen musste ich von meinem schönen 140cm-Bett mit der wunderbaren eve-Matratze auf ein 100cm-Bett ohne eve-Matratze umsteigen. Wirklich genau 5 Minuten nachdem ich mit dem Mann darüber gesprochen hatte, dass ich mir für mein neues Bett unbedingt auch eine eve kaufen möchte, kam eine Mail, in der ich gefragt wurde, ob ich nicht eine eve aus der neuen deutschen Produktion testen möchte. Dieses Universum, ey! Natürlich wollte ich, und abgesehen davon, dass die neue Matratze wirklich kein kleines Bisschen mehr riecht, ist sie auch noch 5 cm dicker, und hat im Gegensatz zum Vorgängermodell einen abnehmbaren Bezug. Nach wie vor lieben mein Rücken und ich diese Matratze, und ich empfehle sie jetzt, wo sie nicht mehr riecht, noch umso lieber weiter.
Weil wir zuerst eine Matratze in der falschen Größe geliefert bekamen, kam auch das mittlere Kind in den Genuss, eine eve-Matratze testen zu dürfen. Es findet sie „so schön kuschelig und gemütlich, aber nicht labberig!“ und schläft sehr gerne darauf. Unsere alte eve-Matratze liegt jetzt übrigens im Zimmer des kleinen Mädchens und erspart uns momentan noch die Anschaffung eines Pflegebettes. Einziger Verbesserungsvorschlag diesmal: eve-Matratzen sind ziemlich schwer und es kostet einiges an Kraft, sie von A nach B zu wuchten. Ich würde mir Trageschlaufen an den Längsseiten wünschen, das würde es erheblich erleichtern, die Matratze aufs Bett zu heben oder zu transportieren.

Zweiter Akt: Das Kissen

27533464670_c1eea8c5a7_b Der Mann und ich durften jeweils ein eve Kissen testen. Ein bisschen was über die Hard Facts habe ich hier schon aufgeschrieben. Das erste, was der Mann sagte, als er das Kissen in den Händen hatte, war: „Ich liebe dieses Ding jetzt schon!“ –  und das sagt einiges; denn der Mann ist sonst immer sehr skeptisch bis uninteressiert an irgendwelchen gehypten Produkten. Mittlerweile schlafen wir seit 5 Monaten auf dem eve Kissen und ich habe es sehr schätzen gelernt. Beim ersten Probeliegen spürte ich eigentlich erstmal nicht so viel. Man liegt da halt drauf, aber es fühlt sich nicht wirklich revolutionär anders an, als jedes andere Kissen auch. Erst, als ich nach einer ganzen Weile mal wieder spaßeshalber auf meinem gewohnten Microfaser-Flockenkissen schlief, merkte ich was: Mein altes Kissen fühlte sich plötzlich knubbelig und unbequem an. Nichts wurde gestützt, mein Nacken- und Schulterbereich sackte irgendwie in sich zusammen, die Fluffigkeit meines alten Kissens, die ich früher so gemütlich fand, störte mich jetzt nur noch.IMG_20160609_144301Egal, wie ich das Kissen zurecht drückte, immer knubbelte und drückte es irgendwo, oder irgendwelche Kissenecken waren mir vor der Nase oder sonstwie im weg. Getrennt habe ich mich von meinem Alten Kissen dennoch nicht, denn es eignet sich nach wie vor bestens als Rückenlehne, wenn ich im Bett lesen oder einen Film gucken möchte
– dafür taugt wiederum das eve Kissen überhaupt nicht. Beide Kissen ergänzen sich also perfekt; an das eine lehne ich mich an, auf dem anderen schlafe ich, und ich wache fast gar nicht mehr mit Verspannungskopfschmerzen oder einer verzogenen Schulter. Fazit: Das eve-Kissen ist bestimmt icht lebensnotwendig, aber es ist ein echt angenehmes Schlafkissen.

Dritter Akt: Die Bettdecke

Ebenfalls testen durften wir die nagelneue eve- Bettdecke. Da sie mit echten Daunen gefüllt ist, habe ich zuerst gehadert, denn eigentlich möchte Produkte, die mit Tierleid verbunden sind, nicht in meinem Haushalt haben – vor allem nicht, um darin angenehm zu schlafen. Eve hat mir aber versichert, dass diese Daunen als Nebenprodukt der Fleischerzeugung anfallen, und die Vögel nicht extra für die Decken gerupft werden. Reicht das jetzt, um sich die Sache schön zu reden? Oder kann man ab und an auch mal drüber nachdenken, ob die Herstellung von Micorfaserbettdecken vielleicht auch nicht gerade umweltfreundlich und daher auch nur so eine halbgare Beruhigung fürs Gewissen ist? Letztendlich habe ich mich für die Daunenbettdecke entschieden.

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Ich habe die Vier-Jahreszeiten-Variante, also zwei Decken, die mit Hilfe kleiner Druckknopf-Pinöpels zusammengehalten werden. Schon lange habe ich nicht mehr sowas bauschiges, fluffiges erlebt. Diese Decke ist wahnsinnig voluminös; eine richtige Bettenburg. Trotzdem ist sie leicht und erdrückt einen nicht. Dennoch ist es eine deutliche Umstellung von meiner alten Bettdecke auf diese, und ich weiß noch nicht, unter welcher der beiden ich am Ende lieber schlafen werde. Nichts desto trotz merkt man der Bettdecke ihre hohe Qualität definitiv an – die Daunendecken aus meiner Kindheit habe ich als knisternde, klumpige, schwere Säcke in Erinnerung. Das hier ist definitiv eine ganz andere Liga. Verbesserungswunsch hier: Die Druckknopfpinöpels. Zwar werden zwei Ersatzpinöpels mitgeliefert, trotzdem sehe ich ein gewisses Risiko, dass die Dinger verloren gehen. Druckknöpfe direkt auf der Bettdecke oder eingenähte Verbindungsmöglichkeiten scheinen mir sinnvoller.

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Letzter Akt: Die Bettwäsche und der Matratzenschoner

img_7974Wir durften ja wirklich ALLE eve-Produkte testen, und da die alte Matratze noch keinen Abnehmbaren Bezug hatte und bei uns jetzt im Zimmer des kleinen Mädchens liegt, habe ich mich über einen Matratzenschoner dafür sehr gefreut. Gerade unser kleinstes Würmchen speichelt ja sehr viel, spuckt bei Krankheit und neigt zu Nasenbluten, da macht so ein Überzug schon Sinn. Der Matratzenschoner funktioniert wie ein Spannbetttuch. Die Oberseite ist aus angenehm weichem Baumwoll-Jersey und die Beschichtung auf der Unterseite aus einem Material, das sich Neotherm nennt: absolut wasserfest und atmungsaktiv. Der Matratzenschoner tut seinen Dienst zu unserer vollsten Zufriedenheit. Nichts zu meckern, super Ding.

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Die Bettwäsche ist ein strahlend weißes Träumchen aus luxuriöser Baumwolle. Zusammen mit der fluffigen Daunendecke fühlt sich das wirklich an, wie in einem guten Hotel zu schlafen. Besonders begeistert hat mich ein kleines, aber feines Feature: zwei einfache Baumwollschlaufen in jeder der vier Ecken des Deckenbezugs. Damit kann man die Bettdecke in den Ecken fixieren und nichts verrutscht mehr. Das ist so einfach und so genial, ich wünschte, jeder Bettbezug hätte das standardmäßig. Schön finde ich auch, dass das Spannbetttuch wirklich ganz exakt auf die 25cm dickeimg_20161110_102354Matratze passt. Und dass der Kopfkissenbezug genau auf die eve-Kissen abgestimmt ist, macht sich auch positiv bemerkbar. Es gibt den Kissenbezug übrigens auch in ganz normalem 80×80- Format zu kaufen, für alle, die nicht auf einem eve-Kissen schlafen. An der Bettwäsche habe ich somit nichts auszusetzen, die ist toll! Ich würde sie mir gerne in weiteren Farben und vielleicht auch mit ein paar schönen Mustern wünschen, denn so schneeweiße Bettwäsche bleibt bei uns, die wir nur mit bleichefreiem Öko-Waschmittel waschen, einfach nicht dauerhaft so strahlend. Farbige und gemusterte Bettwäsche verzeiht da etwas mehr.

Fazit: Ich mag die Produkte von eve. Es muss am Ende jede*r selbst entscheiden, wie er die Testberichte über die Matratze und die Reaktion des Unternehmens darauf bewertet. Ich kann hier nur ehrlicherweise sagen, dass ich die Produkte weiterhin gerne nutze und gerne weiterempfehle und dass ich es positiv bewerte, dass eve sofort und so gründlich reagiert hat. Das machen bei weitem nicht alle Unternehmen, in deren Produkten Schadstoffe nachgewiesen werden. In diesem Sinne: Sleep you very well in your klapprig Bettgestell! – Sollte eve auch irgendwann mal Bettgestelle produzieren, teste ich auch das gerne.

 

Übrigens: Bis Ende des Monats bietet eve die Aktion „Papavember“ an. Zu jedem Matratzenkauf gibt es ein Bettwäscheset dazu. Klingt gut, was? Alle Infos dazu findet ihr hier.