Warum man Handarbeit mögen und trotzdem eine coole Sau sein kann – ein Rant auf den DIY- feindlichen Text von Heide Fuhljahn.


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Bestimmt ist er auch schon in euer Internet geschwappt: Der Text von Heide Fuhljahn, in dem sie ein Ende des „DIY- Wahns“ fordert. Ich ärgere mich zugegebenermaßen sehr über diesen Text und über viele weitere, die in einer ähnlichen Tonlage geschrieben sind. Oder vielmehr: Ich ärgere mich darüber, dass ich mich so darüber ärgere, weil die Texte ja genau das bezwecken: möglichst hart polarisieren, damit möglichst viele Leute sich aufregen und der Text möglichst weit verbreitet wird. Und um das zu erreichen, werden sie polemisch bis nah an die Grenze der Unglaubwürdigkeit – mal ehrlich: dass eins 7 identische handgemachte Täschchen geschenkt bekommt, klingt schon sehr an den Haaren herbeigezogen.
Das könnte mir noch egal sein, aber der Text von Frau Fuhljahn ist auch noch in mehrerlei Hinsichten diskriminierend. Beispielsweise verhohnepiepelt sie darin Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, was schlicht ableistisch ist¹. Sie  betreibt Victim- Blaming , wenn sie nahelegt, man sei selbst schuld, sich in einer Vergewaltigungssituation nicht selbst helfen zu können, weil man seine Freizeit an Handarbeit vergeudet habe, statt besser Mixed Martial Arts zu erlernen. Und vollkommen egal, ob derartige Ekelhaftigkeiten nur für die Klicks geschrieben werden, oder eine ernstgemeinte Haltung sind: Ich kann gar keinen so großen Beutel häkeln, wie ich zum kotzen bräuchte, wenn ich sowas lese.

Ich bin so müde geworden Texte dieser Art zu lesen. Nichts desto trotz will ich darauf eingehen; denn ich schreibe hier ja ein politisches Handarbeitsblog, und das pfeifen, dass ihr jetzt im Hintergrund hört, ist Frau Fuhljahns Weltbild, dem bei der Kombination dieser beiden Wörter gerade die Luft ausgeht. Denn, so lesen wir in ihrem Text, „in Deutschland schreiben meist Männer politische Blogs. Die aktive, unbequeme Gestaltung unserer Gesellschaft ist bei zu vielen Frauen out“ – laut Frau Fuhljahn ganz besonders bei denen, die gerne nähen, häkeln und stricken. Frauen, die sich für Handarbeit interessieren, so erfährt man in ihrem Text, interessieren sich ja auch sonst nur für leichtverdauliche Aktivitäten wie Yoga oder Bauch- Beine- Po- Gymnastik, und alles andere ist uns zu anstrengend. Einmal die Möglichkeit ausgeschlagen, Pilotin, Verlegerin oder Kampfsportlerin zu werden, haben wir all unser emanzipatorisches Potenzial vergeudet. Wenn wir uns schon unbedingt solchen niederen Tätigkeiten widmen wollen, dann doch bitte im stillen Kämmerlein und nach unserem Feierabend in einem möglichst angesehenen Job, neben dem dieser Hobby- Fehlgriff wenigstens noch irgendwie putzig aussieht. Also, wenn die Pilotin abends im Hotelzimmer Socken strickt, um runterzukommen, ist das gerade noch okay. Wenn eine Hobbystrickerin für ein Paar Strümpfe aber 30 Euro haben möchte, weil sie handgestrickte Socken, das Können und die Arbeit, die darin stecken, als wertvoll erachtet, ist das lächerlich. Handarbeit ist, wenn es nach Fuhljahn geht, unbedeutend und anspruchslos und passt einfach nicht mit Politik oder anderen wirklich wichtigen Dingen in der Welt zusammen. Wer sich für das eine entscheidet, kann nicht mehr Teil des anderen sein. Was für ein Blödsinn.

Heide Fuhljahn ist, das verrät die Bildunterschrift, 40 Jahre alt – und ihre Ansichten, allen voran ihr Frauenbild, ist mindestens 10 mal so alt. Auch ist das P1140972überholte Bild der Autorin von Handarbeit als etwas Triviales, Minderwertiges ist eigentlich längst Schnee von vor- vorgestern: Frauen, die sich in ihrer Freizeit, oder vielleicht sogar beruflich der Handarbeit widmen (anstatt etwa Pilotin zu werden), mangelt es ihrer Vorstellung nach an Disziplin und Biss, etwas schwierigeres und angeseheneres als diesen Bastelkram da zu erlernen. Das ist soooo 20. Jahrhundert, und ich erinnere an dieser Stelle gerne nochmal an Jasnas großartigen Text über Wert und Wertschätzung von Handarbeit, der einmal mehr eine gute Antwort auf die allgemeine Geringschätzung von Handarbeit ist. Als eine, die seit 5 Jahren ein Kleinunternehmen mit Handarbeit betreibt, die x Schulungen bei der IHK dafür gemacht hat; sich monatelang in Steuerrecht und Buchhaltung eingearbeitet hat; deren Produktpreise betriebswirtschaftlich kalkuliert sind, die seit 8 Jahren mit keine ihrer Nähmaschinen mehr beim / bei der Techniker _In war, weil sie sich selbst beigebracht hat, wie man sie repariert, und als eine die bei der Konstruktion ihrer Quilts auch immer wieder Algebra anwenden muss, lächle ich milde, wenn mir jemand zu erzählen versucht, mein Job sei lahma*schiger Bastelkram, nur weil er im Handarbeits- und DIY- Bereich stattfindet.

Ich will damit nicht sagen, dass mein Job anspruchsvoller wäre, als der einer Pilotin, aber er ist eben auch bei weitem nicht ein solcher Killefitz, wie leider immer noch viele Menschen meinen. Und das gilt auch dann, wenn die Handarbeit  nicht als Job, sondern als Freizeitbeschäftigung ausgeübt wird. Das Verstehen, Beherrschen und Weiterentwickeln von Fähigkeiten ist wertvoll, ganz gleich, um welcherlei Skills es sich dabei handelt. Und ich möchte, dass das anerkannt wird. Ich bin der Pilotin sehr dankbar, dass sie so viel Arbeit und Anstrengung investiert hat, um mich sicher in den Urlaub fliegen zu können. Falls sie neben ihrer Ausbildung keine Zeit hatte, das 1×1 der Handarbeit zu erlernen, zeige ich mich übrigens gern behilflich, wenn sie mal einen losen Knopf an ihrer Uniform hat. Und natürlich freue mir ein Loch in meine selbstgestrickte Mütze, wenn die Pilotin sich abends im Hotelzimmer unter einem Quilt schlafen legt, den ich genäht habe, und den sie vielleicht als kleines Stück Zuhause in ihrem Rollköfferchen immer dabei hat. Es könnte so schön sein, wenn wir unsere unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten aneinander wertschätzen würden, anstatt zu versuchen, die Wertigkeit unserer Jobs zu vergleichen und uns gegenseitig niederzumachen.

15194641946_8c2e4893f2_oAber das ist vermutlich utopisch. Denn solange Menschen wie Frau Fuhljahn versuchen, anderen Frauen, die gerne handarbeiten, zu erklären, dass sie sich damit unfeministisch verhalten, ist in der Hinsicht kein Blumentopf zu gewinnen. Eigentlich müsste hier auch die Rede von anderen Menschen sein, anstatt immer nur von Frauen zu sprechen – denn DIY und Crafting ist längst kein reines Frauen-Ding mehr (und war es wahrscheinlich sogar niemals), sondern begeistert längst Menschen jeder Geschlechtlichkeit. Bei weitem nicht allen SelbermacherInnen geht es darum, Eskapismus zu betreiben, und sich in einer Welt aus Polka Dots und bunten Wimpelketten vor der Realtität zu verstecken. Und selbst wenn – so what? Die einen entspannen sich beim Sport oder beim Lesen, die anderen eben durch Crafting. Aber für eine wachsende Zahl von uns DIY- Menschen wird Dinge selbst machen zum politischen Mittel mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten – um dem Markt einen Teil unserer Kaufkraft zu entziehen, zum Beispiel. Oder um „das mit den Näherinnen in Bangladesch“  eben nicht zu unterstützen. Um nicht auf Industrieware angewiesen zu sein, sondern uns Dinge nach unseren Vorstellungen von Ästhetik und Qualität selbst machen zu können. Um durch Recycling und Upcycling Teil der Lösung für unser Müllproblem zu sein. Und ja, auf Fähigkeiten, die einem das ermöglichen, darf man stolz sein, und darüber darf man sich auch als erwachsener Mensch freuen, wie ein kleines Kind.
Lasst euch also nicht niedermachen von abschätzigen Texten dieser Art. Seid selbstbewusster und stolzer Teil einer Gemeinschaft von Selbermacher_Innen. Was ihr macht, was wir machen, ist von Bedeutung, und es ist von Wert.

______________

¹) …ganz abgesehen davon, dass Frau Fuhljahn offensichtlich auch nicht weiß, was ADS ist – denn mit der Suche nach Aufmerksamkeit hat das nichts zu tun.

85 Kommentare

  1. dorothy_jane
    Am 07.10.2014 um 20:01:55 Uhr [Link]

    <3

  2. Emma
    Am 07.10.2014 um 20:05:17 Uhr [Link]

    !!!

  3. Claudia
    Am 07.10.2014 um 20:19:02 Uhr [Link]

    .

  4. kiki
    Am 07.10.2014 um 20:23:07 Uhr [Link]

    .

    danke, für deine antwort auf diesen text!

  5. Caro
    Am 07.10.2014 um 20:25:07 Uhr [Link]

    ah, wusste noch gar nicht, dass ich uncool bin, weil ich Handarbeit mag. Nun denn. Bleibt nicht viel zu sagen, außer: Ella, you rock!!!! \o/

  6. Lieselradiesel
    Am 07.10.2014 um 20:26:28 Uhr [Link]

    Nichts hinzuzufügen.

  7. MonikaZH
    Am 07.10.2014 um 20:35:19 Uhr [Link]

    .

  8. Sandra
    Am 07.10.2014 um 20:39:17 Uhr [Link]

    Sehr schöne Antwort auf diese frustrierte Schnalle.

  9. ryuu
    Am 07.10.2014 um 20:42:26 Uhr [Link]

    Ick könnt‘ dir knutschen für diesen Text. Danke fürs ranten!

  10. Kathi Pirati
    Am 07.10.2014 um 20:50:57 Uhr [Link]

    Danke, danke, danke!

  11. Janet-Pupette
    Am 07.10.2014 um 20:55:36 Uhr [Link]

    Vielen Dank für diesen Text und dass du dir die Zeit genommen hast, diese „Antwort“ zu verfassen. Nun muss ich mich nicht mehr so sehr aufregen … <3

  12. Marina
    Am 07.10.2014 um 21:04:56 Uhr [Link]

    „Es könnte so schön sein, wenn wir unsere unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten aneinander wertschätzen würden, anstatt zu versuchen, die Wertigkeit unserer Jobs zu vergleichen und uns gegenseitig niederzumachen.“

    Danke für deinen Text!!

    • Frau PN
      Am 07.10.2014 um 21:41:27 Uhr [Link]

      Auch mein Lieblingszitat.

      Danke Ella!

  13. popela
    Am 07.10.2014 um 21:13:53 Uhr [Link]

    Sachlich und ruhig argumentiert, alle Achtung, bei dem Aufregertext.

  14. Vorstadtpoetin
    Am 07.10.2014 um 21:44:25 Uhr [Link]

    Danke! Schön sachlich und wunderbar argumentiert, Du sprichst mir aus dem Herzen.

  15. Angela
    Am 07.10.2014 um 22:13:43 Uhr [Link]

    Ja!!! Danke!

    Aus welcher Ecke erwartet jemand für so einen Text Wertschätzung, in dem einer wachsenden Gruppe ebendiese Wertschätzung pauschal aberkannt wird?

    Ich freu mich immer wieder, von dir zu lesen, liebes Ringelmiez.
    Herzliche Grüße
    Angela

  16. Kribbelmuecke
    Am 07.10.2014 um 22:34:39 Uhr [Link]

    Ja, genauso ist das!
    Ich arbeite in der Pflege mit Richtern, Anwälten und Patentprüfern zusammen und mich schaut niemand schief an nur weil ich nur die bin, die im Notfall die Pflaster verteilt. Respekt ist das Wort!
    Und zur Entspannung nähe ich und werde immer auf meine Pflastertaschen angesprochen. Das ist schön! Danke! @Kribbelmuecke

  17. Marion
    Am 07.10.2014 um 23:19:22 Uhr [Link]

    Vielen Dank dass Du für uns alle in die Bresche springst!

  18. coco
    Am 07.10.2014 um 23:24:46 Uhr [Link]

    … da lohnt es sich nicht, Energie und Zeit wegen diesem Text zu verschwenden… Pfeif auf solche Menschen und sei stolz auf dich und das, was du alles kannst/schaffst….

  19. anabel
    Am 07.10.2014 um 23:30:06 Uhr [Link]

    YES, madam!!! :)
    Danke! <3

  20. Andrea
    Am 07.10.2014 um 23:44:45 Uhr [Link]

    Danke dir für diesen Text, der mir wirklich aus der Seele spricht.

  21. Frau Morag
    Am 07.10.2014 um 23:56:31 Uhr [Link]

    Wunderbar geschrieben – danke dafür!

  22. Steffi
    Am 08.10.2014 um 00:24:41 Uhr [Link]

    Vielen Dank für diese gut argumentierte Antwort.

    Neben dem vor Verachtung und Überheblichkeit triefenden Ton des Texts von Fuhljahn haben mich auch die unfassbar platten Klischees, in denen sie denkt, sehr geärgert. Ihre Beschreibung von Selbermachern als kleingeistige „Blondschleichen“, die sich nicht anstrengen wollen/können, sich nicht gesellschaftlich engagieren, sich hinter Schere und Wolle vor der Realität verstecken, usw. lässt tief blicken. Die arme Frau lebt anscheinend in einer wahnsinnig einseitigen Welt voller Schubladen – hoffentlich wenigstens hübsch pastellfarbenen wie es sich laut ihr für richtige Mädchen eben gehört. Von einer Journalistin hätte ich eigentlich erwartet, dass sie ihr Denken vor dem Schreiben gründlich entstaubt. Mit ein klein wenig Recherche hätte sie sehr einfach feststellen können, wie viel DIY mit klugem, politischem, sozialem Engagement zu tun haben kann. Leider hat sie sich stattdessen auf ihre Vorurteile verlassen. Die (DIY-)Welt ist so viel bunter als sie ahnt und wenn wir in irgendeine Schublade passen, dann ja wohl nur in die, die wir uns immer wieder aufs Neue selbst gestalten.

    Viele Grüße von einer strickenden, nähenden, backenden, selbermachenden Diplomchemikerin, die vor kurzem ihre Doktorarbeit eingereicht hat und nebenbei mit Vorträgen und Experimenten durch Bayern reist und Schüler_innen neugieriger auf Naturwissenschaften macht.

  23. Jutta
    Am 08.10.2014 um 06:25:43 Uhr [Link]

    Danke für diesen Text, toll und sachlich geschrieben. Respekt ist, glaube ich, das Zauberwort für ein friedliches Miteinander.

  24. Gisela
    Am 08.10.2014 um 07:38:46 Uhr [Link]

    Sehr gut geschrieben! Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen!
    Lieben Gruß
    Gisela

  25. WildAngel
    Am 08.10.2014 um 07:42:22 Uhr [Link]

    Sehr gut geschrieben. Du sprichst mir aus der Seele. Aber vielleicht fang ich ja doch an, abends, nach meinem Job als Fremdsprachensekretärin, Hausfrau und Mutter, noch ne zusätzliche Ausbildung als Rechtsanwältin zu machen. Ist bestimmt super zum entspannen. Oder ich lass mir stattdessen in nem Käfig-Match die Fre**e polieren, damit ich beim nächsten Gang alleine durch den Park keine Angst vor Übergriffen haben muss…

    Btw ich hoffe, dass die gute Frau Deinen Artikel auch liest und versteht. Sonst könnte man ihr ja vielleicht auch mal’n selbstgenähtes Täschchen schicken. Außen mit Kirschen (Erdbeeren und Äpfel hätte ich noch da) und innen gepunktet (das klappt)…

    *thumps up*

  26. Nicki
    Am 08.10.2014 um 08:17:42 Uhr [Link]

    ein wahnsinnig toller Text, der absolut ins Schwarze trifft!

    Liebe Grüße von einer Frau in einer Führungsposition, die stolz darauf ist, ein Handarbeits-Nebengewerbe zu haben!

  27. Frische Brise
    Am 08.10.2014 um 08:22:03 Uhr [Link]

    Danke!

  28. Aniba
    Am 08.10.2014 um 08:24:39 Uhr [Link]

    Danke!

  29. Hanneloreds
    Am 08.10.2014 um 08:24:50 Uhr [Link]

    Sehr gut geschrieben! Vielen Dank genauso denke ich auch und ich habe nicht geschrieben, weil ich diese Ruhe und Gelassenheit die Sie in diesem Text wieder geben nicht hätte.
    Und ich ärgere mich über so viel Anmassung von dieser „Dame“ schon sehr .
    Viele Grüße HDS

  30. Dagmar
    Am 08.10.2014 um 08:30:58 Uhr [Link]

    Danke für die gut formulierte Antwort!
    Die Frau scheint übrigens entsetzlich neidisch auf unsere Fähigkeiten zu sein, sonst würde sie sich wohl nicht so entsetzlich drüber aufregen

    • SuessesMaeusschen
      Am 18.10.2014 um 17:32:56 Uhr [Link]

      und hässlich ist sie auch noch. hat keinen mann und keine kinder!!!111

      • ella
        Am 18.10.2014 um 18:26:27 Uhr [Link]

        sachlich bleiben, bitte!

  31. Nicole/ZwergMulleMaus
    Am 08.10.2014 um 09:03:29 Uhr [Link]

    dem ist nix absolut nix hinzuzufügen, denn der andere Artikel war für mich bedeutungslos.
    Ich nähe weil es mir Spaß macht, weil sich meine Kids und Freunde über etwas selbsgemachtes wie ein 7. Kulturtäschle freuen und mehr Annerkennung für meine Arbeit brauch ich doch garnicht.
    DiY ist ja nicht nur das. Der Zimmermann oder Schreiner betreibt ja auch DiY oder die Shabby-Mäuse und ich find es toll was Frau oder Mann alles selber herstellen kann.

    Liebste Grüße
    Nicole

  32. Mara
    Am 08.10.2014 um 09:17:56 Uhr [Link]

    Als mit Begeisterung nähende Medizinstudentin, die ihre Kritik an Frau Fuhljahns Artikel nicht richtig in Worte fassen konnte – danke. Danke, danke, danke.

  33. Tüt
    Am 08.10.2014 um 09:18:03 Uhr [Link]

    Ich habe den Artikel einfach nicht gelesen. Es war ja klar, dass dort jemand irgendwie rumstänkern musste, ohne eine Ahnung von dem Thema zu haben. Als ob wir alle hier mit selbstgemachten Dingen um uns schmeißen würden und jeden Hans damit beschenken? Ich weiß doch, wer meine Liebe für so etwas teilt, und wer damit eben nichts anfangen kann. Und wenn nun die gute Frau, die diesen Artikel schrieb, in ihrer Freizeit mit ihrem Hund spazieren geht und ihn auf den Gehweg kacken lässt find ich das auch mies, aber soll sie doch machen.
    Wenn Menschen sich über Dinge aufregen, die sie nur von außen kennen, dann hat das für mich überhaupt keine Daseinsberechtigung und ich ignoriere es. Und handarbeite weiter fröhlich vor mich hin, denn das mache ich für mich, und nicht für andere.
    Ich finde ja übrigens, dass es weit mehr Disziplin, Mut und Selbstbewusstsein benötigt, sich in der handarbeit selbstständig zu machen. Einem anderen, halbwegs gesicherten (und angesehenen) Job nachzugehen ist dem gegenüber gegstellt nicht ganz so aufreibend …

    • Tüt
      Am 08.10.2014 um 09:20:28 Uhr [Link]

      Oh, und was ist eigentlich mit den Trillionen Menschen, die für caritative Zwecke handarbeiten, Krebsstationen, Frühchenstationen, Obdachloseneinrichtungen? Die haben ja wohl auch ncith zu viel Langeweile und wissen nicht mehr, wohin mit ihrem Kram. Die wollen damit doch ein Zeichen setzen, etwas unterstützen, dass ihnen wichtig ist.

  34. Vivi
    Am 08.10.2014 um 09:23:26 Uhr [Link]

    liebe Ella, dein Blogpost ist die absolut beste und treffendste Reaktion auf den Heide-Fuhljahn-Unfall, die ich bisher gelesen habe. Danke dafür! Werde ich bei Facebook teilen. Sei lieb gegrüßt von Vivi

  35. Manuela Richtmann-Kurtzahn
    Am 08.10.2014 um 09:27:00 Uhr [Link]

    Danke. In einer Zeit in der es eigentlich das Wort Emanzipation nicht mehr geben sollte, da sich die Rollenbilder beider Geschlechter längst stark verändert haben, war dieser Artikel ein Schlag gegen jeden Frau und Mann. Mir wurde beim Lesen des Textes von Frau .. wie war noch mal der Name^^ klar, das hier jemand echt frustriert ist und die Bedeutung des Wortes Emanzipation nicht kennt. Warum sie sich einbildet, das dass Bild einer Frau die selbstgemachtes und das Bild einer Frau vor 1960 identisch sind, ist mir nicht wirklich klar. Danke für den Text, wobei ich fast befürchte, das sie ihn ohnehin nicht lesen wird.

  36. beate
    Am 08.10.2014 um 09:35:56 Uhr [Link]

    Danke. du schreibst so treffend, was ich nicht zu papier brachte :) ich hab mich über diesen polemischen Artikel der Frau Fuhljahn so geärgert, weil er unter dem Deckmäntelchen vermeintlich feministischen Denkens so einschränkend und abwertend daher kam, dass mir das Grauen kam.

  37. Miss Magnetica
    Am 08.10.2014 um 09:52:10 Uhr [Link]

    BÄM!!! YES!!! Danke und thank you very much baby für diese Antwort.

  38. Distelfliege
    Am 08.10.2014 um 10:15:43 Uhr [Link]

    Super :)

  39. Katrin
    Am 08.10.2014 um 10:22:24 Uhr [Link]

    Super! Danke dafür!!!

  40. Suschna
    Am 08.10.2014 um 10:43:38 Uhr [Link]

    Danke, besser nur hier lesen und nicht den Text bei der Brigitte. Macht Mut. Am liebsten mag ich den Teil mit dem Quilt im Rollkoffer.

  41. Silke
    Am 08.10.2014 um 10:55:51 Uhr [Link]

    Du nimmst mir die Worte aus dem Mund. So gut hätte ich das nicht formulieren können, daher bin ich dankbar, dass du das übernommen hast.
    Ich bin eine selbstbewußte Frau, die im Beruf erfolgreich ist. Als Softwareentwicklerin mit abgeschlossenem Informatikstudium brauche ich mich sicher nicht zu verstecken. Handarbeiten sind aber für mich nicht nur eine Art, nach der Arbeit den Stress zu vergessen. Ich bin stolz auf das, was ich auch außerhalb meiner Arbeit leiste durch meine Handarbeiten, die ich sehr oft auch für Wohltätige Zwecke spende. Ich bewundere außerdem die Frauen, die sich mit Handarbeiten eine Lebensgrundlage aufgebaut haben.
    Wenn man es diesen Frauen und allen, die Handarbeiten nur als Hobby betreiben, nicht gönnt, was sie tun, der ist doch nur neidisch, dass er das selbst nicht kann.

  42. Susi
    Am 08.10.2014 um 10:56:51 Uhr [Link]

    Danke!!!!
    Wenn Frau Fulhahn sonst auch so grottenschlecht recherchiert und voller Vorurteile schreibt, soll sie ihren Beruf an den Nagel hängen.

  43. IsyWay
    Am 08.10.2014 um 11:27:58 Uhr [Link]

    Vielen Dank für diesen tollen Text! Er spricht mir so aus der Seele.
    Was mich an dem Text von HF auch so geärgert hat, ist daß er die politische Bedeutung dieser Bewegung nicht realisiert.
    In meiner Erinnerung hat für mein Leben die Frauenbewegung doch genau so begonnen: in Frauengesprächskreisen. Wir sind uns in diesen Gesprächen sehr bewußt geworden, daß alles private IMMER auch politisch ist. Geht ja auch gar nicht anders, wir sind schließlich in der Gesellschaft sozialisiert worden.
    Ich denke, daß die DIY Bewegung erst der Anfang einer Reaktion auf den Turbokapitalismus ist.
    Holen uns unsere wirtschaftliche Kompetenz zurück!

  44. Helena
    Am 08.10.2014 um 11:32:29 Uhr [Link]

    Liebe Ella,
    bitte nicht aufregen und bloß niemals nie in einen gehäkelten Beutel kotzen!!! Da dann lieber den mit Wachstuchstoff selbstgeschneiderte Kulturbeutel benutzen :p.

    Ich handarbeite sehr gerne und am liebsten im Wald. Wüsste nicht, wie ich mich besser in meiner Freizeit beschäftigen könnte … :)

    Liebe Grüße,
    Helena

  45. Mimi
    Am 08.10.2014 um 12:17:28 Uhr [Link]

    Daumen hoch …. sehr guter Text und Du sprichst mir aus der Seele!

    LG
    Mimi

  46. Daniela von Dunikate
    Am 08.10.2014 um 12:23:11 Uhr [Link]

    Vielen Dank für diese super formulierte und toll argumentierte Entgegnung zu besagtem Text. Du sprichst mir aus der Seele!

    Liebe Grüße,
    Daniela

  47. Veronika Wüst
    Am 08.10.2014 um 12:51:34 Uhr [Link]

    Liebe Ella, und alle anderen, die hier Kommentare geschrieben haben!
    Vielen Dank, dass ihr alle gut argumentierte Statements abgegeben habt.
    Es ist einfach lächerlich und oberflächlich von Frau Fuhljahn, solche Sch…..hausparolen los zulassen. Ich liebe Handarbeiten, weil man sich so herrlich entspannen kann. Man lässt los vom Alltagsstress und und sieht manches mit nicht so verkniffenen Augen, wie Frau Fuhljahn.

  48. nephtyis
    Am 08.10.2014 um 12:53:11 Uhr [Link]

    Liebe Ella,
    gestern las ich den Text und fühlte mich gleichermaßen verpflichtet einen Blogbeitrag zu verfassen wie du. ich finde du hast die Sachen gut auf den Punkt gebracht und Frau Fuhljahns Argumente die das Selbermach Hausmütterchen Klischee bestätigen sollen gut entkräftet. Wirklich ein super text den ich unglaublich gerne auf meinem Blog zeigen würde- natürlich mit verlinkung etc von dir. Wenn das ok wäre? Ansonsten sage ich nur DIY- Rocks ;) Herzallerliebste Grüße

    • ella
      Am 08.10.2014 um 12:54:14 Uhr [Link]

      Danke für deine netten worte und ja, na klar kannst du mich gern verlinken! :)

  49. Bestrickend Umgarnt
    Am 08.10.2014 um 13:33:10 Uhr [Link]

    Großartige Replik, vielen Dank dafür!!
    Liebe Grüße, M.

  50. Nicole
    Am 08.10.2014 um 14:32:31 Uhr [Link]

    Ich hatte auf ein paar Zeilen dazu von dir gehofft, denn beim Lesen dieses „Artikels“ von Frau F. musste ich die ganze Zeit (neben Kopf schütteln) an dich denken.
    Merci!

  51. Sabine
    Am 08.10.2014 um 14:38:46 Uhr [Link]

    Genau so sieht es aus. Danke.
    Liebe Grüße
    Sabine

  52. Meike
    Am 08.10.2014 um 15:39:13 Uhr [Link]

    Danke für diese tolle Antwort auf einen dermaßen beleidigenden und diskriminierenden Artikel. Ich bin bald mit den Stricknadeln vom Sofa gefallen (auf das ich mich nach getaner Arbeit im eigenen Kartonagen-Betrieb mit diversen Anforderungen gesetzt hatte)! Für mich ist die Autorin selbst die konservative und altem Rollenverständnis hinterher hechelnde Person, nicht die toughe, intellektuelle, feministische Frau, die sie so sehr sein mag. Man braucht sich nur mal die Jungs von myboshi oder Hatnut anzusehen, und man weiß schon, dass es nicht nur Frauen „trifft“, sich mit Handarbeiten oder kreativen Beschäftigungen das Leben zu verschönern. Wenn der/ die eine oder andere daran Geld verdient, was ist denn so schlimm daran!? Frau Fuhljahn scheint ja auch mit dieser Art von geschmacklosen Artikeln ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
    Vielleicht schimmert da auch ein wenig Neid durch, selbst nicht in der Lage zu sein, mal eben die eigenen Gardinen zu verkürzen, das Shirt anzupassen oder die Jeans von 34er-auf 32er-Länge zu kürzen. Wie schrecklich, immer auf die Hilfe oder Dienstleistung anderer angewiesen zu sein, und auch: wie teuer!
    Ich werde nun versuchen, mich nicht weiter zu ärgern, denn leider hat der Artikel mich regelrecht wütend gemacht. Eigentlich sollte man sich diese Art von sinnfreier Anfeindung, denn als konstruktive Kritik kann man so etwas wirklich nicht betrachten, nicht zu Herzen nehmen!
    Wie schön, dass sich hier wenigstens alle einig sind!
    Liebe handarbeitende Grüße
    Meike

  53. Christiane
    Am 08.10.2014 um 16:12:58 Uhr [Link]

    Hallo Ella,
    Ich sehe das genauso wie Du. Meine Handarbeiten entstehen in ungenutzter Freizeit. Wie z.B. sinnloses in den Fernseher starren, als Beifahrerin über die Autobahn pretschen oder im Bus sitzend. Da stricke ich lieber und brauche mir diese Jacke oder den Pulli dann schon mal nicht! von den Chinesen kaufen. Meine selbst gemachten Sachen bekommen nur Menschen, die es zu schätzen wissen, wie viel Arbeit darin steckt. Und die Schnecke (Frau F.) würde von mir keinen Wollfaden bekommen!
    Ich habe eine anständige Ausbildung, arbeite und das ich ein Kreativ-Gen habe, wurde mir Gott-sei-dank angeboren. Bedauerlich, wenn man es nicht hat, sich jemand so intolerant äußern muss. Wie frustriert muss man sein? Wenn mich was nicht interessiert, spare ich mir Kommentare und bin tolerant. Wir sind alle verschieden und wir haben ein Recht darauf, oder etwa nicht?
    Liebe Grüße
    Christiane

  54. Sam
    Am 08.10.2014 um 16:25:55 Uhr [Link]

    Ich bin leider nicht gut in Handarbeit. Kleine Löcher flicken ok aber mehr leider nicht. Habe eine Nähmaschine geschenkt bekommen und muss ehrlich sagen ich weiß nicht wie man sie benutzt. Aber ich bastel unheimlich gerne und stecke damit auch unsere Tochter an :-) Ich bin froh einiige Freundinen zu haben die alle selber nähen und ich bezahl gern dafür einige Euros mehr. Ich kann mir den Stoff aussuchen und ich weiß das es mit liebe gemacht ist. Unsere süße zieht die Sachen unwahrscheinlich gerne an und ist im Moment etwas traurig da ihr die pumphosen zu klein geworden sind. Ich weiß das ich bald wieder einen Gang in mein Lieblings lädchen machen werde und eine Bestellung aufgeben werde. Ich bin auch ein kleiner DIY denn ich mach Marmelade, gelee, mus, Liköre und saft selber und basteln halt :-)

  55. Inga
    Am 08.10.2014 um 16:33:58 Uhr [Link]

    Gut geschriebenes, sachliches und Statement. Kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen…Du sprichst auch mir aus der Seele. Vielen Dank für Dein Engagement!
    Liebe Grüße,
    Inga

  56. Nicole
    Am 08.10.2014 um 16:45:36 Uhr [Link]

    Hey du coole Sau :-D dieser Text ist doch mal ne Antwort mit der verbalen Abrissbirne – Chapeau! den Text solltest Du mal an die Brigitte schicken damit die mal nen Vergleich haben und sehen, wie SCHREIBEN geht ;-)
    Ansonsten kann ich zum „Beitrag“ der frustrabel-manuelldisqualifizierten Frau F. nur nicken, lächeln, „Ar***loch…“ denken, an meinem Teechen oder Sektchen schlürfen und weiterstricken. Prost :-D

  57. sabine berlipp
    Am 08.10.2014 um 16:54:52 Uhr [Link]

    mir tut diese person leid, weil sie ihren horizont mit schubladen-denken eingrenzt. und wer zuviel über aufmerksamkeitsdefizit redet und im gleichen atemzug versucht, zu provozieren, hat offenbar selber ein problem damit. ihr ziel der aufmerksamkeit hat sie erreicht, aber ihr eingeschränktes wahrnehmungsvermögen erzeugt bei mir mitleid und ihre provokationen interpretiere ich als frust. armes wesen….im übrigen kenne ich auch viele coole männer, die stricken und sich nicht dafür schämen. das thema stricken galt zu urzeiten schon als eine domäne der männer. siehe Artikel SABRINA Stricktrends herbst 2014. seite 63 -also hat die gute Dame offenbar obendrein noch schlecht recherchiert.

  58. Susanne
    Am 08.10.2014 um 16:57:20 Uhr [Link]

    Dank Dir das Du in Worte gefasst hast was so viele von uns beim lesen des Artikels gedacht haben !
    Oh und Kreativitaet ist ein Zeichen von Intelligenz …… :)

  59. Claudia
    Am 08.10.2014 um 17:28:34 Uhr [Link]

    Chakkaaaaaa!!

    Sehr gut geschrieben. Danke dafür!

    lg
    claudia

  60. Jen
    Am 08.10.2014 um 17:50:45 Uhr [Link]

    Ein toller Beitrag! ♥
    Den würde ich ohne zu zögern unterschreiben.
    Und ein Gutes hat Frau F.s Gemotze nun doch gebracht: Ich habe deinen Blog ausfindig machen können und erfreue mich, einen politischen DIY-Blog gefunden zu haben. (Mit Mietz im Logo und Regenbogenfahne! Da geht mir mein Herz auf.)

    LG,
    Jen

  61. Pia
    Am 08.10.2014 um 18:03:48 Uhr [Link]

    Auf den Punkt. Danke!

  62. anagromydal
    Am 08.10.2014 um 18:16:22 Uhr [Link]

    Sehr schön in Worte gegossen! Zusätzlich möcht ich noch anmerken, das ich als echtes Kind der 80er des vorherigen Jahrhunderts, den Öko-Gedanken hochhalte (so hoch ich es nur vermag) und mir Nachhaltigkeit wichtig ist. Und dann fragt man sich; Was ist nachhaltiger? Ein selbstgenähtes qualitativ hochwertiges Kleidungsstück 5 Jahre zu tragen oder alle 2 Monate für ein paar umme etwas irgendwo zu kaufen was keine 10 Wäschen übersteht und dann auf dem Müll landet. DIY ist gelebter Umweltschutz (von Menschenschutz, Nervenschutz, Gesundheitsschutz und Beziehungsschutz red ich mal garnicht). Putzigerweise ist DIY bei Kerls ja wohl erlaubt – gegen Hobbyschreiner und Hobbyautobastler hat sie ja wohl nix einzuwenden die Dame. Ach ich hätte noch mehr zu sagen, aber das ist ein Kommentar und keine Kolumne und daher sag ich nur noch: „Well done!“

  63. Tonja
    Am 08.10.2014 um 18:44:02 Uhr [Link]

    Vielen Dank! Eine großartige Antwort!

  64. Ravna
    Am 08.10.2014 um 21:35:29 Uhr [Link]

    Heyho! Jetzt auch nochmal hier, da ich glaube ich gestern abend etwas zu gestresst und unenthusiastisch war ;)
    Toll! Danke! Super!
    Und das Bild der Pilotin geht mir tatsächlich nicht aus dem Kopf ;)
    lg!

  65. mom
    Am 08.10.2014 um 21:52:13 Uhr [Link]

    Ich mag diese leicht infantil angehauchten putzigen Täschelchen mit Eulchen oder Herzchen oder Tüpfelchen nicht besonders. Auch das zelebrierte Biedermeier in manchen Blogs mag ich nicht, aber hey, das ist schlicht Geschmackssache.
    Meine oder der Autorin Abneigung gegen einen gewissen Stil kann nicht dazu dienen, eine seltsame Theorie über politisches Engagement oder mangelnden Feminismus einer ganzen Gruppe aufzustellen.
    1. Man kann seine Umwelt aktiv mitgestalten, indem man zur Bürgerversammlung geht, indem man Kinder erzieht, indem man einen Knopf annäht, statt ein Kleidungsstück wegzugeben, indem man auf Demos geht, indem man ein politisches Blog schreibt, indem man einen Protestsong auf Youtube stellt, indem man den Müll auf der Straße aufhebt. Aus einer Passion für Tupfen zu schließen, dass jemand seine Umwelt nicht aktiv mitgestaltet, ist schon sehr verwegen.
    2. Die Männer schreiben alle Politblogs, eh klar. Alle. JEder einzelne hat eins. Und die Idee, dass viele Männer in ihrer FReizeit vor dem Fernseher völlig politikfern abhängen und Autorennen gucken, ist Ausgeburt eines kranken Gehirns. Weil Männer gestalten ihre Umwelt aktiv mit, statt irgendwie sinnlos heruzuhäkeln. Eh klar. *Irony off.
    3. Ich hätt gern ein paar Belege statt Bauchgefühl – wieviel Prozent der blogschreibenden Männer schreiben über Politik? Wieviel Prozent der Frauen? Wieviel Prozent der häkelnden Frauen bezeichnen sich als Feministinnen? Wie viele nicht? Ohne irgendeinen Zahlenbeleg ist der ganze Artikel nur ganz viel blabla.

  66. Uli
    Am 08.10.2014 um 21:56:41 Uhr [Link]

    Danke, einfach nur Danke!

  67. bp
    Am 09.10.2014 um 10:21:50 Uhr [Link]

    Es ist doch viel zu schade, Lebenszeit zu opfern, um den geistigen Dünnschiss einer Frau F. überhaupt zu beachten.

  68. Ute
    Am 09.10.2014 um 11:19:30 Uhr [Link]

    Ich habe mich beim Lesen des Artikels dieser Dame schon leicht amüsiert und dachte, tja die hat keine Ahnung – aber davon jede Menge. Diese „ehrenwerte“ Dame kennt sich halt gar nicht in dem Bereich aus und trotzdem meint sie Ahnung zu haben.
    Sehr guter Artikel von Dir – gefällt mir sehr gut und ist sehr treffend formuliert.
    Im Übrigen bin ich ein sehr politisch interessierter und engagierter Mensch und das obwohl ich Handarbeiten mache, Dinge entwerfe und mir erlaube diese auch noch zu verkaufen ;-)

  69. Jenny
    Am 09.10.2014 um 12:20:00 Uhr [Link]

    DANKE!

  70. Annette
    Am 09.10.2014 um 15:22:53 Uhr [Link]

    „Ich kann gar keinen so großen Beutel häkeln, wie ich zum kotzen bräuchte, wenn ich sowas lese.“

  71. Jane
    Am 09.10.2014 um 16:38:15 Uhr [Link]

    Danke – super geschrieben – und du hast völlig recht – das eine kleine Wort heißt „Respekt“. Danke!

  72. Sari
    Am 09.10.2014 um 18:39:59 Uhr [Link]

    Du bist eine coole Socke :)
    Sehr talentiert formuliert !!!

  73. Kerstin
    Am 09.10.2014 um 19:56:06 Uhr [Link]

    WER IST heike fuhljahn?

    Liebe Ella, Dein Text erste Sahne, aber leider eine Rechtfertigung.
    Das haben wir „Handarbeitstussen“ doch überhaupt nicht nötig.
    Ich habe gelernt, solche respektlosen Personen zu missachten und zu vergessen.

  74. Kerstin
    Am 09.10.2014 um 20:03:36 Uhr [Link]

    …pardon, war noch nicht fertig.
    Man straft sie am Besten durch Nichtachtung: Keine solchen Ergüsse mehr lesen und schon gar nicht kommentieren.
    Vielleicht kommt Frau Fuhljahn irgendwann doch einmal in ihrem Leben in die Situation,
    sich Kleidung o.ä. selbst fertigen zu müssen. Schön, sich vorzustellen, dass sie dann womöglich in fadenscheinigem Gewirk herumlaufen muss.
    Gar keinen Raum geben, solchen Leuten. Jeder Kommentar dazu ist eine Perle vor die Sau
    geworfen.

    Viele Grüße Kerstin, studiert mit „primitivem Hobby Handarbeit.

  75. fabienne
    Am 10.10.2014 um 13:09:44 Uhr [Link]

    liebe ella
    danke, dass du stellvertretend für so viele von uns, deine worte zusammengefasst hast. ich bin mir immer noch nicht schlüssig ob reagieren oder ignorieren bei dem besagten artikel angebracht ist. dennoch legt sich der wutknäuel in meinem bauch durch ignorieren irgendwie nicht.

    ebenfalls mein lieblingszitat: “Es könnte so schön sein, wenn wir unsere unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten aneinander wertschätzen würden, anstatt zu versuchen, die Wertigkeit unserer Jobs zu vergleichen und uns gegenseitig niederzumachen.”

    es gilt in soooo vielen anderen bereichen auch.

    liebe grüsse von einer studierten, sich selbst als emanzipiert betrachtenden ‚homestay-mom‘.ja liebe frau fuhljahn. auch das gibts!

  76. Jela
    Am 10.10.2014 um 16:40:19 Uhr [Link]

    Super! Und DANKE!!!

  77. Steffi
    Am 12.10.2014 um 01:23:59 Uhr [Link]

    Hallo Ella,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Er regt zum DENKEN an. Genau wie die Beiträge bei Distel, der Wurzelfrau und vielen anderen Bloggerinnen, die sich regelmäßig (auch) zu gesellschaftspolitischen Themen äußern, und genau dafür schätze ich sie so sehr. Auf diesem Auge war Frau Fuhljahn wohl blind…..
    Andererseits – es gibt ihn schon auch, im Internet und am Zeitschriftenkiosk, diesen Trend zu einer neuen Biedermeierlichkeit, das heimelige Kreisen um Kinder, Strickzeug, Küche. Gerne gepaart mit Aussteigerromantik, Homeschooling und Fotos von den eigenen Hühnern, Schafen etc. (und von Füßen! Warum fotografieren Leute dauernd ihre eigenen Füße von oben?!).
    Und ich bin mir beim Lesen immer wieder ganz uneins, wie ich das einschätzen soll. Ist der Fokus auf das Private, das Lobpreisen der „kleinen Freuden“ im Familienalltag denn nun politisch, ein öffentlicher Protest gegen die Konsumgesellschaft? Oder doch eher der Rückzug in das persönliche Bullerbü und damit letztlich ein politisches Stillhalten? Wie sehen das denn die anderen?
    Grübel,grübel,
    Steffi

  78. Volker
    Am 13.10.2014 um 07:56:42 Uhr [Link]

    Hallo liebe Ela,

    Vielen Dank für diesen schönen Text der uns in unserem Hobby bestärkt weiter zu machen und nicht alles wegen irgendwelcher Meinungen von anderen aufzugeben. Ja ich bin einer von der männlichen Fraktion, die dieses Hobby betreiben. Ja ich nehme es oftmals dazu um nach meinem stressigrn Büroalltag runterzukommen. Ich liebe es aber einfach zu nähen und mit meinen Händen etwas zu erschaffen. Ich liebe es zu nähen und werde es wohl auch noch lange Zeit weiter betreiben und das nicht im stillen Kämmerlein.

    Macht alle weiter so und bleibt so wie Ihr seid!

    Liebe Grüße

    Volker

  79. Titanica
    Am 17.10.2014 um 18:35:56 Uhr [Link]

    Mal ganz nebenbei: Wer YOGA als leichtverdauliche Aktivität beschreibt, hat noch nie an einer Yoga-Stunde teilgenommen. Was ich der Autorin hiermit unterstelle.

    Übrigens: Gute Antwort !
    Gruß,
    Titanica

    • ella
      Am 17.10.2014 um 18:51:53 Uhr [Link]

      falsch unterstellt :) ist vielleicht tatsächlich unglücklich als beispiel gewählt, sollte aber auch nicht meine meinung wiederspiegeln, sondern die derer die halt auch meinen, handarbeit sei keine arbeit.

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