Links zum Wochenende – mit GIFitti, einer DIY-Tagung und Blogger Relations.

Jeden Freitag zeige ich euch hier, was mir in letzter Zeit im Internet so interessantes vor die Füße geschwemmt wurde. Thematisch völlig durchmischt, aber immer mehr oder weniger stark politisch geprägt.

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Ein brasilianischer Street Artist macht eine ziemlich coole Art des Graffiti: Er übermalt ein und dasselbe Bild immer wieder und nimmt nach jeder Runde ein Foto auf. Spielt man die Fotos hintereinander ab, wie einen Film, entsteht der Eindruck eines bewegten Grafittis, ähnlich wie bei einem GIF. GIFitti! Aber das ist noch nicht alles: Gemeinsam mit einer Menge Helfern hat er ein solches GIFitti im Riesenformat gemalt und die Bilder von einem Satelliten aufnehmen lassen. Wahnsinn!

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Eine Leserin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass in Wien demnächst eine mehrtägige wissenschaftliche Tagung zum Thema Handarbeit und DIY stattfinden wird. Und die Themen klingen superinteressant. Hier ein paar Auszüge aus dem Programm:

  • „Die Wiederentdeckung der Handspinnerei zwischen radikalem DIY und der Anknüpfung an populäre Geschichtsbilder“
  • „Do it! Yourself? Jointly? Doing beta! Design und DIY im Spannungsfeld von Selbermachen und Selbstermächtigung“
  • DIY für eine bessere Stadt: Beispiele der Fahrrad-Manufaktur und -Reparatur aus der Budapester Fahrradkultur“

OMG, wie cool ist das denn bitte?! Ein Jammer, dass ich da nicht hinreisen kann. Wiener*innen, geht da hin, bitte! Ich würde mich freuen, wenn eine*r von euch hinterher ihre/seine Eindrücke im Rahmen eines Gastartikels auf meinem Blog schildert. Ich zahle in Schätzen aus meinem Stash!

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Ich freue mich ja immer, wenn ich irgendwo lese, dass ich nicht die einzige bin, die sich über lieblose Anfragen von PR-Agenturen ärgert. Dieser Artikel auf basic thinking hätte auch ganz gut von mir geschrieben sein können. Ja, Geld verdienen mit meinem Blog ist mittlerweile ein Thema für mich. Aber leider ist das nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Beziehungsweise: Es könnte total einfach sein, und ich könnte mir fast schon meine Nase vergolden lassen, wenn ich nicht so wählerisch wäre. Wie viele Anfragen ich erst lesen muss, bevor mal EINE dabei ist, die ich gut finde, ist wirklich Wahnsinn. Eigentlich könnte man ein eigenes tumblr füllen mit den schönsten Stilblüten aus solchen Anfragen. In den letzten Monaten hätte ich mir zum Beispiel Fotos meiner Familienmitglieder auf Blumentöpfe drucken lassen können. Ich wurde eingeladen, einen positiven Artikel über einen Schweinezuchtbetrieb auf meinem Blog zu veröffentlichen. Quasi einen PR-Text natürlich. Ich! Als Veganerin! Meine Rückfrage, ob ich vielleicht vorbeikommen und mir all die Maßnahmen für „verbesserte artgerechte Masthaltung“ mal ansehen und dann selbst drüber schreiben dürfte, wurde leider nicht mehr beantwortet. Für eine der absolut schlimmsten Billig-Klamotten-Ketten hätte ich mir ein Faschingskostüm ausdenken können – natürlich mit Produkten aus deren Sortiment. Ich! Als selbstnähende Ökoschnalle! Mir wurde eine Kochtüte angeboten, deren Highlight ein ganz besonders großes Stück Rindfleisch gewesen wäre. Sagte ich zufällig schonmal, dass ich Veganerin bin? Und dann sind da noch die ungezählten Linktausch-Anfragen, die mich mittlerweile so abfu*ken, dass ich die entsprechenden Mails am liebsten ausdrucken und anzünden würde.

Ich bin daher sehr, sehr froh um die handvoll Kooperationspartner*innen und Sponsor*innen, die mir seit längerer Zeit treu zur Seite stehen und mir immer wieder aufs neue schöne Angebote machen (das sind die rechts in der find-ich-gut-Box.) Mittlerweile schreibe ich Firmen, mit denen ich gern zusammenarbeiten würde, einfach selbst an. Das klappt längst nicht immer, aber die Erfolgsquote ist immer noch deutlich höher, als wenn ich auf gute Anfragen in meinem Postfach warte…

 

 

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