Gesucht: Spielzeugideen für Kinder mit Behinderung.

16599470224_1e98943e17_zSchon seit einiger Zeit umtreibt mich die Frage, womit Kinder mit Behinderung gerne spielen. Und ob darunter etwas sein könnte, das unserem Mädchen gut gefallen würde. Das Mädchen hat eine eigene Spielzeugkiste, in der wir sammeln, was es sich selbst so zum spielen zusammensucht. Darin finden sich Papp-Bilderbücher, Duplosteine, Schraubglas-Deckel, Melaminbecher, Holztiere. Es spielt auch viel mit seinen Brüdern im gemeinsamen Spielzimmer und interessiert sich dort seit neuestem auch für deren Blechautos. Eigentlich sucht es sich also selbst aus, was es gerade gut findet, und eigentlich könnte man es dabei ja vielleicht auch belassen – gemäß dem entwicklungspsychologischen Gundsatz: Alles, was das Kind mit Freude macht, ist sinnvoll für seine Entwickung. Allerdings benutzt das Mädchen all diese Spielzeuge auf ihre eigene Weise, die vor Allem im Angucken, Einspeicheln und Herumkullern besteht. Es hat kaum Feinmotorik; kann also nichts bauen, fädeln, oder aufsammeln. Es interessiert sich nicht für Puppen, und auch Bücher sind ihm inhaltlich völlig schnurz; nur den „Klappmechanismus“ daran findet es gerade ganz spannend. Das Mädchen kann nichts stapeln, sortieren, keine Farben zuordnen und auch keine Puzzles legen. Es kann z.B Holztiere auch nicht miteinander interagieren lassen oder Landschaften bauen. 

Trotzdem langweilt es sich überhaupt nicht, sondern kann sich minutenlang in ein Spielzeug vertiefen. Dennoch hätte ich gern ein paar sinnvolle Spielzeugideen für sie. Solche, die ihre Entwicklung unterstützen und ihr helfen, ihre kognitiven und feinmotorischen Fähigkeiten auszubauen. Natürlich hängt die Eignung eines Spielzeugs sehr von den Fähigkeiten und Interessen eines (behinderten) Kindes ab, daher ist mein Gesuch reichlich ungenau formuliert. Aber ich will das Spektrum möglichst weit gefächert halten, denn es ist auch nicht so leicht, das Mädchen so treffend zu beschreiben, dass man gleich eine handvoll heißer Ideen hätte. Meine Ideen waren bisher jedenfalls nicht so der Brüller.

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Das Mädchen interessiert sich für leuchtende Dinge. Sie kann minutenlang fasziniert über den in den Boden eingelassenen Lämpchen in der Physiotherapiepraxis hocken und versuchen, den Lichtstrahl zu fangen. Oder sie klebt, auf Zehenspitzen stehend, wie hypnotisiert vor der roten Digitalanzeige der Spülmaschine. Vor einigen Wochen habe ich ihr in der Abteilung für „besondere Kinder“ bei Jako-o einen Leuchtball bestellt. Der sah vielversprechend aus, wurde aber schon kaputt geliefert, und die Gummi-Ummantelung machte keinen allzu vertrauenswürdigen Eindruck, um von einem Kind bespielt zu werden, das alles in den Mund nimmt. Diese Abteilung bei Jako-o kenne ich also, und leider habe ich dort sonst nichts gefunden, was das Mädchen momentan interessieren könnte.

16601709813_d96b610d1a_zEs hat Angst vor (etwas größeren) Bällen und Ringen; außerdem vor allem, was fliegt. Es liebt Wasser (macht damit aber eine unfassbare Sauerei, die alles, was die Jungs je mit Wasser gemacht haben, eiskalt in den Schatten stellt), und es mag Musik und Rhythmus sehr gern. Entsprechende Instrumente haben wir zuhauf hier, und sie entdeckt auch gerade, dass da Töne rauskommen, wenn man z.B. mit der Hand draufhaut. Rasseln hingegen machen ihr wieder Angst. Außerdem hat das Mädchen bisher keine Sprache entwickelt, versteht vermutlich relativ wenig und kann auch mit Gebärden noch nicht so richtig was anfangen, so dass „Lernspielzeug“ im weitesten Sinne also auch flachfällt. Unter Aufsicht könnte vielleicht kinetischer Sand was Gutes für sie sein; daran überlege ich auch schon länger herum. Das Mädchen hat eine tolle Murmelbahn, benutzt sie aber nur, um sie lautstark gegen die Küchentür zu donnern (Rhythmus und so…). Die Idee, Kugeln und Scheiben darauf rollen zu lassen, gibt für es irgendwie noch keinen richtigen Sinn. Momentan mag das Mädchen körperliche Erfahrungen gern: Schaukeln, sich selbst den Bauch streicheln oder mit dem Finger in den Arm pieksen; wenn wir mit dem Lastenrad holprige Wege fahren, macht es „aaaaaaaaaaahhhh…..“ und findet es lustig, wie ihre stimme dann wackelt. Ob vielleicht Tastbretter nach Montessori was wären? Hätten wir ein bisschen mehr Platz, würde ich ihr gern ein kleines Bällebad einrichten.(Off topic: http://www.limango-outlet.de/ hat neben schönen Bällebad-Bällen übrigens auch die perfekten Hosen für Kinder, die sich vorwiegend auf den Knien rutschend fortbewegen; dieses Exemplar hier kriegt das Mädchen als einzige Hose seit Monaten nicht durchgescheuert. Nur, falls ihr auch so ein kleines Hoppel-Rutschetierchen zuhause habt.) A propos auf den Knien rutschen: Laufen kann das Mädchen ebenfalls noch (!) nicht, so dass Nachziehspielzeuge, Schiebewägelchen oder einfache Fahrgeräte auch noch nichts für sie sind.

 

Ihr seht schon, es ist alles mit einer gehörigen Portion Wenn und Aber verbunden, und es gibt einfach wenig, was wirklich gut zu ihr passt. Kennt ihr vielleicht noch weitere interessante Shops oder konkrete Spielzeuge, die dem Mädchen gefallen könnten? Mit welchen Dingen spielen eure entwicklungsverzögerten oder behinderten Kinder?

53 Kommentare

  1. Jana
    Am 21.04.2015 um 12:44:25 Uhr [Link]

    Hallo Ella,
    Spontan fällt mir nur ein, dass ja Katzen auch so auf lichter stehen. Vielleicht gibt es ja bei Zoo Burkart kleine Leuchtbälle. Könnte mir bei Tierspielzeug vorstellen, dass sie für in den Mund nehmen geeignet sein müssten.
    Auch diese Quietschespielzeuge könnten ja lustig für die Kleine sein. Hat sie schon mal mit einer Motorikschleife gespielt?
    Ich finde dieses Thema echt interessant und auf weitere Vorschläge und einen Folgebericht über den spielerischen Umgang deiner Tochter mit dem angebotenen Spielsachen gespannt.

    LG Jana

    • ella
      Am 21.04.2015 um 12:46:17 Uhr [Link]

      Liebe Jana,
      ja, son Leuchtball in unbedenklicher Qualität, das wär echt ganz gut. Für ne Motorikschleife hat sie zu wenig Motorik und würde kognitiv auch nicht verstehen, was sie da jetzt machen soll.
      LG,

      ella

    • easy
      Am 26.04.2015 um 23:55:10 Uhr [Link]

      Hallo Ella,
      das ist ja mal ein super Thema über das ich mir als Mutter eines besonderen Sohnes schon sehr oft den Kopf zerbrochen habe. Besonders wenn Weihnachten oder der Geburtstag anstand. Das spielverhalten kommt mir sehr sehr bekannt vor. Die absoluten Lieblingsdinge von meinem Sohn sind zum Beispiel : eine wasserspielmatte von Jako o , baby Fitness top Play von imaginarium (mit vielen bällen gefüllt) zum fühlen und entdecken an den aufblasbaren rollen, eine Schüssel aus Metall (aus der küche) mit einer chi Gong Kugel (ebenfalls aus Metall) zum schwenken u Krach machen, sein Fischer price Klavier (ein Hund) wo jede taste blinkt u Musik macht wenn man sie berührt und einen Igel aus naturkautschuk zum tasten quietschen und natürlich auch zum abschlabbern. Vielleicht ist ja auch für euch was dabei.

      Liebe Grüße,

      Easy

  2. Emma
    Am 21.04.2015 um 12:52:49 Uhr [Link]

    Liebe Ella,

    ich habe kinetischen Sand übrig, wenn du willst, schicke ich ihn dir?
    Spontan würde mir als Spielidee so etwas wie Aqua Doo.dle einfallen. Das gibt es auch für Babies, diese Version könnte dem Mädchen Spaß machen. Knete finde ich auch gut. Malen mit Fingerfarben könnte ihr vielleicht auch Spaß machen?
    Ansonsten muss ich noch mal nachdenken und mit offenen Aufen bei der Arbeit durchs Haus gehen.
    Du suchst vermutlich eher was, womit sie sich allein beschäftigen kann, oder?

    Liebe Grüße, Emma

    • ella
      Am 21.04.2015 um 12:55:21 Uhr [Link]

      Ja, am ehesten. Es ist aber auch bei den Sachen, bei denen Sie Anleitung braucht, nicht einfach. Malen mit Fingerfarbe geht zb gar nicht. Sie hat überhaupt keine Idee davon, dass die Farbe aufs Papier soll, sondern schmiert sie sich sofort ins Gesicht und in die Haare und in den Mund :-/ Zum Kneten hat sie nicht genug koordinierte Kraft in den Händen, aber um genau das zu trainieren, dachte ich an den kinetischen Sand. Wieviel habt ihr denn übrig?

      • Emma
        Am 21.04.2015 um 13:14:33 Uhr [Link]

        Meine Kinder spielen nicht mehr damit. Es dürften noch so ca. 2kg sein, denke ich. Kennst du das Konzept von MeineSpielzeugkiste.de? Da kann man Spielzeuge ausleihen und regelmäßig tauschen, vielleicht wäre das was für euch? So könntest du unverbindlich ein bisschen ausprobieren, ohne alles kaufen zu müssen.

  3. Jenny
    Am 21.04.2015 um 12:54:23 Uhr [Link]

    Hallo,
    ich arbeite mit Kindern mit Behinderung zusammen. Bällchenbad macht vielen Kindern Spaß, finde ich eine gute Idee. Ein Fühlbuch könnte für sie vielleicht interessant sein. Dann mögen viele Kinder Flaschen schütteln bzw. schütteln ist ein großes Thema. Und alles was irgendwie Musik macht, kann auf Dauer zwar etwas nerven, aber bei vielen Spielzeugen ist die Feinmotorik gefragt, die dann gefördert wird und mit der Zeit hört man das gedudel auch nicht mehr. ;)
    LG

    • ella
      Am 21.04.2015 um 12:57:16 Uhr [Link]

      Ja, ein Bällebad fände ich auch super, aber es scheitert am Platz :) Zum Geburtstag habe ich ihr kleine Plastikflaschen mit verschiedenen Dingen gefüllt (Bügelperlen, Haselnüsse, Reis, Federn etc) aber irgendwie lässt sie das kalt.

      • Frau Meisenei
        Am 21.04.2015 um 15:53:09 Uhr [Link]

        Hm, dann ist das vermutlich auch nix …: Die Tochter einer Freundin hatte eine kleine Petflasche, die mit Wasser gefüllt war, darin war so Bastelglitzer. Vor allem bei Sonne großartig.

  4. Claudia
    Am 21.04.2015 um 13:07:09 Uhr [Link]

    Hallo Ella,
    „kinetischen Sand“ kannst du ganz einfach selbst machen – das Rezept ist 8 Teile Mehl, 1 Teil Öl (Speiseöl oder Babyöl, wobei Speiseöl sich ja anbietet, wenn mal was im Mund landet).
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Claudia
      Am 21.04.2015 um 13:19:47 Uhr [Link]

      … und eine Wasserspielmatte würde mir spontan noch einfallen (gibt es von Haba oder Jakoo). Das wäre eine Option für Wasser ohne Sauerei – gluckert auch schön, wenn man die nicht so voll füllt.

  5. Greta
    Am 21.04.2015 um 13:13:07 Uhr [Link]

    Hallo Ella,

    vielleicht wäre eine einfache, kleine (Wiegen-)Harfe was. Die gibt lieblichere Töne von sich als eine Ukulele und ist – wenn sie stabil gebaut ist – vielleicht auch einfacher in der Handhabung.
    Oder ein Cajon für ordentlich Rumms.
    Was ihr bestimmt ohnehin habt: Ein großes Fenster-Prisma. Macht buntes Licht, das sich auch noch bewegt. Habe ich als Kind geliebt. (Und heute finde ich es auch noch toll. :D)

    Hat sie schon mal ein Kazoo ausprobiert …? Ich hab gar keine Ahnung, ob das nicht viel zu viel verlangt wäre (Mund fest um etwas schließen, das Ding festhalten, reinsingen …. das ist ja schon eine Menge) – aber es macht lustige, selbstbewirkte Töne und bietet als körperliche Stimulation das mitvibrieren der Lippen. Daher komme ich drauf.

    Alles Liebe!

  6. ola
    Am 21.04.2015 um 13:25:11 Uhr [Link]

    Hallo Ella, Ikea verkauft so abgefahrene Laufsteg-Teppiche mit Lämpchen am Rand. Sieht nicht wunderschön aus, aber ist vielleicht spannend für das Mädchen. Grüße ola

  7. Margit
    Am 21.04.2015 um 13:30:59 Uhr [Link]

    Liebe Ella, ich denke da an eine Art von Teppich oder Decke für den Boden (du nähst doch so wunderschöne Quilts), der für das kleine Mädchen als Erlebnis-krabbel-unterlage mit verschiedenen Materialien (rauhe, weiche, glatte etc) und eingearbeiteten Klangerlebnissen, etwas quietschendes, etwas raschelndes, etwas klingelndes … Da könnte man der Phantasie freien Lauf lassen.
    ganz liebe Grüße, Margit

  8. Lamasus von Drei Kleine Lamas
    Am 21.04.2015 um 13:50:27 Uhr [Link]

    Hallo,

    in Minilamas Kita ist auch eine Fördergruppe, die letztens zum Tag der offenen Tür eingeladen haben. Dort sind die Favoriten der Kinder eine an der Decke befestigte Hängematte, über der eine Discokugel hängt, die sanftes Licht macht und Entspannungsmusik läuft – ein Snoozleraum.
    Und diese magnetischen Formen, die man zusammensetzen kann und die immer passen haben sie auch in großen Mengen. Die gibt es auch in etwas größer; unter dem Schlagwort Magnetspielzeug habe ich was dazu gefunden.
    Daneben haben sie dort viele Sachen zum Tasten und Anfassen gezeigt: ein Fühlmemory (was man ja nicht zum Memoryspielen nach Regeln nutzen muss) und einen Barfußpfad mit Steinen, Kunstgras, Bambus usw. Die Sachen waren auf 40×40 cm großen Platten aufgebracht.
    Vielleicht hätte sie auch Spaß an kleinen Säckchen mit duftenden Sachen wie Lavendel oder Minze, um die Sinne anzuregen. Oder daran, Sachen irgendwo reinzuwerfen, eine Art großes Sortierspiel – eben nur mit einer Form und einem großen Gefäß, vielleicht so dass es etwas rappelt, wenn es reinfällt.
    Was die Bezugsquellen betrifft: Vielleicht kann man was über einen Kindergartenversand bestellen, die haben oft eine bessere Auswahl als die normalen Spielzeugversender.
    Liebe Grüße,
    Lamasus

  9. innilisi
    Am 21.04.2015 um 14:05:00 Uhr [Link]

    Hallo Ella,

    Mit den Qui-Gong-Kugeln, die sich mein Sohn einfach mal geschnappt hat spielt er schon Ewigkeiten begeistern. Einzig wenn Ihr Fliesenboden habt könnte der dann etwas gefährdet sein (die Dinger sind ja etwas schwer). Fühlsäckchen sind auch eine lustige Idee, die ich super finde – wobei das wirklich Kinderabhängig ist, aber das könntest Du ja auch leicht selber ausprobieren; Kleine Kisschen, so ca. 6x 12 cm, evtl. auch aus verschieden strukturierten Stoffen?, mit diversen Füllungen (Murmeln, Reis, Erbsen, Knisterfolie?, evtl. auch mit Duft (Lavendelblüten etc. darin).

    Gruß, Lisa

  10. SusiP
    Am 21.04.2015 um 14:10:28 Uhr [Link]

    Liebe Ella, ich habe zwar keine Erfahrung mit behinderten Kindern, daher weiß ich nicht ob meine Ideen für euch sinnvoll sind, aber ich schreib sie dir einfach auf. Zum einen dachte ich auch ein Bällebad, vielleicht einfach ein Kleines Planschbecken und mit den Bällen füllen. Ich fürchte man braucht aber gute Nerven bei den rausfliegenden Bällen. In der Version könnte man es denk ich schnell auf- aber auch wieder abbauen. An AquaDoddle dachte ich auch. Und an ein selbstgenähtes Stoffbuch. Da kann sie haptische Erlebnisse sammeln. Du könntest Stoffe aussuchen die für sie interessant sind und zwischendrin mal Knisterfolie, kleine Spiegel oder so ein Pupskissen einbauen, hier und da ein kleines kurzes Band zum Anfassen u in den Mund stecken,….
    Liebe Grüße SusiP

  11. Sonja
    Am 21.04.2015 um 14:11:15 Uhr [Link]

    Es gibt zum jonglieren Bälle die leuchten, blinken, die Farben ganz toll wechseln, …
    Ich habe den dreierpack von http://www.akrobat.net allerdings zum jonglieren, nicht zum spielen ;-)
    Die Bälle sind schon das ein oder andere mal runter gefallen, funktionieren immer noch – sind nicht zu groß, aber mit anlecken habe ich noch keine Erfahrungen ;-)
    Sonnige grüße

  12. Gabriela, Berlin
    Am 21.04.2015 um 14:19:49 Uhr [Link]

    Liebe Ella,

    mir ist beim Lesen auch als erstes eine Murmelbahn eingefallen. Oder so was wie eine große Wassermühle für die Badewanne.
    Mein Sohn ist nicht behindert, galt aber lange als „reifeverzögert“. In dem Alter Deiner Tochter hat er Spielzeug gar nicht angesehen. Sein erstes Bild hat er mit 5 gemalt, das erste Mal Duplo gebaut sicher auch erst mit knapp 4. Puzzle, interagierende Tiere, Stifte, Bastelsachen, Fädeln und und und – ging alles gar nicht. Puppen und Stofftiere wurden gleich wieder zur Seite gelegt. Fingerfarbe, Straßenkreide, Knetgummi – alles Fehlanzeige. Bücher waren bis zum Alter von gut 3 komplett uninteressant, auch Fühlbücher und solche mit großen Bildern. Sprechen konnte er bis zum Alter von 2,5 überhaupt nicht.

    Er war gerne im warmen Wasser (Thermalbad) und hat sich da auch – anders als an Land – sehr gerne und gut bewegt.

    Gut gingen stapelbare Becher mit und ohne Löcher für die Badewanne. Sand in der Buddelkiste. Und alles, was er sich selber zum Spielen gesucht hat: Töpfe zum Krachmachen. Eine Spieluhr. Holzlöffel aus der Küche. Sandeimer zum Befüllen und wieder Auskippen. Kiefernzapfen. Zeitungen und Küchenkrepp zum Zerreißen. Im Kindergarten hatten sie so richtig große selbstgebaute Holzbausteine. Die hat er hin und wieder mal ganz gerne aufgestapelt, da war er aber auch älter als 2.

    Wegen diagnostizierter Muskelschwäche war er ein Jahr bei der Physiotherapie. Das war gut und es gab dort auch Sachen, die er tatsächlich mal mitgemacht hat. Das ist aber schon acht Jahre her, daran erinnere ich mich nicht mehr.

    Heute ist er neun und geht in die 3. Klasse und wenn ich darüber nachdenke, wie viele Dinge ich versucht habe und wie massiv er sich selber alles irgendwann erschlossen hat, merke ich erst, dass man als Eltern manchmal auch zu ungeduldig ist – auch wenn man es doch wirklich gut meint und seinem Kind helfen will. Wenn ich twittern würde, wäre mein Tweet von heute morgen gewesen „Wenn ich alles machen würde, was ihr mir sagt, wäre ich ein Roboter“.

    Du hast ja schon ein paar Mal hier geschrieben, dass ihr noch keine genaue Diagnose habt, was euer Mädchen hat. Ich kann gut verstehen, dass Du ihr Spielanregungen geben möchtest und Fördermöglichkeiten suchst. Aber vielleicht braucht sie für all diese Dinge einfach sehr viel länger als Deine großen Kinder. Und Du machst so viele Dinge mit den Kindern, das Mächen kann so viel bei seinen großen Brüdern lernen, Du bietest ihr immer wieder Sachen an – ich denke, Du machst das ganz genau richtig. Es dauert nur einfach länger.
    Nach allem, was Du schreibst, tust Du schon eine ganze Menge. Geht ihr zur Physiotherapie? Dann kennen die Dein Kind doch und könnten Dir noch Anregungen geben.

  13. Regina
    Am 21.04.2015 um 14:33:21 Uhr [Link]

    Liebe Ella
    Einfach ist es sicher nicht, immer wieder neue und geeignete Spielsachen zu finden. Ich habe lange mit einem authistischen Jungen (2. bis 3. Lebensjahr) gearbeitet und mich um ihn gekümmert. Dort waren wir auch sehr kreativ, was die Spielangebote anging, da er mit vielen Spielsachen nichts anfangen konnte. Zu den Flaschen ist mir z.B. eingefallen. Wir haben auch welche mit Wasser befüllt und Glitzer, Öl mit Lebensmittelfarbe etc. reingefüllt. Das war eine zeitlang spannend (hat ein bisschen was vom Lavalampen-Effekt). Ansonsten hatte die Heilpädagogische Früherzieherin immer unglaubliche tolle Ideen. Habt ihr da jmd?
    Von sport-thieme gäbe es ansonsten noch einen Snoozle-Katalog. Kann man auch auf der HP anschauen.
    In meinem Psychomotorik-Praktikum (lang lang ists her) hatten wir mal eine ERbsenkiste und ein Korkenbad. Die Kinder haben es geliebt! Erbsen kommen bei deiner kleinen sicher nicht in Frage, aber evtl. wäre eine Korkenkiste etwas? Die Ebrsenkiste war so gross, dass ein Kind reinsitzen konnte (ca. Wäschewanne gross). Das wäre evtl. eher was für dein Platzproblem. Und Korken geben sehr viel mehr Stimulation als Plastikbälle.
    So einen Leuchtball hatten wir auch, aber leider weiss ich nicht mehr, woher wir diesen hatten.
    prospiel.ch finde ich auch einen tollen Katalog, der sehr hochwertige Spielsachen etc. verkauft. So zwecks in den Mund nehmen…
    Ich hoffe, es war vielleicht was dabei. Schwierig, wenn man das Mädchen nicht kennt…
    Viel Erfolg bei der Suche!
    Alles Liebe
    Regina

  14. drachenmaedchen
    Am 21.04.2015 um 14:37:31 Uhr [Link]

    Meine spontane Idee geht auch so in Richtung Fühlbuch – wenn sie so auf das Blättern steht – und Seiten aus Stoffen unterschiedlichster Qualitäten (grobes Sackleinen, Futterstoff, hochflooriges Fleece, glatte Baumwolle…) selbst zusammenstellen. Teilweise kannst du dann ja noch Folie zum Knistern oder kleine Glöckchen mit einnähen, dann hätte sie auch noch Geräusch dazu?
    Liebe Grüße vom drachenmaedchen

  15. pitz
    Am 21.04.2015 um 14:42:15 Uhr [Link]

    Wie wäre denn ein kleiner Massageball aus der Drogerie? Das ist bestimmt interessant im Mund und an den Fingern. Sowas ist vielleicht auch für die Größeren noch spannend.
    Und was auch nett sein könnte: eine kleine Discokugel, die in ein Fenster gehängt wird, durch das oft Sonne scheint. Die Reflexe an der Wand und auf dem Boden sind hübsch, und wenn man die Kugel (mehr oder weniger sanft) dreht, flimmert die Wand.

  16. sundaykind
    Am 21.04.2015 um 15:03:02 Uhr [Link]

    Spannendes Thema, bin zwar absoluter Laie aber was mir grad in den Sinn kommt ist folgendes…

    – Schon genannt: Knetmasse, Fingerfarbe (vielleicht in der Badewanne?)
    – Ebenfalls schon angeregt: Barfuss-Pfad / Texturen-Teppich (Stück Teppich, Fussmatte, Plastik-Tischset, Sofakissen, Blech, Holzbrett …) auf den Boden legen zum darüberkriechen
    – Knetbälle (DIY : Luftballon mit Reis füllen, zweiten Luftballon mit abgeschnittenem Schlauch darüberstülpen)
    – Klebstreifen (Malerkrepp) ab flacher Oberfläche (Küchenschrank, Holzbrett) abreissen
    – Mit kindgerechtem Besen Lego oder anderes Kleinzeug wischen
    – Stofftunnel / Spielzelt / Spielhaus (bzw. grosse Tücher über den Esstisch gehängt)
    – Kleine Taschenlampen / Fahrradrücklichter in farbigen Plastikgefässen (grüne Trinkflasche, rotes Tupperware…) im (Halb)-dunkeln betrachten, alternativ: kitschige blinkende Weihnachtsdeko
    – Zeitungspapier oder weisses Seidenpapier zerknittern / zerreissen (weiss allerdings nicht, ob die Druckerschwärze so unbedenklich wäre)

  17. Aprilwetter
    Am 21.04.2015 um 15:12:08 Uhr [Link]

    Hallo Ella!
    Meine Tochter hatte eine wasserspielmatte von Jako o. Das fand sie gut. Und ich habe ihr einen bratschlauch aufgepustet und verschiedene Dinge reingetan. Mal Federn oder Tischtennis Bälle. Das kam auch gut an. Viel Erfolg bei deiner Suche!

  18. nanja
    Am 21.04.2015 um 15:13:32 Uhr [Link]

    liebe ella, ich habe sooo gute erfahrungen gemacht mit dem linsenbad: ein dichter korb, so groß, dass sich die kleine maus reinsetzen kann, ein paar kilo linsen und daneben schaufel + besen exklusiv für die linsen. es ist sehr sinnenhaft, zwischendurch einfach mit den händen drin zu wühlen oder mit nackten füßen – mir sind schon kinder darin eingeschlafen . . . für mich toppt es jedes bällebad an stimulation und umweltfreundlich ists auch noch!
    viel vergnügen und liebe grüße
    nanja*

    • mom
      Am 22.04.2015 um 20:59:32 Uhr [Link]

      Nanja, klingt toll, ich greife selbst gern in Linsen, weil sie so kühl und glatt sind und sich so toll anfühlen…ab welchem Alter würdest Du das denn empfehlen? Damit sie nichts verschlucken und so.

    • nanja
      Am 24.04.2015 um 09:36:27 Uhr [Link]

      ein paar linsen verschlucken, ist kein problem. notfalls das linsenbad zwischendurch wieder wegstellen oder abdecken – ab wann ich es empfehlen würde? von 2 bis 100 – einfach ausprobieren! übrigens: ein linsenbad tut auch gestressten schulkindern oder müden füßen müder mamas und papas gut . . . viel spaß!

  19. Hannah
    Am 21.04.2015 um 15:46:44 Uhr [Link]

  20. rage
    Am 21.04.2015 um 15:57:04 Uhr [Link]

    Mit Baby auf dem Bauch lässt es sich schwer tippen. Daher mach ich einfach mal was, das sonst nicht meine Art ist. Die Seite und mein Gedanke also einfach mal als Linktipp: http://elternvommars.blogspot.co.at und hier http://www.mamadenkt.de/mitbringsel-nicht-nur-fuer-weihnachten/
    Vielleicht ist ja was dabei.
    Gerade das Steckspiel kam gut an. Und Müslirollen oder SchüsslersalzPöttchen bieten sich super dafür an. Ich setz meins Kids auch jahreszeitenspezifisch in Waschschüsseln mit Kastanien oder Kies. Trichter, Löffel und Töpfe dabei und los geht’s. Da wird dann meist von ganz allein sortiert und gefühlt.

  21. Svenja
    Am 21.04.2015 um 16:54:07 Uhr [Link]

    Hallo,

    ich musste spontan an die (leider ziemlich teure) „Tranquil Turtle“ denken – das ist eine Schildkröte, die Musik spielt und in sehr schönen Farben leuchtet, im Dunkeln sieht das aus, als befände man sich in einer tollen Unterwasserwelt. Daran musste ich denken, weil du schreibst, dass sie angenehme Geräusche und Leuchten mag. Ich bin nur darauf gekommen, weil ich die selber gerne hätte, seit ich sie mal auf Instagram gesehen habe ;-)

    LG, Svenja

  22. Bee
    Am 21.04.2015 um 18:47:44 Uhr [Link]

    Vorneweg: Ich finde, Dein Beitrag zeigt deutlich, welch aufmerksamen, wachen Blick Du auf Dein Kind und seine Bedürfnisse und Vorlieben hast. Mir scheint, Ihr macht auch schon eine Menge zur Förderung: Physiotherapie, „try and error“ um auszutesten, was alles geht und was nicht, eine anregende Umgebung mit vielen Spielmöglichkeiten und dazu (nicht zu unterschätzen!) zwei Brüder, die sie mit ins Spiel einbeziehen, bzw. von denen sie sich auch sicher eine Menge abgucken kann und wird! Ich finde, dass ist eine Menge – Hut ab!

    Es kamen auch schon viel gute Tipps und Vorschläge. „Snoezelen“ http://de.wikipedia.org/wiki/Snoezelen wurde auch schon öfters genannt, dies würde ich jedoch nicht in die Kategorie „Spielen“ stecken, sondern eher zur Enspannung/Abbau von Ängsten/Regulierung Sinneswahrnehmungen – aber vielleicht täusche ich mich auch?!

    Hier könntest Du Anregungen finden: https://www.fatbraintoys.com/special_needs/

    Diese Buch könnte evtl. auch etwas für Dich sein: http://www.amazon.de/Mein-Kind-lernt-anders-f%C3%B6rderbed%C3%BCrftiger/dp/3530421561 Das Buch scheint nicht so leicht zu bekommen sein. Evtl. hat es eine (Uni-)Bibliothek in Deiner Nähe in der Pädagogik-Abteilung.

    Mich wundert, dass es nicht mehr Ratgeber für Eltern behinderter Kinder gibt. Also solche, die sich nicht nur mit den rechtlichen Hintergründen befassen oder sogenannte „Störungen“ behandel wollen , sondern praktische Tipps zu Alltag, Erziehung und Förderung beinhalten.

    LG Birgit

  23. Simone
    Am 21.04.2015 um 20:14:11 Uhr [Link]

    Hallo Ella, leider teuer, aber vielleicht wäre so ein Projektor was. (http://www.mathmos.demathmos-space-projektor-mit-effektrad.html)
    Ist jetzt auch eher in Richtung Entspannung, snoezelen, … also kein klassisches Spielzeug. Aber durch die austauschbaren Ölscheiben abwechslungsreicher als beispielsweise eine Lavalampe und auch deutlich effektvoller, da man auf große Wandflächen projizieren kann. Bestimmt auch für die großen Brüder schön und man kann es auch prima als Partybeleuchtung einsetzen.
    Ich betreute mal eine Frau, die schwerst geistig behindert war und die hatte große Freude an dem Gerät. Und ich auch :-).

    Alles Gute für Euch.
    Simone

    http://www.mathmos.de/mathmos-space-projektor-mit-effektrad.html

  24. Doris
    Am 21.04.2015 um 22:05:09 Uhr [Link]

    Bei http://www.landoftoys.com habe ich immer ganz schöne Sachen gefunden für unsere Tochter. LG, Doris

  25. sibylle
    Am 21.04.2015 um 22:31:50 Uhr [Link]

    Hallo! Hast du schon daran gedacht, ein Spielzeug (das z.B, schönes Licht macht) an einen einfach zu bedienenden Schalter zu bauen? Es geht darum, einen Zugang zu Ursache – Wirkung zu ermöglichen.

  26. Solveig
    Am 22.04.2015 um 00:01:12 Uhr [Link]

    Liebe Ella, schau doch mal unter http://www.flechtball.de. Da kann man wunderbar ein Stofftaschentuch oder ein Seidentüchlein hinein stopfen und die Kinder lieben es, daran herum zu friemeln und es heraus zu zupfen. Wäscheklammern, an der eigenen oder der Kleidung des Kindes festgeklemmt, reizen zum abzupfen, wenn man es vormacht und schöne Laute dazu. Kinder, die noch nicht „richtig“ kneten können, pieksen oft gerne Löcher in selbst gekochte Knete von weicherer Konsistenz. Oder man kann einen kleineren Gegenstand darin verstecken und ein bisschen davon herausschauen lassen. Das reizt zum Entdecken. Wenn du unter Emmi Pickler schaust, findest du vielleicht auch Ideen, was die Grobmotorik betrifft und schon für euer Mädchen passen könnte, z.B. eine schiefe Ebene. Das kann man ggf. mit einem Brett mit Steg am Ende selber fertigen und es bietet auch für ein Kind, das sich noch am Boden bewegt, viele neue Möglichkeiten. Gibt es bei euch keine mobile Frühförderung? Ich arbeite in einer heilpädagogischen Frühförderstelle im interdisziplinären Team und wir geben den Eltern neben der direkten Förderung viele Tipps und Anregungen (da kennen wir dann aber das Kind und die Gegebenheiten Zuhause auch gut). Aus der Ferne ist das schwieriger, auch wenn du schon viel beobachtet und gut beschrieben hast.
    Toll, wie rege die Beteiligung zu dem Thema ist. Freude am Spiel ist das wichtigste und die größte Motivation. Davon wünsche ich eurer Süßen, mit den wundervollen blauen Augen jede Menge. Liebe Grüße, Solveig

    • Greta
      Am 22.04.2015 um 19:29:01 Uhr [Link]

      Heidezopf, ist das lang her: Ich erinnere mich gerade, wie Ella einstmals eine schiefe Ebene für den kleinen Sohn baute …

  27. Ramona
    Am 22.04.2015 um 11:11:39 Uhr [Link]

    Es gibt im Jonglierbedarf flowtoys. Wir haben zb für durchsichtige Stäbe einsätze mit LED (hier sieht man die gut: http://www.raveready.com/FlowToys-s/329.htm), die verschiedenfarbig leuchten (ohne Geräusche). Die haben mehrere Leuchtmodi, je nachdem, was man auswählt. Wie Speichelfest sie sind, müsste man allerdings prüfen. Notfalls vielleicht ein Kondom drüberziehen ;-) Vielleicht gibts die ja zum Anschauen in dem Jonglierladen in Freiburg.

  28. Hedy Mae
    Am 22.04.2015 um 11:54:59 Uhr [Link]

    Hallo,
    ich könnte mir vorstellen dass folgendes „Spiel“ etwas für die Kleine wäre. Du nimmst Wasserdichte Gefrierbeutel und gibst in den Beutel etwas flüssige Farbe. Am besten nur 3 sonst wird es zu viel.
    Die Konsistenz muss in etwa die von Duschgel haben (ein besserer Vergleich fällt mir gerade nicht ein). die Tüten schließen und mit einem dicken Tape an ein helles Fenster hängen. Rundherum richtig gut schließend am Fenster ankleben. Jetzt kann die Kleine mit ihren Händen die Farben am Fenster mischen OHNE dabei eine Schweinerei zu machen. Hier ein Bild, damit du dir vorstellen kannst was ich meine: http://pinterestinglifeofnoah.blogspot.de/2012/06/fun-activities.html
    Liebe Grüße
    Hedy

  29. Bine
    Am 22.04.2015 um 15:07:35 Uhr [Link]

    Ohne jetzt alle Kommentare gelesen zu haben – kennst Du http://www.wehrfritz.de? Die haben so ein riesiges Angebot für besondere Menschen, egal ob klein oder groß, dass sicherlich auch für Deine Kleine etwas dabei ist.

    Viel Spaß beim Duchblättern

    Bine

  30. needlesstosaynts
    Am 22.04.2015 um 17:22:09 Uhr [Link]

    Während des Lesens ist mir etwas eingefallen, was ich mal bei pinterest gesehen habe. Es nennt sich „calm down jar“, wobei ich den Namen eher unpassend finde. In eine Plastikflasche wird Glitzer zusammen mit einer Flüssigkeit gefüllt. Wenn man die Flasche schüttelt, kann man beobachten, wie sich der Glitzer absetzt. Vielleicht ist das was. LG
    https://www.pinterest.com/pin/405464772678136546/

  31. Michaela
    Am 22.04.2015 um 21:47:23 Uhr [Link]

    Liebe Ella,
    Mit ist folgendes eingefallen, das ev passen könnte. Die Dinge kosten nicht viel – daher ist’s auch nicht schlimm wenn euer Mädchen keine Freude daran findet.
    • erste Hilfe Folie. Knistert, reflektiert das Licht, ist schwer zerstörbar
    • anstatt d Bällebad o Getreidewanne hatten wir eine gr kinderbadewanne gefüllt mit getrockneten Kastanien. (Ist halt erst im Herbst wieder möglich)
    • rasierschaum „erleben“ (gefällt ev deinen Jungs auch), wir haben das im Winter in der Badewanne gemacht. Einen großen Berg rasierschaum und einfach erleben lassen. Im Sommer ist’s dann wieder a d Terrasse möglich.
    • wenn der Rasierschaum wegen in den Mund nehmen nicht geht – ist Speise (oder eine dicke Creme) auch möglich.
    • luftbett. Toll darauf zu liegen u zu spüren wie die Brüder darauf hüpfen o sich sonst jemand bewegt. Ist auch toll wenn man eine dicke Folie darauf legt u die Creme am ganzen Körper hat. Ev mit etw Wasser – wird dann sehr rutschig – hilft aber bei der Körperwahrnehmung (find ich recht aufwendig – da es sein kann, dass dann nicht nur die Kinder u die Folie verschmiert sind… Draußen aber genial.
    • kürbis aushöhlen – glitschig, mit Kernen, wie ein Behälter (reingeben und rausnehmen) kein Problem wenn etw gegessen wird

    Viel Spaß
    Michaela

  32. Claudia
    Am 23.04.2015 um 09:09:00 Uhr [Link]

    Also ich erinner mich an meine frühere Berufstätigkeit es gab solche Sortierbälle, Sortierrollen, Sortierwürfel…. Wir hatten die damals aus Kunststoff, und das schöne war, daß wir u.a. kleine Bälle mit Glöckchen drin hatten. Für die ersten Spielversuche war es schön diese Bällchen einfach durch irgend ein Loch zu versenken und wenn man den Ball oder die Rolle dann bewegte klingelte/schepperte ……. der Inhalt. Kunststoff war gut weil es beim evtl. rumschleudern keine Beulen gab und natürlich abwaschbar ist.

    Ich denk es geht einfach alles Anreize setzt. Und aus meiner Erfahrung als Erzieherin mit nicht als behindert diagnostizierten Kindern kann ich beruhigen: Es gibt bei allen Kindern Entwicklungspausen und Sprünge. Nicht jedes Kind lernt sofort, resp. zeigt es direkt was es durch nachahmen und das Zusammenspiel mit anderen gelernt hat. Jedes Kind egal ob behindert oder nicht hat sein eigenes Tempo. Es ist aber meine feste Überzeugung daß auch behinderte Kinder sehr viel lernen und eine ursprünglich nicht erwartete Selbstständigkeit erreichen können. Ruhig bleiben und wie Du es schon machst, einfach Möglichkeiten schaffen.

  33. Caro
    Am 23.04.2015 um 12:33:46 Uhr [Link]

    Als ich deinen Beitrag gelesen habe ist mir sofort eins in den Kopf gekommen: Kabel! Ja, das klingt im ersten Moment nicht gerade ungefährlich, aber alle entwicklungsverzögerten Kinder die ich kenne, haben Kabel in jungen Jahren geliebt. Damit rumzufummeln war immer Mode. Auch alte große Kopfhörer, die man sich auf den Kopf setzen kann (war vor allem bei einem gehörlosem Mädchen immer sehr beliebt). Klar, wenn das Kind eine orale Phase hat muss man natürlich Vorsicht walten lassen. Aber falls sie die akut orale Phase mal ablegt: Alte Handy oder Computerkabel hat ja fast jeder irgendwo rumliegen. Außerdem: Wollknäuel. Möglichst bunt, schrillig und mit dickem Garn. Ich nenne das, was daraus nach dem „bearbeiten“ durch die Kinder dann entsteht gern liebevoll „Wollkotze“ :-D

  34. Die kaiserliche Woche // KW 17 | Kaiserinnenreich
    Am 26.04.2015 um 11:10:56 Uhr [Link]

    […] Wie spielen eigentlich behinderte Kinder? Und mit welchem Spielzeug? Natürlich ist das keine Frage, auf die es nur eine Antwort gibt. Ella vom Blog Ringelmiez stellt sie trotzdem – und es ist schon eine bunte Mischung an Antworten zusammen gekommen. Vielleicht fällt Dir auch noch was dazu ein? Gesucht: Spielzeugideen für Kinder mit Behinderung […]

  35. Maren
    Am 26.04.2015 um 12:03:57 Uhr [Link]

    Hallo Ella,

    danke für deinen schönen Blog! Und mit Begeisterung habe ich auch deine Antworten im Mütterfragebogen im Kaiserinnenreich gelesen!!
    Schönes Thema, die Suche nach Spielzeug für die Kids. Manchmal schwierig, aber auch spannend. Ich habe ganz viel tolle Sachen inzwischen über Land of Toys bestellt. https://www.landoftoys.com/

    Z.B. Gelli Play, ein Pulver, das mit Wasser zusammen eine Wackelpudding ähnliche Masse bildet, total witzig und ein bißchen ekelig :-)
    https://www.landoftoys.com/artikel.aspx?CID=11&ID=4938
    Ganz groß im Rennen auch die Vibrations-Tiere…
    https://www.landoftoys.com/artikel.aspx?CID=7&ID=3789

    Total toll finde ich auch die Topper für Therapiestühle, die man sich sogar von der Krankenkasse verschreiben lassen kann oder auch selber basteln:
    http://www.nickylinedesign.de/index.php?id=13

    Und hier noch unsere neueste Errungenschaft: ein Duftbuch.
    http://www.duftbuch.ch/
    Meine Töchter sind blind und neben dem interessanten Umblätter und den altbekannten Hörbüchern mit Tierstimmen und Co, sind die Seiten nun auf ganz andere Art spannend geworden.

    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße!!
    Maren

  36. karluni
    Am 26.04.2015 um 12:27:16 Uhr [Link]

    Kennst Du diese durchsichtigen Weihnachstkugeln. Die habe ich aufgegangen und vorher Knicklichter hineingetan. Dann könnte meine Tochter sie mit den Füßen anstupsen. Ansonsten gibt es unter dem Stichwort sensory play gute Anregungen. Danke für diesen Blogeintrag.

  37. thea
    Am 26.04.2015 um 15:08:34 Uhr [Link]

    Hallo!
    Wir sind auch immer auf der Suche nach geeignetem Spielzeug. Ganz neu entdeckt haben wir http://www.ariadne-ideenshop.de

  38. Ellen
    Am 27.04.2015 um 08:45:28 Uhr [Link]

    Hallo Ella!

    Wir haben hier z.B. schöne Geschenkideen/Spielzeugtipps für (nicht nur) blinde Kinder gesammelt:
    http://www.anderes-sehen.de/weitere-info/schone-geschenkideen-fur-blinde-kinder/

    Liebe Grüße
    Ellen

  39. Rappsi
    Am 27.04.2015 um 11:16:49 Uhr [Link]

    Hallo Ella!
    Bin mit einer behinderten Schwester aufgewachsen und weiss, dass für sie Spielsachen heute noch (mit fast 40) sehr wichtig sind. Z.T die selben wie vor 30 Jahren – das gibt Sicherheit. Favoriten wird sich dein Töchterchen also bestimmt von alleine suchen (was ja auch meine Töchter ohne Behinderung so machen…) Der absolute Renner für uns beide war eine Schaukelschnecke (Wisa Gloria) und ein Telefon von Fisher Price. Daneben haben meine Eltern Haken an der Wand befestigt und immer mal wieder neues aufgehängt (Löffel, Schlüssel, Fell,..) Meine Kids kamen erst gerade selber mit der Idee, Leintücher zusammen zu nähen (in voller Grösse) und anschliessend mit Luftballons zu füllen, um darauf zu turnen, lesen, CD hören, etc. Ist nicht teuer und schnell weggeräumt bei wenig Platz.
    Anstelle von Fingerfarben kannst du deine Tochter ja in der Badewanne mit Seifenfarbe experimentieren lassen.
    Und was sich bis heute nicht wegwerfen lässt, ist ein altes Radio (hatte ich mir zum 12. Geburtstag gekauft und meine Schwester hat es dann ‚einfach so‘ übernommen(-;), an dem sie stundenlang herumdrückt und dreht. Es quietscht und manchmal kommt sogar Musik!
    Zu guter Letzt wünsche ich dir viel Kraft, um auf Spielsachen zu verzichten ;-) Kinder spielen ja so oder so womit sie wollen…
    Gruss
    Rappsi

  40. Tanja
    Am 28.04.2015 um 14:20:19 Uhr [Link]

    Hallo Ella,

    darf ich fragen was für eine Behinderung deine Maus hat? Einiges im Verhalten kommt mir von unserer großen so vertraut vor. Sie hat eine atypische Epilepsie mit Absencen und eine geistige Behinderung, wodurch sie auf dem Entwicklungsstand einer 1 1/2 – 2 Jährigen stehen geblieben ist und sprechen kann sie auch nicht.
    Was Spielzeug angeht haben wir auch so unsere Probleme. Schon als kleines Mädel hat sie sehr gerne mit ihrer Holzeisenbahn gespielt, wenn auch recht unkoordiniert. Das ist auch bis heute (sie ist mittlerweile 16) noch ihr liebstes Spielzeug und sonst gibt es recht wenig wofür sie sich dauerhaft interessiert. Bei der Ergotherapie fand sie die Kirschkern- und Kastanien-Kiste immer total faszinierend wenn sie sich da hinein legen konnte. Alles was mit matschen zu tun hat (Knete, Keksteig, nasser Sand, nass filzen & Co.) ist auch cool. Sowohl beim Kneten, als auch beim Kekse backen und Filzen hat sie auch immer nur mit den Händen drin rum gematscht anstatt konstruktiv zu sein, aber sie hatte ihren Spaß. Zeitschriften jeglicher Art ziehen sie auch magisch an. Erst wird vor sich hin summend darin rum geblättert, dann wird sie zu Konfetti verarbeitet.

    Geburtstag und Weihnachten sind immer ein Graus für uns da wir schon lange nicht mehr wissen was wir ihr schenken können. Noch mehr Eisenbahn ist irgendwann nicht mehr sinnvoll gewesen und sonst zeigt sie bei Spielzeug nur für blinkendes und Musik machendes Babyspielzeug Interesse.

    Viele Grüße,
    Tanja

    • ella
      Am 28.04.2015 um 14:25:55 Uhr [Link]

      Liebe Tanja,

      das wissen wir leider nicht. Sie ist organisch vollkommen gesund, und alle Gentests waren negativ. Sie hat motorische Schwierigkeiten, ist stark Entwicklungsverzögert und hat Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Die Ärzte gehen von einem genetischen Syndrom aus, das bisher noch keinen Namen hat.

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