Ottonormalsocken.

Ich komme mir irgendwie immer ein bisschen doof vor, wenn ich einem stinknormalen, musterlosen Paar Standardsocken einen eigenen Blogeintrag widme…aber weil mich jetzt via ravelry und flickr schon vier Leute nach dem Garn gefragt haben, tu ichs doch. Und außerdem: for the sake of completeness – der Vollständigkeit halber.

ottonormalsocken.

ottonormalsocken.

Ich habe also ein weiteres Paar Ottonormalsocken zur Befüllung unseres Familien- Sockenkorbs gestrickt, und zwar aus Random Stripe by Kaffe Fasset; einem Sockengarn von Regia, in der Farbe 2900 Snappy. Hat der Mann mir letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt.

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Zeit für ein neues Kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

neues kuschelkissen.

Fast drei Jahre ist es her, dass ich mit dem damals noch ziemlich kleinen großen Sohn ein Kuschelkissen nach seinen Vorstellungen genäht habe. Nun fand er, dass es Zeit für ein neues sei. Wir haben in den letzten Wochen immer mal wieder zusammen daran gearbeitet – das geht ja eigentlich nur, wenn der kleine Sohn nicht da ist. An einem Tag, als der Große nicht im Kindergarten war, hat er sich aus meiner Stoffrestetonne Stoffe für sein Kissen ausgesucht und einen “Nähplan”  gemacht – so nennt er die Kontruktionsskizzen, die ich mir oft mache. Als der Mann dann fürs Osterwochenende mit dem kleinen Sohn wegfuhr, war des großes Sohns sehnlichster Wunsch: “Mama, dann will ich ganz viel nähen mit dir!” – also haben wir das sehr durchwachsene Wetter genutzt um das Kissen zu vollenden. Wir haben die Stoffe entsprechend auf Baumwollvlies angeordnet und nach der Quilt-as-you-go- Methode aufgesteppt. Ein paar Webbänder kamen auch noch dazu; die Rückseite haben wir aus kuscheligem Nicki gemacht. Herausgekommen ist ein sehr schönes, buntes neues Kissen, dass dem Sohn und mir gleichermaßen gut gefällt. Nur fürs gemeinsame Nähen muss ich mir bis zum nächsten Kuschelkissen was einfallen lassen, denn um dabei auf meinem Schoß zu sitzen, ist der Sohn mittlerweile zu schwer und zu groß. Tja, vielleicht braucht der große Sohn doch irgendwann eine eigene Nähmaschine…

…und ab damit zum CreaDienstag.

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Frohes Hasenfest!

frohes hasenfest!

frohes hasenfest!

frohes hasenfest!

Ich wünsche euch ein schönes, gemütliches Hasenfest mit allem, was für euch dazu gehört. Bei uns sind 2/5 der Familie für ein verlängertes Wochenende ausgeflogen und ich genieße die angenehm ruhige Zeit mit dem großen Sohn und der Tochter alleine daheim. Macht es euch schön!

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Unsere Küche.

rage denkt über Küchen nach. Und Ramona auch. Genauer gesagt: Über reduzierte Küchen. Genau mein Thema, irgendwie. Denn ich finde eine Küche umso perfekter, mit je weniger Gerätschaften und Extras sie auskommt.

Lange Zeit mochte ich immer schicke, hübsche, gut ausgestattete Wohnküchen am liebsten. Ich hab immer schon gerne Kochsendungen geguckt, und fand den ganzen Schnickeldi, den die TV- Köche in ihren gestylten Studioküchen hatten, toll. Einer hatte so ein schweres, gusseisernes Gitter, dass er mit einem Flaschenzug von der Studiodecke runterlassen konnte, da hingen an Fleischerhaken Pfannen und Töpfe dran und obendrauf standen Kräutertöpfe – fand ich super stylisch.
Heute sind sog. “moderne” Küchen überhaupt nichts mehr für mich. Mit etwa 19 begann ich, mir den Großteil meines Lebensunterhaltes als Küchenhilfe in einer Kneipenküche zu verdienen. Das war eine sehr kleine Gastroküche, in der alles so angeordnet sein musste, dass es im größten Stress perfekt funktionierte. Jedes Schnickeldi hätte da im Weg gestanden. Alles, was dreckig werden konnte, musste am Ende jeder Schicht sorgfältig saubergemacht werden – nachts zwischen halb 12 und halb 1, nachdem man 5 Stunden auf Hochtouren gekocht, angerichtet, gespült, geschnippelt, geschwitzt hat. Die Jahre in dieser Gastroküche haben meinen Blick auf das, was eine gut organisierte, gut funktionierende Küche ausmacht, was man in einer Küche wirklich braucht, und was nicht, nachhaltig verändert.

küche.

Die perfekteste Küche, die ich bisher hatte, war wohl die in meiner ehemaligen Studentinnenbude – 90 cm breit, 2 Kochplatten, eine winzige Spüle. Mit Hilfe eines Servierwagens um ein bisschen Arbeitsfläche und einen externen Backofen erweitert. Für meine damaligen Bedürfnisse war ich Wunschlos glücklich.

Heute, mit einer 5-köpfigen Familie darf es dann doch gerne ein bisschen größer sein. Aber reduziert und gut organisiert mag ich es immer noch. Okay – so richtig reduziert sieht das hier auf den Bildern nicht aus. Aber man darf darunter vielleicht auch nicht das verstehen, was man bei Pinterest dazu findet. Eine reduzierte Küche bedeutet für mich nicht, leblose Schrank-Klötze rumstehen und alle Arbeitsflächen immer perfekt frei und spiegelglatt zu haben. Ernsthaft: In so einer Küche wird doch nicht wirklich gelebt, oder?
Eine reduzierte Küche ist nach meinem Verständnis eine, in der ich nur das habe, was ich wirklich brauche, und das möglichst sinnvoll sortiert und angeordnet. Ich brauche für unsere Familie einen ganz großen, einen mittleren, und zwei kleine Töpfe. Eine Salatschüssel, zwei Backschüsseln. Eine große und eine kleine Pfanne. Ein gutes Kochmesser. Ich brauche einen guten Pürierstab, Gärkörbchen, einen Wasserkocher. Ich brauche keine Mikrowelle, keinen Mixer, keinen Thermomix. Keine Brotbackmaschine, keine Küchenmaschine, keine Brotschneidemaschine. Keinen Fläschchenwärmer und keinen elektrischen Dosenöffner, kein Abtropfgestell.

Über unseren Küchen- Umbau habe ich ja vor einigen Monaten schon geschrieben. Teuer war unsere Küche nicht. Die Fliesen und den Boden hat die Vermieterin übernommen. Wir haben die GEA- Regale gekauft (beide zusammen ca. 480 Euro), neue Fronten für den alten Eck- Unterschrank, eine Dunstabzugshaube plus Schränkchen drüber (insgesamt ca. 180 Euro), die Hängeregale (90 Euro), die rot gemusterten Porzellanknäufe (15 Euro) und je einen Eimer weiße und rote Farbe (ca. 35 Euro). Die Arbeitsplatte, Elektrogeräte, Unterschränke haben wir weiterverwendet. Macht insgesamt 800 Euro; das finde ich noch relativ low budget für eine Küche, die den Anforderungen einer Familie mit 3 Kindern gerecht werden muss. Mittlerweile ist unsere Küche etwas eingewohnt und sieht so aus:

our kitchen.

our kitchen.

our kitchen.

our kitchen.

our kitchen.

our kitchen.

Auf der Fensterbank wird Kresse gezogen, steht eine Schale mit Zitronen, Milchpulver und Spezialnahrung fürs Mädchen, und der Wasserkocher. In der Ecke zwischen Spüle und Herd steht ein Regal mit Öl, Essig, Kochwein, Sojasoßen etc – und auf diesem Foto gerade auch noch die ausgespülten Kindergartenflaschen unserer Jungs. Ja, da steht runterzubringender Bio- Müll auf der Arbeitsfläche. Und ja, das ist abtropfendes Geschirr auf dem Cerankochfeld. Aber in dieser Küche ist einfach immer irgendwas los; so einen sterilen, perfekt aufgeräumten Idealzustand, wie ich ihn auf anderen Blogs oft bestaune, gibt es hier praktisch nicht. Ein paar Bilder sind dazugekommen; wir haben ein weiteres, kleines Gast-auf-Erden gekauft. Obendrauf hat der Mann seine eigene Ecke zum Kaffee kochen – er braucht dazu keine Maschine, sondern macht das am liebsten mit einem Handfilter. An der Hakenleiste unter dem Regal hängen normalerweise lauter bunte Kaffeetassen; die sind hier gerade fast alle in der Spülmaschine.

our kitchen.

our kitchen.

Der Gast auf Erden ist übrigens das beste vorstellbare Küchenmöbel. Noch nie fand ich es so einfach, den Überblick über unsere Vorräte zu haben. Mangels schwer zugänglichen Hängeschrankfächern können keine angebrochenen Vorratstüten mehr ins Küchenschranknirwana abrutschen und zu Mottenhorten werden.  Ich liebe die Schublade mit unseren Gewürzen. Und auch der Plastikboxen- Stash war noch nie so übersichtlich – in einer Schublade sind die Boxen, in der darunter die Deckel. In der Kochbesteck- Schublade liegt alles wild durcheinander – aber meistens findet man das gesuchte Utensil doch sofort. Und wenn nicht, kann man einfach die ganze Pappkiste aus dem regal rausnehmen und auf der Arbeitsfläche durchwühlen. Ist sehr selten notwendig, aber mit einer “richtigen” Schublade halt nicht so leicht zu machen. Mir gefällt halt auch die Optik- es wirkt so improviesiert, ist aber so gut durchdacht und funktioniert eben einfach. Und wenn eine der Pappkisten- Schubladen dreckig ist, tauscht man sie halt gegen eine neue aus.

our kitchen.

Eigentlich ist unsere Küche für meinen Geschmack so schon zu überladen. Das Regal über der Spüle ist mir zu kruschtelig, die Fensterbank hätte ich auch gerne leerer. Aber momentan geht es nicht anders. So, wie es jetzt ist, ist unsere Küche so reduziert wie möglich. Ich habe alles, was ich täglich brauche, blind griffbereit, und alles hat seinen Platz. Ich habe über alles den perfekten Überblick. Die Ordnung darin funktioniert. Und seit unsere Küche nach ihrer Rundum- Erneuerungskur so viel freundlicher und schöner aussieht, halte ich mich ungefähr 10 mal so gerne in ihr auf.

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Neues von Balkonien.

Etwas, das ich diesen Sommer gerne wieder haben möchte, ist ein schöner Balkon. Wir haben zwei Balkone, wovon aber eigentlich nur einer zum drauf rumsitzen und es schön haben genutzt wird. Der andere Balkon dient mehr so zum werkeln, und das ganze Balkon- Equipment (Pötte, Blumenerde, etc) und unser gelber Sack steht da. Traditionell stehen da auch immer die Tomatenpflanzen; es gab Sommer hier, da hatten wir täglich die schönste und üppigste Auswahl an Tomaten, ohne ein einziges Mal welche kaufen zu müssen.

[365-229] snacky.

Die Zierpflanzen und Kräuter stehen dann eher drüben auf dem schönen Balkon.
In den letzten Jahren hatte ich immer einen recht hübschen Balkon, den ich sehr gerne mochte. Weil unsere Balkone fast den ganzen Tag ungeschützt der prallen Sonne ausgesetzt sind, muss ich sehr genau gucken, was da gut wachsen kann. Viele Gemüsesorten gehen super, meine geliebten tränenden Herzen leider nicht. In den letzten Jahren hatte ich neben Tomaten immer viele Kräuter, ein paar ausgewählte Zierpflanzen (am liebsten mehrjährige), und zwischendrin hier und da ein paar Sonnenblumen und bunte Blümchen für die Bienen. Andere Sachen, beispielsweise Salate und Erdbeeren, haben sich nicht so bewährt. Der Salat zieht superschnell Blattläuse an, die dann schneller alles weggefressen haben, als ich es retten oder selbst essen kann. Erdbeeren schmecken zwar super vom Balkon, es bilden sich aber insgesamt zu wenige aus, als dass sich der Pflegeaufwand lohnen würde. Ein paar Fotos von unserem Balkon gibt es hier zu sehen; sehr unvollständig, die schönste Blütenpracht ist da gar nicht dabei. Dann kam ein Winter mit sehr hartem Frost, in dem fast 2 Wochen lang beständig 2stellige Minusgrade hatten. Das haben meine Balkonpflanzen trotz Frostschutz nicht vertragen, und mir ist restlos alles eingegangen. Letzten Sommer habe ich aus lauter Frust dann gar nichts auf dem Balkon gemacht, aber dieses Jahr soll es da wieder grünen und blühen.
Bereits vor einigen Wochen habe ich aus Bio- Saatgut Tomatenpflänzchen angezogen. Auf facebook habe ich eine Gruppe zum tauschen von Saatgut und Pflänzchen gegründet, sie heißt seedhub. Die Idee dahinter war, dass man als urbane_r Balkongärtner_in gerne eine Vielfalt an Pflanzen auf dem Balkon haben möchte. In den Samentütchen sind dann aber immer mehr Samen drin, als man selbst verwenden kann. Warum also nicht übrige Samen gegen andere Samen, oder Setzlinge gegen andere Setzlinge tauschen, so sie Vielfalt auf dem Balkon erweitern und gleichzeitig Geld sparen? In der Gruppe ist mal mehr und mal weniger los; ich habe darüber schon Tomatensamen gegen Lavendelsamen getauscht; manche Leute machen da Sammelbestellungen bei Gärtnereien. Auch meine überzähligen Tomtanpflänzchen habe ich auf dem Wege an Freiburger Locals verschenkt und vertauscht. Auf fünf verschiedenen Freiburger Balkonen wachsen jetzt ringelmiezsche Tomaten :)

Aber zurück zu meinem Balkon. Das ist ein größeres Projekt. Bevor wir das gestartet haben, sah der Balkon so aus:

project balcony.

Am vergangenen Wochenende haben wir den Balkon von den Säcken mit alter Erde befreit – und, wie jedes Mal, auch diesmal wieder riesige, fette, Engerlinge darin gefunden. Faszinierende Viecher, aber das nur am Rande. Ich habe die ersten neu gekauften Pflanzen eingetopft, und dafür aus einem Einkaufs- Sack vom Möbelhaus zwei kleine Pflanzsäcke für Kräuter genäht.

project balcony.

project balcony.Der Mann hat Holzlatten gekauft, um daraus zusammen mit alten Regalbrettern ein treppenförmiges Pflanzenregal zu bauen. Das muss jetzt erst fertig werden, bevor es weitergehen kann.

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